Zwei Euro für den schiefen Turm
Freitag, 23. Dezember 2011, 00:02 Uhr
Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc musste gleich zwei mal einen Euro löhnen, um in den Besitz des schiefen Turms der Oberkirche Bad Frankenhausen zu kommen, aber auch eine Passage aus dem Notariat brachte den Bürgermeister ins Grübeln....
Im Beisein von Notarin Dr. Friederike Klepsch (Artern) hatte der Vizepräsident der Landeskirche Oberkirchenrat Stefan Große war heute morgen nicht nur der Vertrag über die Übernahme der Oberkirche beglaubigt worden, sondern auch der ausgemachte Euro übergeben worden, kn hatte in Wort und Bild berichtet.
Am Nachmittag fand dann die symbolische Übergabe des Schlüssels von der Kirchgemeinde an die Stadtbad Frankenhausen und den Förderverein der Oberkirche statt. Da die zahlreichen erschienen Medienvertreter etwas vor die Linse bekamen, griff man zu Trick 17b. Peter Zimmer brachte mal schnell den großen Schlüssel von der Unterkirche mit und Bürgermeister Strejc einen überdimensionalen Euro, damit der Tauch besser sichtbar wurde. Und schon war der Bürgermeister seinen zweiten Euro los. Wohlwollend schauten Pfarrerin Magdalena Seifert und die Vorsitzende des Fördervereins, Bärbel Köllen, zu, wie der Bürgermeister zum zweiten Mal an diesem Tag seinen Euro los wurde. Da es doch einen gewissen historischen und symbolischen Wert hat, wurde dieser Akt natürlich gleich per Video dokumentiert.
Schlüsselübergabe
In einer kurzen Rede verwies Strejc nochmals über den Verlauf der Übernahme des Turm und dem wichtigen Stadtratbeschluss. Dauerhaft ist mit dem Stadtratsbeschluss der Turm dennoch nicht gesichert. Die Kommune wird erste Stabilisierungsmaßnahmen Anfang 2012 durchführen. Dafür stellte der Stadtrat rund 50.000 Euro zur Verfügung. Die gleiche Summe wird der
Förderverein beisteuern. Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, dann hat die Stadt Bad Frankenhausen Zeit, bis zum Jahr 2014 die gesamte Stabilisierungsmaßnahme mit den zwei großen Stützpfeilern umzusetzen. Eine der drei ersten Maßnahmen wird sein, die Delle im Turm zu beseitigen und den defekten Ringanker zu erneuern.
Mit einem Liederprogramm gab der Frankenhisser Frauenchor einen wunder vollen musikalischen Rahmen ab. Für kn fand man sich vorab zum Fototermin mit dem Bürgermeister ein.
Die notwendigen Mehrkosten von insgesamt 800.000 will die Stadt mit Hilfe u.a. von Bundesmitteln, Stiftungsmitteln und Spenden zusammen bekommen. Sollte die Stadt dieses Ziel nicht erreichen, dann muss die Stadt 2014 den schiefen
Turm abreißen. Aber dazu werden wir es nicht kommen lassen. Wir haben nun die nötige Zeit, intensiv und in aller Ruhe finanzielle Mittel einzuwerben, damit das Wahrzeichen und ein ganz besonderer touristischer Höhepunkt dauerhaft erhalten bleibt",so Matthias Strejc.
Und die Chance stehen nicht schlecht, denn es liegen bereits rund 250.000 Euro an Spendenzusagen und Mittel der Stadt vor. Dazu kommen die 150.000 Euro von der evangelischen Kirche und die 50.000 Euro Zusage einer Stiftung, so dass bereits rund 450.000 Euro zusammen sind.
Trotz nicht gerade schönstem Wetter hatten sich neben den vielen Medien Vertretern auch zahlreich Besucher eingefunden. Und der Wettergott muss ein Fan des Turms sein, denn erst nach der feierlichen Übergabe ließ er es wieder tröpfeln.
Und was hatte den Bürgermeister bei der Notarin so erschrocken. Zum Zustand des Turmes war im Vertrag geschrieben worden, "Objekt wie es steht und liegt." Nun ja, dass mit dem Liegen wollen wir mal schnell vergessen, so der Bürgermeister mit einem Schmunzeln. Ein liegender schiefer Turm wäre in der Tat fatal.
