kyffhaeuser-nachrichten.de

Der Alte geht

Freitag, 28. Oktober 2011, 11:24 Uhr
Heute wurde ein Mann in seinen wohlverdienten Ruhestand versetzt, der in den vergangenen Jahren maßgeblich dafür verantwortlich war, dass in Nordthüringen weitestgehend „Ordnung und Sicherheit“ herrschte...

Ein alter Doppelkorn für den "Alten" (Foto: nnz) Ein alter Doppelkorn für den "Alten" (Foto: nnz)

Uwe Köppen, der Leiter der Polizeidirektion Nordhausen, hat es geschafft. Er wird in den Ruhestand versetzt, in der kommenden Woche wird er 60. Mit einem weinenden und lachenden Auge, wie er nnz sagte. Natürlich liege eine lange Dienstzeit hinter ihm, auch eine mit Höhen und Tiefen und er freue sich auf den Unruhestand. Andererseits jedoch müsse er sich nun von vielen Beamten verabschieden, deren Mitarbeit, deren Rat und deren Engagement ihm in den zurückliegenden Jahrzehnten seiner polizeilichen Laufbahn viel bedeutet hätten.

Mit einem Potpourri aus diversen Märschen eröffnete eine kleine Formation des Thüringer Polizeimusikkorps die Feierstunde zur Verabschiedung von Uwe Köppen. Die Laudatio hielt Polizeidirektor Michael Köster.

„Kommen Sie zur Ruhe“, sagte Köster und meinte damit den Dienst, der nun hinter Uwe Köppen liegt, der mit der politischen Wende auch ein komplettes Umdenken er- und bewirkte. Köppen sah es stets als Herausforderung an, den Aufbau neuer Strukturen mit begleitet zu haben. Köster zeichnete die wichtigsten Stationen im Arbeitsleben von Köppen nach.

Wer danach noch auf ein Statement oder ein Dankeschön aus dem Thüringer Innenministerium gewartet hatte, der wurde enttäuscht. Ein Vertreter dieser Behörde wurde nicht nach Nordhausen geschickt. Im Erfurter Ministerium gibt es derzeit vermutlich Wichtigeres zu tun – einem Freitag. Auch in den Nordthüringer kommunalen Verwaltungen - außer dem Landrat des Kyffhäuserkreises, Peter Hengstermann, war niemand erschienen, auch kein Vertreter des Nordhäuser Rathauses.

Zum Schluss führte Michael Köster aus, dass Uwe Köppen seinen Beruf stets als Berufung empfunden habe. Und: eine Berufung endet nicht mit der Pensionierung.

Die drei ungewöhnlichen Tenöre (Foto: nnz) Die drei ungewöhnlichen Tenöre (Foto: nnz)
Die drei ungewöhnlichen Tenöre boten Amüsantes zum Abschied

Von seinen Mitarbeitern bekam Köppen eine komplette Palette der Köstlichkeiten aus dem Hause Nordbrand. Allen voran eine Flasche Alter Nordhäuser, denn an der Darre hieß Uwe Köppen stets „der Alte“, so, wie seine drei Vorgänger.

„Ich gehe“, so will Köppen seinen letzten Dienstag als bezeichnet wissen. Rückblickend waren vor allem die Jahre ab 1990 so abwechslungsreich, dass er ungezählte Anekdoten und Episoden zu erzählen wusste, sich jedoch auf eine konzentrierte, die mit einem Fußballspiel zwischen Rot-Weiß Erfurt und Ajax Amsterdam zu tun hatte.

Das allerdings ist nun Geschichte im Dienstleben des Uwe Köppen, der den Abschied sehr kurz machte: "Ich gehe"...
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de