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Thüringen startet Tourismus-Wettbewerb

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 15:01 Uhr
In Erfurt ist heute die Tourismus-Bilanz des Freistaates präsentiert worden. Daraus geht hervor, dass Weimar und Jena an der Spitze bei Übernachtungen darstellen. Mehr Qualität soll mit einem neuen Wettbewerb in den Regionen gebracht werden. Auch in den Südharz...


„Der Tourismus in Thüringen braucht eine Qualitätssteigerung“, sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) heute in Erfurt. Über einen neuen Wettbewerb, der sich gezielt an die Regionen und Orte richtet und zum 1. Januar 2012 startet, sollen Qualität, Service und Angebote in der Tourismusbranche verbessert werden. Der Minister zog heute gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH, Bärbel Grönegres, Bilanz für das Tourismusjahr 2011 und gab einen Ausblick auf Schwerpunkte und Neuerungen im kommenden Jahr.

Zu diesen Neuerungen zählt neben dem Tourismus-Wettbewerb auch das „Thüringenjahr“, das alle touristisch interessanten Veranstaltungen in Thüringen bündelt und gemeinsam vermarktet. „Angebotsvielfalt darf nicht zum Angebotswirrwarr werden“, so der Minister. Thüringen brauche Vermarktung aus einem Guss: „Zu wenige Menschen außerhalb der Landesgrenzen kennen die touristischen Attraktionen des Freistaats.“

Der neue Tourismus-Wettbewerb startet zum 1. Januar 2012: Er soll Thüringen als Tourismusstandort stärken und Regionen und Orten einen Anreiz geben, die Qualität, den Service, die Angebote und die Kooperation zu verbessern. Bis zu 1 Million Euro stehen dabei zur Verfügung, die der Gewinner – eine Thüringer Region oder Kommune – im Laufe von drei Jahren in ihre touristische Infrastruktur und das Marketing investieren kann. „Der Thüringer Tourismus braucht einen Qualitätssprung, um in den kommenden Jahren wettbewerbsfähiger zu werden“, sagte Machnig.

Eine weitere Neuerung ab dem kommenden Jahr ist das „Thüringenjahr“. Ab 2012 werden unter diesem Begriff alle Veranstaltungen, die in einem Jahr in Thüringen stattfinden, zusammengefasst und gemeinsam beworben. „Das ‚Thüringenjahr’ stärkt den Auftritt des Freistaates“, so der Minister. Zusammengefasst werden alle Veranstaltungen: vom Biathlon-Weltcup in Oberhof (Januar) über die Thüringer Bachwochen (April) und die Domstufen-Festspiele (Juli) bis zu den Weihnachstmärkten (Dezember).

Bei der heutigen Bilanz für das Tourismusjahr 2011 konnte ein leichtes Plus bei den Gästeankünften konstatiert werden: Rund 2,7 Millionen Ankünfte konnte Thüringen zwischen Januar und September 2011 verzeichnen - ein Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Etwa 7,3 Millionen Übernachtungen wurden im gleichen Zeitraum gezählt – ein Plus von 0,5 Prozent. An der Spitze lagen Weimar mit 484.ooo Übernachtungen (+ 5,8 Prozent) und Jena mit 234.000 Übernachtungen (+ 6,6 Prozent).

„Dass die Gästezahlen im Thüringer Tourismus bereits im fünften Jahr in Folge gestiegen sind, zeigt, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind“, sagte TTG-Chefin Grönegres. „Mit der neuen Landestourismuskonzeption sollte es uns gelingen, die Kräfte im Land noch stärker zu bündeln und durch einen gemeinsamen Außenauftritt Thüringen noch bekannter zu machen.“

Insgesamt sei ein Qualitäts-, Angebots- und Investitionsschub im Thüringen-Tourismus notwendig, so Machnig. „Wir müssen als Reiseziel attraktiver und wettbewerbsfähiger werden.“ Den Weg dazu zeigt die „Landestourismuskonzeption 2015“ auf, die der Wirtschaftsminister im vergangenen Jahr vorgestellt hatte und die in den Bereichen Qualität, Marketing, Kooperation und Angebote konkrete Vorschläge macht.

Eine positive Bilanz zog der Minister auch bei der Modernisierung Oberhofs, die unter der Koordinierung des Wirtschaftsministeriums im letzten Jahr einen entscheidenden Schritt weitergekommen sei. Machnig verwies auf die Rennsteig-Therme, mit deren Umbau Anfang Dezember begonnen wurde. Und auch die anderen Baumaßnahmen sind auf einem guten Weg. „Oberhof braucht diesen Modernisierungsschub, um als weltbekanntes Wintersport- und Tourismuszentrum wieder attraktiver und wettbewerbsfähiger zu werden“, so der Minister.
Autor: nnz

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