Autor: khhIm Beisein von Notarin Dr. Friederike Klepsch (Artern) hatte der Vizepräsident der Landeskirche Oberkirchenrat Stefan Große war heute morgen nicht nur der Vertrag über die Übernahme der Oberkirche beglaubigt worden, sondern auch der ausgemachte Euro übergeben worden, kn hatte in Wort und Bild berichtet.
Am Nachmittag fand dann die symbolische Übergabe des Schlüssels von der Kirchgemeinde an die Stadtbad Frankenhausen und den Förderverein der Oberkirche statt. Da die zahlreichen erschienen Medienvertreter etwas vor die Linse bekamen, griff man zu Trick 17b. Peter Zimmer brachte mal schnell den großen Schlüssel von der Unterkirche mit und Bürgermeister Strejc einen überdimensionalen Euro, damit der Tauch besser sichtbar wurde. Und schon war der Bürgermeister seinen zweiten Euro los. Wohlwollend schauten Pfarrerin Magdalena Seifert und die Vorsitzende des Fördervereins, Bärbel Köllen, zu, wie der Bürgermeister zum zweiten Mal an diesem Tag seinen Euro los wurde. Da es doch einen gewissen historischen und symbolischen Wert hat, wurde dieser Akt natürlich gleich per Video dokumentiert.
Schlüsselübergabe
In einer kurzen Rede verwies Strejc nochmals über den Verlauf der Übernahme des Turm und dem wichtigen Stadtratbeschluss. Dauerhaft ist mit dem Stadtratsbeschluss der Turm dennoch nicht gesichert. Die Kommune wird erste Stabilisierungsmaßnahmen Anfang 2012 durchführen. Dafür stellte der Stadtrat rund 50.000 Euro zur Verfügung. Die gleiche Summe wird der
Förderverein beisteuern. Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, dann hat die Stadt Bad Frankenhausen Zeit, bis zum Jahr 2014 die gesamte Stabilisierungsmaßnahme mit den zwei großen Stützpfeilern umzusetzen. Eine der drei ersten Maßnahmen wird sein, die Delle im Turm zu beseitigen und den defekten Ringanker zu erneuern.
Mit einem Liederprogramm gab der Frankenhisser Frauenchor einen wunder vollen musikalischen Rahmen ab. Für kn fand man sich vorab zum Fototermin mit dem Bürgermeister ein.
Die notwendigen Mehrkosten von insgesamt 800.000 will die Stadt mit Hilfe u.a. von Bundesmitteln, Stiftungsmitteln und Spenden zusammen bekommen. Sollte die Stadt dieses Ziel nicht erreichen, dann muss die Stadt 2014 den schiefen
Turm abreißen. Aber dazu werden wir es nicht kommen lassen. Wir haben nun die nötige Zeit, intensiv und in aller Ruhe finanzielle Mittel einzuwerben, damit das Wahrzeichen und ein ganz besonderer touristischer Höhepunkt dauerhaft erhalten bleibt",so Matthias Strejc.
Und die Chance stehen nicht schlecht, denn es liegen bereits rund 250.000 Euro an Spendenzusagen und Mittel der Stadt vor. Dazu kommen die 150.000 Euro von der evangelischen Kirche und die 50.000 Euro Zusage einer Stiftung, so dass bereits rund 450.000 Euro zusammen sind.
Trotz nicht gerade schönstem Wetter hatten sich neben den vielen Medien Vertretern auch zahlreich Besucher eingefunden. Und der Wettergott muss ein Fan des Turms sein, denn erst nach der feierlichen Übergabe ließ er es wieder tröpfeln.
Und was hatte den Bürgermeister bei der Notarin so erschrocken. Zum Zustand des Turmes war im Vertrag geschrieben worden, "Objekt wie es steht und liegt." Nun ja, dass mit dem Liegen wollen wir mal schnell vergessen, so der Bürgermeister mit einem Schmunzeln. Ein liegender schiefer Turm wäre in der Tat fatal.




















