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Neue Lernkultur

Montag, 14. November 2011, 19:00 Uhr
Der Kyffhäuserkreis nimmt seit Oktober 2010 mit seinen Pilotkommunen Sondershausen, Bad Frankenhausen und Roßleben an der Transferphase des „Thüringer Bildungsmodell – Neue Lernkultur in Kommunen“ (nelecom) teil. Heute traf sich Mitglieder der Konzeptgruppe in Sondershausen um sich über Projekte aus Sondershausen, Bad Frankenhausen und Roßleben zu informieren...

Dabei konnte Vizelandrat Georg Schäfer bekannte Persönlichkeiten begrüßen, so den bekannte Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther von der Universität Göttingen, Dr. Marion Malz Referatsleiterin Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Neben dem Landeskoordinator, Dr. Bodo Krug vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, waren ebenfalls Vertreter/innen der Wissenschaftlichen Begleitung des Programms sowie des Thüringer Institutes für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) anwesend sein, die das Programm begleite.

Dr. Marion Malz umriss die vier Hauptarbeitsfelder dabei wie folgt:
Individualisierung bei Lernen und Lehren in den Schulen. - Hier verwies sie darauf, dass es hier notwendig sei, die Kommunen stärker einzubeziehen.

Konzentration auf Wesentliches – Hier verwies sie auf die Reduzierung der Schulämter. Auch ihre Aussage, es gäbe zu viele kleine Schule, wird sicher nicht überall Freude hervorrufen. Unter kleinen Schulen leidet ganz einfach die Schulqualität, so Dr. Marion Malz.

Übertragung der Erprobungsmodelle für die Schulhorte, wieder sehr eng unter Einbeziehung der Kommunen.

Entwicklung der Thüringer Gemeinschaftsschule.

Neue Lernkultur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neue Lernkultur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Offensichtlich, so Dr. Marion Malz (Foto – stehend), scheint es hinsichtlich der Ressourcen eine Einigung mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium gegeben haben und das Projekt erhielt fünf Vollzeitstellen.


Der Kyffhäuserkreis nimmt seit Oktober 2010 mit seinen Pilotkommunen Sondershausen, Bad Frankenhausen und Roßleben an der Transferphase des „Thüringer Bildungsmodell – Neue Lernkultur in Kommunen“ (nelecom) teil. Während dieser Zeit ist das Programm beim Projekt „Lernen vor Ort“, in das Aktionsfeld Demokratie und Kultur eingebunden. Bis März 2014 sollen in Zusammenarbeit mit Schulen, Kindertagesstätten, Eltern, Politik, Wirtschaft, Jugendhilfe und vielen weiteren Akteuren auf kommunaler Ebene neue Lern- und Beziehungskulturen für Kinder und Jugendliche entstehen, die sie aktiv mitgestalten können und sollen.

Heute konnten Sondershausen und Roßleben ihren Stand vor der Konzeptgruppe erläutern. Von Bad Frankenhausen war kein Vertreter erschienen.

Für Sondershausen stellten die 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) und der Geschäftsführer des Stadtjugendrings Andreas Gothe erste Erfahrungen dar, mit dem sehr langen Projektnamen Aktiv mitmachen – aktiv gestalten, Beteiligungsmöglichkeiten von Kinder und Jugendlichen.

Dabei konnte Kraffzick auf eine enge Zusammenarbeit von Kindereinrichtungen und Grundschulen berichten, räumte aber auch ein, dass die Resonanz mit anderen Schulen noch verbesserungswürdig sei. Andreas Gothe verwies darauf, dass im Rahmen des Projekts ein Flyer und eine Internetseite geschaffen werden, um darzustellen, wie sich Kinder und Jugendliche ins Leben der Stadt einbringen kann.

Eine rege Diskussion mit der Konzeptgruppe gab es, als Kraffzick beklagte, dass die Arbeit des Kinder- und Jugendbeirates der Stadt nach guten Erfolgen (u.a. Anregung für Bau der Skate-Arena) bis auf zwei aktive Teilnehmer eingeschlafen sei.

Viel Beachtung fanden die Ausführungen von Roßlebens Bürgermeister Rainer Heuchel (SPD) und Dr. Jürgen König, die das Projekt in Roßleben vorstellten.
Auch Heuchel stellte fest, dass der Kinder- und Jugendbeirat entschlummert ist, sagte aber, Einzelprojekte seien erfolgreicher, wie das Beispiel Schwimmbad zeige.

Neue Lernkultur (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neue Lernkultur (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Heuchel (Foto) nutzte aber auch gleich die Möglichkeit die Vertreter des Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur darauf aufmerksam zu machen, dass man an der Regelschule Roßleben noch eine sanierte Turnhalle, sowie eine Lehrwerkstatt und eine Lehrküche brauche. Auch zum Thema Ehrenamt sagte, dass so etwas einen geförderten Hintergrund brauche.

Dr. König informierte über die Aktivitäten zum Thema Umweltschule und stellte die Zusammenarbeit mit dem Kleingartenwesen dar, bei der leerstehende Kleingärten durch Schüler für Forschungsprojekte nutzen. So soll unter anderem ein Lehrpfad eingerichtet werden.

In der anschließenden Diskussion brachte Prof. Dr. Gerald Hüther nelecom auf einen Punkt: Angebote für Kinder und Jugendliche seien gut, aber diese wollen aber auch sehen, dass sie etwas selbst entscheiden wollen. Ziel von nelecom muss sein, Wünsche und Angebote zu verknüpfen.

Mit Sicherheit eine Aufgabe, die nicht von heute auf morgen durchsetzbar sein wird. Bei Interesse und für Fragen zu nelecom steht Ihnen Jacqueline Lange, telefonisch (03632 543771) zur Verfügung, oder aber auch www.nelecom.de
Autor: khh

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