Jubiläums-Frühstück
Montag, 05. März 2012, 16:00 Uhr
Die Jubiläumsausgabe des Landwirtschaftsfrühstücks der Nordthüringer Volksbank fand heute in Bad Frankenhausen statt. Ziel der Veranstaltung Politik und Landwirtschaft miteinander ins Gespräch zu bringen...
Peter Herbst, Vorstand der Volksbank, freute sich, dass wieder viele Landwirte der Nordthüringer Region der Einladung gefolgt waren. Neben dem Thüringer Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) kamen auch Landrat Peter Hengstermann (CDU) und Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD), um gemeinsam mit Bauern und Bankern zu frühstücken.
Peter Herbst betonte in seiner Begrüßung, wir sind hier nicht zusammengekommen, um über die Rettung von Griechenland zu sprechen, was "uns als Volksbank wohl auch nicht gelingen würde". Die Nordthüringer Volksbank wird auch weiterhin der kompetente Partner der Landwirtschaft der Region sein.
Peter Herbst (re.) hatte es wieder geschafft, mit Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (am Mikrofon) und Dr. Christian Bickert, stellvertretender Chefredakteur der DLG-Mitteilungen Frankfurt, zwei kompetente Referenten zu finden, die sehr aktuelle Probleme der Landwirtschaft darstellten und sich, wie sich hinter her den Fragen der Landwirte stellten.
Jürgen Reinholz ging in seinem Statement auf die Agrarreform der EU 2014 - 2020, auf die Problematik Windräder und auf die Gründung der Anstalt öffentlichem Rechts ThüringenForst ein. Ob und wie die Kürzung der Zuschüsse für die Landwirtschaft ausfallen kann, steht wohl noch in den Sternen und wird wohl, so Reinholz frühestens nach der Bundestagswahl 2013 entschieden werden. Bei einer gezielte Frage zu diesem Thema sagte er, da können wir zurzeit gemeinsam in die Kaffeetasse schauen und wären wahrscheinlich auch nicht viel schlauer. Hinsichtlich der Umverteilung bei der Modulation sagte er, wenn wir umverteilen, dann in Thüringen und nicht in andere Bundesländer. Da ist er sich mit einigen anderen Landwirtschaftsministern einig.
In jedem Fall kritisierte er den teilweisen Anstieg des Bürokratieausbaus. Das zeige sich besonders bei der Erfassung der Verbuschung. Hinsichtlich der Forstreform sagte er, es war ein zwingend erforderlicher Prozess, die Forstämter in einer Anstalt öffentlichem Rechts ThüringenForst zusammen zu fassen. Abgesehen von einer "Kettensägendemonstration" hielten sich die Proteste in Grenzen.
Zum Thema Wald sagte er weiterhin, ein Biosphärenreservat Südharz stehe in den nächsten Jahren nicht zur Debatte. Was in vielleicht 20 bis 30 Jahren ist, kann jetzt noch keiner sagen.
In jedem Fall sprach sich Reinholz aber gegen das Aufstellen von Windrädern in Wäldern aus. Hier geht einfach zu viel Fläche verloren, denn nicht nur das eigentliche Windrad bracht Fläche, sondern es müssen ja auch die Wege zu den Windrädern angelegt werden.
Sehr interessant die Ausführungen von Dr. Christian Bickert, stell. Chefredakteur der DLG-Mitteilungen Frankfurt. Zuerst stellte er fest, die Landpreis in Thüringen seien im Vergleich mit anderen region noch extrem niedrig, weil es noch zu wenig Konkurrenz zu den Flächen geben würde. Das wird sich in den nächsten fünf Jahren massiv ändern, so seine Prognose. Rechnen Sie mit einer Verdopplung der Bodenpreis in den nächsten fünf Jahren und gab den Landwirten Tipps, wie sie sich verhalten könnten.
Zur Frage der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen sagte er, Ihnen werden langsam die Mitarbeiter ausgehen. Es wird ein Drittel weniger jungendlicher Nachwuchs zur Verfügung stehen. Er riet den Landwirten, nicht nur über die Höhe der Bruttolöhne nachzudenken, auch wenn es schwer fällt, sondern auch über die Attraktivität der Arbeitsplätze und insbesondere der Gebäude müsse etwas passieren. In der Landwirtschaft liegt Thüringen bei den Bruttolöhnen weit hinten.
Er warnte; "Künftig bettelt nicht ein Mitarbeiter um einen Arbeitsplatz, sondern Sie werden um eine Arbeitskraft für den Arbeitsplatz betteln. Und er warnte, Osteuropäer werden kein Ersatz sein.
