Bildung für Kyffhäuserkreis zukunftsentscheidend
Freitag, 24. Februar 2012, 16:29 Uhr
Diese Aussage trafen die damals bekannten Landratskandidaten bei zwei Podiumsdiskussionen. Eine Einschätzung der Podiumsdiskussionen zur Zukunft der Bildung im Landkreis aus Sicht der Veranstalter (Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis) gibt es hier...
In den letzten Tagen fanden in Roßleben und Sondershausen zwei Podiumsdiskussionen mit dem Titel Wohin mit der Bildung im Landkreis? Anregungen aus Politik und Wissenschaft statt. Aus Sicht des vom Landratsamt getragenen Bundesprojekts Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis als Organisator der Gesprächsrunden waren beide Debatten aus vielerlei Hinsicht ein Erfolg. Alle Kandidaten des Kyffhäuserkreises für die Landrats-Wahl am 22. April 2012 waren bei den öffentlichen Veranstaltungen als Diskussionsteilnehmer erschienen und lieferten sich auf den Podien sachliche, aber dennoch spannende Diskussionen. Amtsinhaber Peter Hengstermann (CDU) konnte leider aus persönlichen Gründen nicht an der Diskussion in Roßleben teilnehmen. Peter Hengstermann, Antje Hochwind (SPD), Torsten Blümel (Linke), Babette Pfefferlein (Grüne) und Mario Merten (parteilos) fügten ihrem Wahlkampf mit dem Thema Bildung eine neue Facette hinzu. Einmütig bekannten sich alle Politiker zum hohen Stellenwert, den sie Bildung für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises beimessen. Moderator Kai Mudra, Redakteur im Thüringen-Ressort der Zeitung Thüringer Allgemeine, führte souverän durch beide Abende und entlockte den Kandidaten viele interessante Details.
Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis betrachtet es als Schritt in die richtige Richtung, wenn Bildung verstärkt zum Thema in Büros, auf den Straßen und auf der kommunalpolitischen Bühne wird. Mit den Podiumsdiskussionen ist es dem Projekt gelungen, einen regionalen bildungspolitischen Diskurs anzuschieben und Bildung nachhaltig auf der Agenda des Kreises zu platzieren. Während verschiedene Landkreise und Großstädte außerhalb Thüringens sich bereits als Bildungsregionen anpreisen und konzertierte Anstrengungen zur verbesserten Steuerung des Bildungssektors unternehmen, sind solcherlei Projekte im Freistaat bislang Neuland. Der Kyffhäuserkreis steht ebenfalls vor der Wahl, Bildung zu seinem Markenzeichen zu machen. Unter anderem durch ein hochwertiges Bildungsangebot, so der Tenor der Podiumsdiskussionen, können Fachkräfte, Jugendliche und Akademiker in der Region gehalten und Abwanderung gestoppt werden. Dabei sei es notwendig, sich seiner Stärken bewusst zu werden und Aktivitäten im Bildungsbereich zu bündeln, wie alle politischen Kontrahenten betonten. Die Kreismusikschule wurde mehrfach für gelungene Bildungsaktivitäten des Kreises ins Feld geführt, die Landratskandidaten sprachen sich übereinstimmend für ihre Erhaltung aus.
Die Politiker befürworteten zudem einhellig die Entwicklung eines Kommunalen Bildungsmanagements durch Lernen vor Ort, mit dessen Hilfe es der Kreispolitik und in der Region tätigen Bildungsakteuren gelingen soll, Bildungsaktivitäten zu steuern. Die Landratskandidaten wollten sich zwar über die genaue Ausgestaltung des Kommunalen Bildungsmanagements nicht festlegen, gaben jedoch an, dass das Themengebiet Bildung mittelfristig in der Kreisverwaltung angesiedelt werden müsse. Im Rahmen dessen wurde die bisherige Arbeit des Projekts gewürdigt und sein Stellenwert als Impulsgeber für den kommunalen Bildungssektor hervorgehoben. Mit dem ersten Bildungsbericht für den Kyffhäuserkreis, der vom Projekt Ende 2011 veröffentlicht wurde, und anderen Innovationen habe man den Grundstein für eine neue Form bildungspolitischen Engagements der Kreispolitik und -verwaltung gelegt.
