Erster Herausforderer steht
Dienstag, 10. Januar 2012, 20:33 Uhr
In einer Vertreterversammlung kamen heute die Linken Kyffhäuserkreis zusammen, um über einen Kandidaten für die Wahl des Landrates Kyffhäuserkreis zu entscheiden...
Am Abend waren 38 Genossinnen und Genossen der Partei Die Linke im Versammlungsraum der Feuerwehr Sondershausen-Mitte zusammengekommen, um ihren Kandidaten für die Landratswahl am 22. April festzulegen.
Zuvor war in den entsprechenden Parteigremien nach langer Diskussion entschieden worden, dass man mit einem eigenen Kandidaten in die Wahl gehen will. Wir können unsere Wähler nicht zur Wahl schicken, um vielleicht nur den bisherigen Landrat als Alternative zu haben, so der einzige Kandidat der vom Parteivorstand vorgeschlagen worden war: Torsten Blümel. Auch aus der Vertreterversammlung heraus kam kein weiterer Vorschlag. Erklärtes Ziel sei es erstmal, so Torsten Blümel, den Kandidaten der CDU und bisherigen Landrat, Peter Hengstermann, in eine Stichwahl zu zwingen, was die letzten 20 Jahre nicht der Fall gewesen war. Interessant dabei, dass Torsten Blümel verriet, dass er gehört habe, auch Babette Pfefferlein (Bündnis90 / Die Grünen) würde sich der Landratswahl stellen.
Als wichtigste Themen des Wahlkampfes nannte er:
1. Die Frage der Schulschließungen. Bei uns ist jetzt Schluss mit Schließungen, so Blümel. Die Kinder sollen in der Schule sitzen und nicht im Bus. Blümel kritisierte Landrat Hengstermann, dass er die Schulnetzplanung bis nach den Wahltermin verschiebe.
Blümel kritisierte, dass versucht werden soll, die Klassen 11 und 12 auf das Gymnasium Sondershausen zu schicken. Wegen der Lage von Greußen kämen viele Schüler auch aus den Nachbarkreisen Sömmerda, Unstrut-Hainich und sogar Gotha. Wenn dann die Eltern dieser Gebiete mitbekommen, dass sie ihre Kinder später sogar bis Sondershausen zum Gymnasium müssen, dann melden sie die Schüler nicht mehr in Greußen an und der ganze Gymnasiumsstandort Greußen wird gefährdet!
2. Bei der Kreisumlage müsse mehr auf sparsame Haushaltsführung Wert gelegt werden. Die Kommunen sind das Grundgerüst des Kreises und dürfen nicht unnötig belastet werden.
3. Es müsse mehr in Soziales investiert werden als in Prestigeobjekte. Als Beispiel nannte er die Streichungen bei Kinderspeisung und Schülerbeförderung, aber ein BIC Nordthüringen werde immer noch unterstützt.
4. Bei der Wirtschaftsförderung setzt er unbedingt auf die Industriegroßfläche Artern. Ansiedungen großer Firmen dort, könnte weitere Aufträge für die Region nach sich ziehen.
5. Hinsichtlich der Kultur sage er, hier müssen wir weiter Geld zu schießen und nannte in diesem Zusammenhang das Lohorchester. Wir müssen aber auch an die kleinen Vereine denken, wie Schalmeieinkapellen, die wertvolle Jugendarbeit leisten.
In der Diskussion nach dem öffentlichen Nahverkehr befragt sagte er, hier müssen wir Verkehrsexperten heranziehen. Ein Patentrezept habe er nicht. Kersten Steinke ergänzte das Wahlprogramm darin, dass man als Landkreis bei Auftragsvergaben nur an Firmen vergebe, die Mindestlöhne bezahlen.
Kein Thema beim Wahlprogramm war die Frage der Gebiets- und Strukturreformen. Am Abend hatte im MDR erst wieder ein Landtagsmitglied von den Linken eine Forderung dazu aufgestellt.
Von den 38 Wahlberechtigten am heutigen Abend sprach sich alle für Torsten Blümel aus. Das ist ja wie zu DDR-Zeiten, musste er dabei selbst schmunzeln.
Torsten Blümel ist in der Kreispolitik kein Unbekannter. Er ist Fraktionsführer der Linken im Kreistag und als Wahlkreismitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Kersten Steinke auch mit der "großen Politik" vertraut. Kersten Steinke war es auch, die Torsten Blümel als erste zu seiner Wahl gratulierte.
