GeoLift in der Schwebe?
Donnerstag, 09. Februar 2012, 14:05 Uhr
Offensichtlich scheint es Probleme am Kyffhäuser zu geben. Landrat um Klärung bemüht. Dazu erreichte kn folgende Stellungnahme aus dem Landratsamt Kyffhäuserkreis.
Stolz war die Region, als 2009 die GeoUnion aus Berlin dem Raum um das Kyffhäusergebirge das Prädikat "Nationaler GeoPark Kyffhäuser" verlieh. Neben vielen Geo-Pfaden und GeoBlicken entstand auch die Idee, am Kyffhäuserdenkmal eine Liftanlage durch den Felsen zu legen, die den Denkmalbereich mit dem Burghof verbinden soll. Ein solcher GeoLift, da sind sich die Touristiker in der Region sicher, stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar und verbindet geologisches Themen des Naturraumes mit tourismuswirtschaftlichen Zielen. Immerhin kämen mehrere zehntausend Besucher jährlich zusätzlich, so zumindest die überzeugende Einschätzung der Fachleute. Grund genug für den Landkreis das Projekt in die Wachstumsinitiative Kyffhäuser aufzunehmen und sich im Thüringer Wirtschaftsministerium nach Fördermöglichkeiten zu erkundigen.
Noch vor wenigen Monaten [Mai 2011] hatte die Thüringer Aufbaubank in Abstimmung mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium die Förderfähigkeit des Projektes bestätigt und den Kyffhäuserkreis aufgefordert, einen qualifizierten Förderantrag einzureichen. Daraufhin veranlasste Landrat Peter Hengstermann (CDU), die Planungen zügig voranzutreiben. Mit Unterstützung der Landesentwicklungsgesellschaft und des Tourismusverbandes Kyffhäuser wurde der Förderantrag fertig gestellt und mit allen erforderlichen Unterlagen im September bei der Thüringer Aufbaubank ein-gereicht. Kosten in Höhe von knapp 2 Mio. € hatten die Fachleute ermittelt und der Landkreis eine Förderung in Höhe rund 1,8 Mio. € beantragt.
Auf die Bewilligung der Fördermittel wartet der Landkreis indes bis heute vergebens. Zwar ließ die Nachfrage von Landrat Hengstermann in der Interministeriellen Arbeitsgruppe, die sich im November 2011 mit der Wachstumsinitiative Kyffhäuser befasst, eine kurzfristige Bewilligung erwarten. Aber diese Erwartungen waren wohl zu optimistisch. Jetzt hat sich Landrat Hengstermann persönlich an Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) gewandt. "Der Raum um den Kyffhäuser hat ein erhebliches touristisches Potenzial und die Errichtung des GeoLiftes ist ein Meilenstein, um dieses Potenzial erschließen zu können", so Hengstermann. Immerhin benötige die Region dringend auch tourismuswirtschaftliche Impulse, um die langsam einsetzende strukturelle Belebung stabilisieren zu können.
Jüngst war die Vermutung geäußert worden, dass wegen des erheblichen Fördermittelbedarfs für den Umbau der Stadien in Erfurt und Jena die Förderung kleinere Tourismusprojekte auf der Strecke bleiben werde. Einen solchen Zusammenhang zur ausstehenden Förderung des GeoLiftes schließt Landrat Hengstermann aus. "In vielen Gesprächen hat sich Minister Machnig stets offen für die strukturellen Probleme des Kyffhäuserkreises gezeigt. Das GeoLift-Projekt ist - offenkundig anders als die Stadienprojekte in Erfurt und Jena - bewilligungsreif aufbereitet. Ich gehe davon aus, dass Minister Machnig eine wohlwollende Prüfung vornehmen wird", gibt Hengstermann seiner Erwartung Ausdruck, dass nunmehr kurzfristig über den Förderantrag entschieden wird.
Autor: khhStolz war die Region, als 2009 die GeoUnion aus Berlin dem Raum um das Kyffhäusergebirge das Prädikat "Nationaler GeoPark Kyffhäuser" verlieh. Neben vielen Geo-Pfaden und GeoBlicken entstand auch die Idee, am Kyffhäuserdenkmal eine Liftanlage durch den Felsen zu legen, die den Denkmalbereich mit dem Burghof verbinden soll. Ein solcher GeoLift, da sind sich die Touristiker in der Region sicher, stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar und verbindet geologisches Themen des Naturraumes mit tourismuswirtschaftlichen Zielen. Immerhin kämen mehrere zehntausend Besucher jährlich zusätzlich, so zumindest die überzeugende Einschätzung der Fachleute. Grund genug für den Landkreis das Projekt in die Wachstumsinitiative Kyffhäuser aufzunehmen und sich im Thüringer Wirtschaftsministerium nach Fördermöglichkeiten zu erkundigen.
Noch vor wenigen Monaten [Mai 2011] hatte die Thüringer Aufbaubank in Abstimmung mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium die Förderfähigkeit des Projektes bestätigt und den Kyffhäuserkreis aufgefordert, einen qualifizierten Förderantrag einzureichen. Daraufhin veranlasste Landrat Peter Hengstermann (CDU), die Planungen zügig voranzutreiben. Mit Unterstützung der Landesentwicklungsgesellschaft und des Tourismusverbandes Kyffhäuser wurde der Förderantrag fertig gestellt und mit allen erforderlichen Unterlagen im September bei der Thüringer Aufbaubank ein-gereicht. Kosten in Höhe von knapp 2 Mio. € hatten die Fachleute ermittelt und der Landkreis eine Förderung in Höhe rund 1,8 Mio. € beantragt.
Auf die Bewilligung der Fördermittel wartet der Landkreis indes bis heute vergebens. Zwar ließ die Nachfrage von Landrat Hengstermann in der Interministeriellen Arbeitsgruppe, die sich im November 2011 mit der Wachstumsinitiative Kyffhäuser befasst, eine kurzfristige Bewilligung erwarten. Aber diese Erwartungen waren wohl zu optimistisch. Jetzt hat sich Landrat Hengstermann persönlich an Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) gewandt. "Der Raum um den Kyffhäuser hat ein erhebliches touristisches Potenzial und die Errichtung des GeoLiftes ist ein Meilenstein, um dieses Potenzial erschließen zu können", so Hengstermann. Immerhin benötige die Region dringend auch tourismuswirtschaftliche Impulse, um die langsam einsetzende strukturelle Belebung stabilisieren zu können.
Jüngst war die Vermutung geäußert worden, dass wegen des erheblichen Fördermittelbedarfs für den Umbau der Stadien in Erfurt und Jena die Förderung kleinere Tourismusprojekte auf der Strecke bleiben werde. Einen solchen Zusammenhang zur ausstehenden Förderung des GeoLiftes schließt Landrat Hengstermann aus. "In vielen Gesprächen hat sich Minister Machnig stets offen für die strukturellen Probleme des Kyffhäuserkreises gezeigt. Das GeoLift-Projekt ist - offenkundig anders als die Stadienprojekte in Erfurt und Jena - bewilligungsreif aufbereitet. Ich gehe davon aus, dass Minister Machnig eine wohlwollende Prüfung vornehmen wird", gibt Hengstermann seiner Erwartung Ausdruck, dass nunmehr kurzfristig über den Förderantrag entschieden wird.
