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Walter Herzog - Grafik und Zeichnungen

Sonntag, 06. November 2011, 00:38 Uhr
Am nächsten Samstag eröffnet im Panoramamuseum Bad Frankenhausen wieder eine interessante Ausstellung seine Pforten. Der Direktor des Panoramamuseum stellt den Künstler vor...


Die Vernissage zur Ausstellung findet am Samstag, 12. November 2011 um 16.00 Uhr in Anwesenheit von Walter Herzog statt.

Walter Herzog - Grafik und Zeichnungen (Foto: Panoramamuseum Bad Frankenhausen) Walter Herzog - Grafik und Zeichnungen (Foto: Panoramamuseum Bad Frankenhausen)

"Walter Herzog - Grafik und Zeichnungen" - Quelle: Panoramamuseum Bad Frankenhausen

Der Künstler

Walter Herzog, geboren 1936 in Dresden, tätig in Berlin, darf als einer der führenden Vertreter eines altmeisterlich beherrschten, poetisch verdichteten romantisch-sensualistischen Realismus der Gegenwart gelten. Sein primäres Sujet ist die vertraute heimische Landschaft zwischen Elbsandsteingebirge, Harz und Stubbenkammer auf Rügen. Dabei interessieren ihn weder wild-romantische Steigerungen ins Erhabene, noch stimmungsvolle Versenkungen ins Idyllische, sondern das Schöne und Bedeutsame im Schlichten. Auf der Grundlage größter Naturtreue und Detailbeobachtung gelingt ihm zugleich eine Transzendierung des Sichtbaren, eine Verewigung des Flüchtigen, im Vergehen begriffenen, Augenblicklichen.

Was Walter Herzog erstrebt, sind keine einfachen Naturwiedergaben, sondern Realisationen einer reflektierten Naturanschauung, die Landschaftliches sinnbildhaft als Spiegel innerer Existenzlagen sieht, die für den Menschen archetypische Bedeutung gewinnen. So kann in der sinnlichen Formulierung des Wirklichen ein Unsichtbares, etwas, das hinter der Erscheinung liegt, ein Metaphysisches, ein Geistiges sichtbar werden. Aus dem Befund der Wirklichkeit von Ich und Welt schöpft Walter Herzog im Bild der Natur Gleichnisse von eminent seinsphilosophischer Qualität, die es in der glaubhaft realistischen Form zu erkennen und zu ergründen gilt.

Die Exposition

Die Ausstellung zum 75. Geburtstag des Künstlers gibt mit einer Auswahl von 150 Zeichnungen und Radierungen aus vier Schaffensjahrzehnten einen repräsentativen Einblick in ein immenses Lebenswerk, das im Spektrum zeitgenössischer Kunstauffassungen eine ganz eigene Position von bleibendem Wert entwickelt und behauptet hat.
Gerd Lindner

Laufzeit der Ausstellung: 12. November 2011 bis 12. Februar 2012.
Autor: khh

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