Mit der Wahl für Parteigremien wurde die Versammlung fortgesetzt.
Autor: khhAm Abend waren 38 Genossinnen und Genossen der Partei Die Linke im Versammlungsraum der Feuerwehr Sondershausen-Mitte zusammengekommen, um ihren Kandidaten für die Landratswahl am 22. April festzulegen.
Zuvor war in den entsprechenden Parteigremien nach langer Diskussion entschieden worden, dass man mit einem eigenen Kandidaten in die Wahl gehen will. Wir können unsere Wähler nicht zur Wahl schicken, um vielleicht nur den bisherigen Landrat als Alternative zu haben, so der einzige Kandidat der vom Parteivorstand vorgeschlagen worden war: Torsten Blümel. Auch aus der Vertreterversammlung heraus kam kein weiterer Vorschlag. Erklärtes Ziel sei es erstmal, so Torsten Blümel, den Kandidaten der CDU und bisherigen Landrat, Peter Hengstermann, in eine Stichwahl zu zwingen, was die letzten 20 Jahre nicht der Fall gewesen war. Interessant dabei, dass Torsten Blümel verriet, dass er gehört habe, auch Babette Pfefferlein (Bündnis90 / Die Grünen) würde sich der Landratswahl stellen.
Als wichtigste Themen des Wahlkampfes nannte er:
1. Die Frage der Schulschließungen. Bei uns ist jetzt Schluss mit Schließungen, so Blümel. Die Kinder sollen in der Schule sitzen und nicht im Bus. Blümel kritisierte Landrat Hengstermann, dass er die Schulnetzplanung bis nach den Wahltermin verschiebe.
Blümel kritisierte, dass versucht werden soll, die Klassen 11 und 12 auf das Gymnasium Sondershausen zu schicken. Wegen der Lage von Greußen kämen viele Schüler auch aus den Nachbarkreisen Sömmerda, Unstrut-Hainich und sogar Gotha. Wenn dann die Eltern dieser Gebiete mitbekommen, dass sie ihre Kinder später sogar bis Sondershausen zum Gymnasium müssen, dann melden sie die Schüler nicht mehr in Greußen an und der ganze Gymnasiumsstandort Greußen wird gefährdet!
2. Bei der Kreisumlage müsse mehr auf sparsame Haushaltsführung Wert gelegt werden. Die Kommunen sind das Grundgerüst des Kreises und dürfen nicht unnötig belastet werden.
3. Es müsse mehr in Soziales investiert werden als in Prestigeobjekte. Als Beispiel nannte er die Streichungen bei Kinderspeisung und Schülerbeförderung, aber ein BIC Nordthüringen werde immer noch unterstützt.
4. Bei der Wirtschaftsförderung setzt er unbedingt auf die Industriegroßfläche Artern. Ansiedungen großer Firmen dort, könnte weitere Aufträge für die Region nach sich ziehen.
5. Hinsichtlich der Kultur sage er, hier müssen wir weiter Geld zu schießen und nannte in diesem Zusammenhang das Lohorchester. Wir müssen aber auch an die kleinen Vereine denken, wie Schalmeieinkapellen, die wertvolle Jugendarbeit leisten.
In der Diskussion nach dem öffentlichen Nahverkehr befragt sagte er, hier müssen wir Verkehrsexperten heranziehen. Ein Patentrezept habe er nicht. Kersten Steinke ergänzte das Wahlprogramm darin, dass man als Landkreis bei Auftragsvergaben nur an Firmen vergebe, die Mindestlöhne bezahlen.
Kein Thema beim Wahlprogramm war die Frage der Gebiets- und Strukturreformen. Am Abend hatte im MDR erst wieder ein Landtagsmitglied von den Linken eine Forderung dazu aufgestellt.
Von den 38 Wahlberechtigten am heutigen Abend sprach sich alle für Torsten Blümel aus. Das ist ja wie zu DDR-Zeiten, musste er dabei selbst schmunzeln.
Torsten Blümel ist in der Kreispolitik kein Unbekannter. Er ist Fraktionsführer der Linken im Kreistag und als Wahlkreismitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Kersten Steinke auch mit der "großen Politik" vertraut. Kersten Steinke war es auch, die Torsten Blümel als erste zu seiner Wahl gratulierte.
Mit der Wahl für Parteigremien wurde die Versammlung fortgesetzt.





