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Industrie zeigt Flagge

Mittwoch, 30. November 2011, 20:20 Uhr
Auch wenn der Chef der Nordhäuser Agentur für Arbeit, Karsten Froböse, noch nicht verkünden konnte, dass der Kyffhäuserkreis seine rote Laterne bei der Arbeitslosigkeit abgeben konnte, so hatte er heute zur Verkündung seiner Arbeitsmarktzahlen mit der
SONLUX Lighting GmbH & Co. KG Sondershausen einen positiven Standort gewählt.

Als professioneller Leuchtenhersteller bietet SONLUX jedem seiner Zielmärkte individuell abgestimmte Lichtlösungen. Man kann sagen, SONLUX ist Kompetenz in Licht. Damit kann der Kyffhäuserkreis auf innovative Arbeitsplätze verweisen. Das hatte sich schon gezeigt, als hier in diesem Jahr schon Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht vorbei schaute.

Industrie zeigt Flagge (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Industrie zeigt Flagge (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Karsten Froböse (li.) konnte auf atmen, denn wenn sich hier eine Bausstelle auftat, dann im positiven Sinne. Joachim Taron, Werkleiter Sondershausen (Foto) konnte darauf verweisen, dass bei SONLUX weiter expandiert wird. Dieses und nächstes Jahr will man rund 3,5 Millionen Euro in eine neue Werkhalle, einen Parkplatz und neue Maschinen stecken. So sollen z.B. Vakuum-Tiefziehmaschinen, Spritzmaschinen und weitere Werkzeuge angeschafft werden.

Seit Jahresbeginn hat man bei SONLUX um sechs Prozent die Arbeitskräftezahl auf 124 erhöht. Das geschah im wesentlichen durch die Ausbildung von Arbeitskräften. Und die Zukunft von SONLUX ist gesichert, so Taron. Geschäftsführer Dr. Ing. Alexander Zimmermann hat ein klares Bekenntnis zum Standort Sondershausen abgegeben. Das Unternehmen entwickelt sich sehr positiv.

Das spiegelt sich auch in den Zielen wider. So sollen 2012 weitere Stellenerweiterungen vorgenommen werden. So sollen zwei Verfahrensmechatroniker, zwei Lagerlogistiker und ein Industriekaufmann ausgebildet werden. Das seien realistische Ziele. Bei den Verfahrensmechatronikern könnten wir die Zahl sogar auf Vier erhöhen. Krux an der ganzen Sache ist allerdings: Die entsprechenden Bewerber fehlen!
Wir haben, so Taron schon alles möglich versucht. Selbst in Foren haben wir geeignete Auszubildende gesucht. Dabei stellen wir nicht mal übermäßigen Ansprüche, so Taron, Es müssen nicht mal Gymnasiasten sein. Auch ein Realschulschluss reicht, wenn der Bewerber zeigen kann, dass er geeignet ist.

Industrie zeigt Flagge (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Industrie zeigt Flagge (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Und langfristige Perspektiven gibt es bei SONLUX, wie Joachim Taron versicherte. Er hatte gleich drei "Beispiele" mit gebracht, die sich von einem Auszubildenden zu leitenden Mitarbeitern entwickelt haben.

Aber auch Probleme zeigte Taron auf. Arbeitskräftegewinnung ist in der Zeit des demografischen Wandels nicht leicht, wenn man qualifizierte Mitarbeiter braucht. So konnte Taron einen jungen Mann überzeugen aus den westlichen Bundesländern nach Sondershausen zu holen. Allein die Beschaffung angemessenen Wohnraums erwies sich als eine unüberwindbare Hürde, selbst unter Einbeziehung von Erfurt und Nordhausen. Der junge Mann wollte keine Luxuswohnung, aber er wollte, wenn er seine Heimat verlässt, auch nicht gerade in einen Plattenbau ziehen! Hier ergeben sich für die Politiker Aufgaben, wie auch die weichen Wirtschaftsfaktoren greifen müssen. Der Lohn allein macht es nicht!

Industrie zeigt Flagge (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Industrie zeigt Flagge (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Karsten Froböse und Joachim Taron riefen heute junge Leute dazu auf, sich auch mal mehr mit so einem Beruf wie dem Mechatroniker vertraut zu machen. Im Kyffhäuserkreis, so die Zahlen der Arbeitsagentur zeigen, es gab eine Steigerung der Arbeitskräftenachfrage um 117 Prozent in den Fachgebieten Mechatronik, sowie bei Energie- und Elektroberufen.

Karriere in Unternehmen des Kyffhäuserkreises ist möglich. Das zeigt nicht nur das Beispiel SONLUX. Laut Froböse lag die Arbeitslosenquote (2009) für Verfahrensmechaniker und Kunststoffverarbeiter bei nur 4,7 Prozent. Der Beschäftigungszuwachs der letzten 10 Jahre lag für Nordthüringen hier bei 64 Prozent.
Die Arbeitskräftenachfrage im Kyffhäuserkreis sei gestiegen. Gute Chancen, so Froböse gäbe es in Verkehr und Logistik, sowie in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.
Autor: khh

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