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Nachfolgeprogramm erwünscht

Donnerstag, 17. November 2011, 13:42 Uhr
Bei der Abschlussveranstaltung STÄRKEN vor Ort im Kyffhäuserkreis und im Hasenholz/Östertal und Wippertor am gestrigen Mittwoch wurde eine Forderung nicht nur einmal genannt: Die Politik sollte das Programm STÄRKEN vor Ort bundesweit fortsetzen...

Das Förderprogramm STÄRKEN vor Ort (SvO) geht dem Ende der Förderperiode entgegen. Rechnet man das Vorgängerprogramm "LOS - Lokales Kapital für Soziale Zwecke" mit ein, gab es im Kyffhäuserkreis sowie in der Stadt Sondershausen seit Oktober 2004 ca. 1,6 Millionen € Fördermittel in Vollfinanzierung für Initiativen, Vereine und Verbände, die sich mit durchschnittlich 35 Mikroprojekten pro Jahr (ca. 260 in der gesamten Laufzeit) für die (Wieder-)Eingliederung von Jugendlichen und Frauen in das Arbeitsleben eingesetzt haben. Eine tolle Bilanz! Das stellten nicht nur alle Redner fest, so Bastian Schneider von der zentralen Steuerstelle SvO, sondern auch Vizelandrat Georg Schäfer und Cornelia Kraffzick (beide SPD) die gleich in Doppelfunktion agierte, als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und als 1. Beigeordnete des Bürgermeisters Sondershausen, da ja ein Fördergebiet sehr eng mit der Stadt Sondershausen verbunden war.

Die Förderperiode von STÄRKEN vor Ort (2009 - 2011) läuft im Dezember aus. Aus diesem Grund hatten sich die Lokalen Koordinierungsstellen des Landkreises und der Stadt Sondershausen abgestimmt und organisierten eine gemeinsame Abschlussveranstaltung, um auf die Erfolge zurück zu blicken, die durch die LOS- und STÄRKEN vor Ort-Projekte erzielt wurden. Dabei muss man klar sagen, dass Positive ist überwältigend, auch wenn es den einen oder anderen Kritikpunkt gab.

Kein Wunder dass in dieser Runde viel Lob in Richtung Jugendamt (unter Leitung Sabine Bräunicke) ging, wo viel koordiniert wurde und natürlich auch an solche Träger wie Kreisjugendring, Stadtjugendring und FAU.

Nachfolgeprogramm erwünscht (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Nachfolgeprogramm erwünscht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wichtig bei SvO war, die Vollförderung. Viele kleinere Vereine hätten eine mögliche Mitfinanzierung überhaupt nicht realisieren können. Und eines ergab auch die Podiumsdiskussion mit Jana Hesse vom Ferienpark Feuerkuppe und René Most vom Stadtjugendring: Viele der Projekte haben eine nachhaltige Wirkung sowohl in ideeller Hinsicht, weil in den Köpfen etwas bewegt wurde, als auch in materieller Hinsicht weil Werte geschaffen wurden, für die es sich lohnt weiter zu machen, ob Kinosaal auf dem Straußberg, ob Borntalarena, eine bepflanzte Streuobstwiese oder eine Sozialkaufhaus in Roßleben. Ein gezeigter Film unterstrich das nachhaltig.

Bastian Schneider konnte die Gewissheit mit nach Hause nach Berlin nehmen, dass mit SvO im Kyffhäuserkreis einiges bewegt wurde. Auch sprach er den Verantwortlichen ein Lob aus, dass die Projekte vorbildlich umgesetzt wurden. Und die rein rhetorische Frage von Kraffzick, hatten wir zu viele Projekte? Die Antwort gab sie selbst und sagte, wir hätten noch mehr Projekte durchführen können. Unabhängig von der nun auslaufenden Förderung wird einiges weiterlaufen. So kündigte Kraffzick an, dass das Projekt Malen im Haus der Jugend Sondershausen auch über den Dezember hinaus fortgesetzt werden soll.


Auch wenn LOS- und STÄRKEN vor Ort-Projekte in den Fördergebieten ausläuft, solche Projekte wie 2. Chance und andere laufen noch. Schäfer betonte, es war sehr wichtig, dass es LOS und SoV gab. Bastian Schneider rechnet aber damit, dass es ab 2014 wieder Fördermöglichkeiten ala LOS geben wird.

Und auch das musste man positiv feststellen. Deutschland weit waren 70 Prozent der Teilnehmer Jugendlich bis 25 Jahre, zwei Drittel der Projekte wurde durch kleine Vereine realisiert und zwei Drittel der Projekt wendete sich an Migranten. Für den Kyffhäuserkreis sollten die Zahlen sicher nicht weit davon abweichen.

Zahlen der geförderten Projekte im Rahmen des Förderprogramms "STÄRKEN vor Ort"


Fördergebiet Landkreis (3 Jahre, 62 Projekte, 338.000€)

- 2009 17 Projekte mit einem Gesamtbudget von 80.000€
- 2010 22 Projekte mit einem Gesamtbudget von 129.000 €
- 2011 23 Projekte mit einem Gesamtbudget von 129.000€


Fördergebiet Stadt (hier insbesondere das Soziale Stadt- Fördergebiet Hasenholz/ Östertal und Wippertor) (3 Jahre, 43 Projekte, 252.000€)

- 2009 12 Projekte mit einem Gesamtbudget von 80.000€
- 2010 14 Projekte mit einem Gesamtbudget von 86.000 €
- 2011 17 Projekte mit einem Gesamtbudget von 86.000€

Viele der Projekte hatte kn in Wort und Bild vorgestellt. Eines wird kn heute noch vorstellen, weitere werden folgen.
Autor: khh

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