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Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit fraglich

Mittwoch, 30. November 2011, 16:06 Uhr
Gestern wurden im "Dorfkrug" Grüningen die Planungen zu Ortsumfahrung Greußen und im weiteren Zuge der Ausbau der B4 südlich von Westerengel durch die DEGES vorgestellt. Hierbei sollen 5,8 km als Ortsumfahrung neu und 3,3 km der B4 bis Westerengel ausgebaut werden. Dazu erreicht kn folgende Meinung...

Ziel der gesamten Baumaßnahme ist die Entlastung der Ortsdurchfahrten für den nord-südlichen Durchgangsverkehr in Greußen. Das vorgestellte Projekt wirft diesbezüglich aber viele Fragen und neue Probleme auf.

Der aus Richtung Wasserthaleben kommende Verkehr soll durch die Neustadt am Knotenpunkt Grüningen auf die B4 und im weiteren Verlauf über die Ortslage Grüningen auf die A71 weitergeleitet werden.
Hier muss man bedenken, dass damit sich das Verkehrsaufkommen in diesem Bereich erhöhen wird. Dies führt zwangsläufig aber auch zu erhöhten Gefahrenpotentialen.

Schon jetzt gibt es bereits, allein bedingt aufgrund der vorhandenen Wohnbebauung, in den fließenden Verkehr eingreifende Engstellen in der Neustadt. Dort ist schon jetzt nur eingeschränkt ein fließender Verkehr von Pkws im Begegnungsfall möglich. Bei einem Lkw ist dies nicht mehr möglich. Mit Zunahme des Verkehrsaufkommens - auch von Lkws - wird dies noch verstärkt und zu einer Verschiebung der Belastung bis hin zu möglichen stockendem Verkehr in der Ortslage.
Des Weiteren befindet sich in der Neustadt in Greußen die Grundschule. An der Straße befinden sich die Halstestellen. Auch die Betroffenen dieser Einrichtung werden dadurch erheblich stärker gefährdet.

Die schnellste Verbindung zur A 71 ist nach deren Fertigstellung nur über Sömmerda möglich. Damit wird der Verkehr in diese Richtung durch die gesamte Ortslage Grüningen rollen.
Dafür sind der Ausbauzustand, Straßenführung und Brückenbauwerke sowohl der Landes- als auch der Kreisstraße in diesem Abschnitt nicht ausgelegt. Für eine Änderung dieses Zustandes haben auch weder Land noch Kreis die finanziellen Mittel.
In Summe lehne ich daher die Errichtung des Knotenpunktes Grüningen ab.

Hier muss daher ebenfalls seitens der Bauherren und Planer erneut die Sinnhaftigkeit überdacht und geprüft werden. Im Ergebnis muss man auf diesen Knotenpunkt in der weiteren Planung verzichten. Er schafft nur neue verkehrstechnische Probleme und Konfliktpotentiale. Die wollte man aber lösen.
Maik Göllert
Anmerkung der Redaktion:
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Autor: khh

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