In den Fragerunden mit dem Publikum wurde deutlich, dass den Einheimischen insbesondere die Themen Schulen, Schulstandorte und Schulfinanzierung unter den Nägeln brennen. Auf beiden Veranstaltungen, bei denen rund 70 Gäste anwesend waren, bildeten diese Herausforderungen die Schwerpunkte aller Fragen. Die Evakuierung der Sondershäuser Franzbergschule aufgrund baulicher Mängel, die Verringerung dualer Ausbildungsgänge an den beiden Berufsschulen im Kreis seit dem Schuljahr 2011/12 und lange Fahrtwege von Schülern zu den jeweiligen Bildungseinrichtungen animierten die Anwesenden zu zahlreichen Nachfragen. Die Kandidaten verwiesen in ihren Erwiderungen auf leere öffentliche Kassen und stark zurückgehende Schülerzahlen. Übereinstimmend forderten die fünf Podiumsteilnehmer eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen durch Bund und Land Thüringen, um zumindest grundlegende Standards im Bildungsbereich einhalten zu können. Für visionäre Wünsche lasse die Haushaltslage ohnehin wenig Spielraum, war man sich einig.
Beide Podiumsdiskussionen erlaubten allen Beteiligten einen guten Überblick über den heutigen und zukünftigen Stellenwert von Bildung im Kyffhäuserkreis. Die Anregungen der Bürger werden ebenso in die Arbeit des Projektteams einfließen wie weitere, auf der Veranstaltung dargelegte Ideen verschiedener Entscheidungsträger. Lernen vor Ort hat Bildung dorthin getragen, wo sie hingehört – in die Städte, unter die Leute.
Lernen vor Ort bedankt sich bei den Landratskandidaten für die sachlichen, fairen und von gegenseitigem Respekt geprägten Diskussionen. Zudem gilt der Dank des Projekts Moderator Kai Mudra für die professionelle und engagierte Unterstützung der Veranstaltungen. Des Weiteren bedankt sich Lernen vor Ort bei der Stadtverwaltung und dem Mehrgenerationenhaus Roßleben sowie der Landesmusikakademie Sondershausen für die gute Zusammenarbeit. In den nächsten Wochen wird ein Video mit Szenen beider Podiumsdiskussion auf der Internetseite von Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis, http://lernen-vor-ort-kyf.de, veröffentlicht.
Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis
Autor: khhIn den letzten Tagen fanden in Roßleben und Sondershausen zwei Podiumsdiskussionen mit dem Titel Wohin mit der Bildung im Landkreis? Anregungen aus Politik und Wissenschaft statt. Aus Sicht des vom Landratsamt getragenen Bundesprojekts Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis als Organisator der Gesprächsrunden waren beide Debatten aus vielerlei Hinsicht ein Erfolg. Alle Kandidaten des Kyffhäuserkreises für die Landrats-Wahl am 22. April 2012 waren bei den öffentlichen Veranstaltungen als Diskussionsteilnehmer erschienen und lieferten sich auf den Podien sachliche, aber dennoch spannende Diskussionen. Amtsinhaber Peter Hengstermann (CDU) konnte leider aus persönlichen Gründen nicht an der Diskussion in Roßleben teilnehmen. Peter Hengstermann, Antje Hochwind (SPD), Torsten Blümel (Linke), Babette Pfefferlein (Grüne) und Mario Merten (parteilos) fügten ihrem Wahlkampf mit dem Thema Bildung eine neue Facette hinzu. Einmütig bekannten sich alle Politiker zum hohen Stellenwert, den sie Bildung für die Zukunftsfähigkeit des Landkreises beimessen. Moderator Kai Mudra, Redakteur im Thüringen-Ressort der Zeitung Thüringer Allgemeine, führte souverän durch beide Abende und entlockte den Kandidaten viele interessante Details.
Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis betrachtet es als Schritt in die richtige Richtung, wenn Bildung verstärkt zum Thema in Büros, auf den Straßen und auf der kommunalpolitischen Bühne wird. Mit den Podiumsdiskussionen ist es dem Projekt gelungen, einen regionalen bildungspolitischen Diskurs anzuschieben und Bildung nachhaltig auf der Agenda des Kreises zu platzieren. Während verschiedene Landkreise und Großstädte außerhalb Thüringens sich bereits als Bildungsregionen anpreisen und konzertierte Anstrengungen zur verbesserten Steuerung des Bildungssektors unternehmen, sind solcherlei Projekte im Freistaat bislang Neuland. Der Kyffhäuserkreis steht ebenfalls vor der Wahl, Bildung zu seinem Markenzeichen zu machen. Unter anderem durch ein hochwertiges Bildungsangebot, so der Tenor der Podiumsdiskussionen, können Fachkräfte, Jugendliche und Akademiker in der Region gehalten und Abwanderung gestoppt werden. Dabei sei es notwendig, sich seiner Stärken bewusst zu werden und Aktivitäten im Bildungsbereich zu bündeln, wie alle politischen Kontrahenten betonten. Die Kreismusikschule wurde mehrfach für gelungene Bildungsaktivitäten des Kreises ins Feld geführt, die Landratskandidaten sprachen sich übereinstimmend für ihre Erhaltung aus.
Die Politiker befürworteten zudem einhellig die Entwicklung eines Kommunalen Bildungsmanagements durch Lernen vor Ort, mit dessen Hilfe es der Kreispolitik und in der Region tätigen Bildungsakteuren gelingen soll, Bildungsaktivitäten zu steuern. Die Landratskandidaten wollten sich zwar über die genaue Ausgestaltung des Kommunalen Bildungsmanagements nicht festlegen, gaben jedoch an, dass das Themengebiet Bildung mittelfristig in der Kreisverwaltung angesiedelt werden müsse. Im Rahmen dessen wurde die bisherige Arbeit des Projekts gewürdigt und sein Stellenwert als Impulsgeber für den kommunalen Bildungssektor hervorgehoben. Mit dem ersten Bildungsbericht für den Kyffhäuserkreis, der vom Projekt Ende 2011 veröffentlicht wurde, und anderen Innovationen habe man den Grundstein für eine neue Form bildungspolitischen Engagements der Kreispolitik und -verwaltung gelegt.
In den Fragerunden mit dem Publikum wurde deutlich, dass den Einheimischen insbesondere die Themen Schulen, Schulstandorte und Schulfinanzierung unter den Nägeln brennen. Auf beiden Veranstaltungen, bei denen rund 70 Gäste anwesend waren, bildeten diese Herausforderungen die Schwerpunkte aller Fragen. Die Evakuierung der Sondershäuser Franzbergschule aufgrund baulicher Mängel, die Verringerung dualer Ausbildungsgänge an den beiden Berufsschulen im Kreis seit dem Schuljahr 2011/12 und lange Fahrtwege von Schülern zu den jeweiligen Bildungseinrichtungen animierten die Anwesenden zu zahlreichen Nachfragen. Die Kandidaten verwiesen in ihren Erwiderungen auf leere öffentliche Kassen und stark zurückgehende Schülerzahlen. Übereinstimmend forderten die fünf Podiumsteilnehmer eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen durch Bund und Land Thüringen, um zumindest grundlegende Standards im Bildungsbereich einhalten zu können. Für visionäre Wünsche lasse die Haushaltslage ohnehin wenig Spielraum, war man sich einig.
Beide Podiumsdiskussionen erlaubten allen Beteiligten einen guten Überblick über den heutigen und zukünftigen Stellenwert von Bildung im Kyffhäuserkreis. Die Anregungen der Bürger werden ebenso in die Arbeit des Projektteams einfließen wie weitere, auf der Veranstaltung dargelegte Ideen verschiedener Entscheidungsträger. Lernen vor Ort hat Bildung dorthin getragen, wo sie hingehört – in die Städte, unter die Leute.
Lernen vor Ort bedankt sich bei den Landratskandidaten für die sachlichen, fairen und von gegenseitigem Respekt geprägten Diskussionen. Zudem gilt der Dank des Projekts Moderator Kai Mudra für die professionelle und engagierte Unterstützung der Veranstaltungen. Des Weiteren bedankt sich Lernen vor Ort bei der Stadtverwaltung und dem Mehrgenerationenhaus Roßleben sowie der Landesmusikakademie Sondershausen für die gute Zusammenarbeit. In den nächsten Wochen wird ein Video mit Szenen beider Podiumsdiskussion auf der Internetseite von Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis, http://lernen-vor-ort-kyf.de, veröffentlicht.
Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis


