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Mindestlohn statt Mogelpackung

Donnerstag, 10. November 2011, 13:36 Uhr
Zur aktuellen Mindestlohndebatte in der CDU kommentiert Beatrice Ritzke, Sprecherin der LINKEN Kyffhäuserkreis:

"Merkels Vorschlag einer Lohnuntergrenze war offenkundig eine Mogelpackung - viele Beschäftigte wären trotz christlich-sozialer Lohnuntergrenzen weiterhin auf aufstockendes Hartz IV angewiesen. Jetzt rudert die Kanzlerin noch mal zurück und offenbart, dass ihr an einem Wechsel in der Niedriglohnpolitik nie gelegen war.

Dabei ist die Entwicklung des Niedriglohnsektors in den letzten Jahren dramatisch: fast ein Viertel aller Vollzeitbeschäftigten, mehr als 4,66 Millionen Menschen, arbeiteten 2010 unterhalb der 1.802 Euro betragenden bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle. In Thüringen sind davon 246.213 Beschäftigte und damit 43,8 Prozent, also nahezu jeder Zweite der insgesamt 562.533 vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer betroffen.

Wer angesichts des wachsenden Niedriglohnsektors weiterhin gegen einen Mindestlohn wettert, der will Armutslöhne zementieren. DIE LINKE. Kyffhäuserkreis fordert daher den Wahlkreisabgeordneten der CDU im Deutschen Bundestag Johannes Selle auf, Farbe zu bekennen: entweder ein gesetzlicher Mindestlohn von 10 Euro die Stunde, damit Tausende Beschäftigte und ihre Familien in Thüringen und damit auch im Kyffhäuserkreis wieder von ihrer Hände Arbeit leben können. Oder weitere Merkelsche-Mogel-Vorschläge, von denen niemand leben kann."
Beatrice Ritzke
Sprecherin der LINKEN Kyffhäuserkreis
Autor: khh

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