Nach den Vorträgen konnte nicht nur gefrühstückt werden, wobei eigentlich "Mittagbrot" der bessere Ausdruck gewesen wäre, die Landwirte nutzten die Gelegenheit ausführlich, um mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Wie notwendig derartige Veranstaltungen sind, kann man daran messen, dass auch zum zehnten Mal das Interesse groß war.
Autor: khhPeter Herbst, Vorstand der Volksbank, freute sich, dass wieder viele Landwirte der Nordthüringer Region der Einladung gefolgt waren. Neben dem Thüringer Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) kamen auch Landrat Peter Hengstermann (CDU) und Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD), um gemeinsam mit Bauern und Bankern zu frühstücken.
Peter Herbst betonte in seiner Begrüßung, wir sind hier nicht zusammengekommen, um über die Rettung von Griechenland zu sprechen, was "uns als Volksbank wohl auch nicht gelingen würde". Die Nordthüringer Volksbank wird auch weiterhin der kompetente Partner der Landwirtschaft der Region sein.
Peter Herbst (re.) hatte es wieder geschafft, mit Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz (am Mikrofon) und Dr. Christian Bickert, stellvertretender Chefredakteur der DLG-Mitteilungen Frankfurt, zwei kompetente Referenten zu finden, die sehr aktuelle Probleme der Landwirtschaft darstellten und sich, wie sich hinter her den Fragen der Landwirte stellten.
Jürgen Reinholz ging in seinem Statement auf die Agrarreform der EU 2014 - 2020, auf die Problematik Windräder und auf die Gründung der Anstalt öffentlichem Rechts ThüringenForst ein. Ob und wie die Kürzung der Zuschüsse für die Landwirtschaft ausfallen kann, steht wohl noch in den Sternen und wird wohl, so Reinholz frühestens nach der Bundestagswahl 2013 entschieden werden. Bei einer gezielte Frage zu diesem Thema sagte er, da können wir zurzeit gemeinsam in die Kaffeetasse schauen und wären wahrscheinlich auch nicht viel schlauer. Hinsichtlich der Umverteilung bei der Modulation sagte er, wenn wir umverteilen, dann in Thüringen und nicht in andere Bundesländer. Da ist er sich mit einigen anderen Landwirtschaftsministern einig.
In jedem Fall kritisierte er den teilweisen Anstieg des Bürokratieausbaus. Das zeige sich besonders bei der Erfassung der Verbuschung. Hinsichtlich der Forstreform sagte er, es war ein zwingend erforderlicher Prozess, die Forstämter in einer Anstalt öffentlichem Rechts ThüringenForst zusammen zu fassen. Abgesehen von einer "Kettensägendemonstration" hielten sich die Proteste in Grenzen.
Zum Thema Wald sagte er weiterhin, ein Biosphärenreservat Südharz stehe in den nächsten Jahren nicht zur Debatte. Was in vielleicht 20 bis 30 Jahren ist, kann jetzt noch keiner sagen.
In jedem Fall sprach sich Reinholz aber gegen das Aufstellen von Windrädern in Wäldern aus. Hier geht einfach zu viel Fläche verloren, denn nicht nur das eigentliche Windrad bracht Fläche, sondern es müssen ja auch die Wege zu den Windrädern angelegt werden.
Sehr interessant die Ausführungen von Dr. Christian Bickert, stell. Chefredakteur der DLG-Mitteilungen Frankfurt. Zuerst stellte er fest, die Landpreis in Thüringen seien im Vergleich mit anderen region noch extrem niedrig, weil es noch zu wenig Konkurrenz zu den Flächen geben würde. Das wird sich in den nächsten fünf Jahren massiv ändern, so seine Prognose. Rechnen Sie mit einer Verdopplung der Bodenpreis in den nächsten fünf Jahren und gab den Landwirten Tipps, wie sie sich verhalten könnten.
Zur Frage der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen sagte er, Ihnen werden langsam die Mitarbeiter ausgehen. Es wird ein Drittel weniger jungendlicher Nachwuchs zur Verfügung stehen. Er riet den Landwirten, nicht nur über die Höhe der Bruttolöhne nachzudenken, auch wenn es schwer fällt, sondern auch über die Attraktivität der Arbeitsplätze und insbesondere der Gebäude müsse etwas passieren. In der Landwirtschaft liegt Thüringen bei den Bruttolöhnen weit hinten.
Er warnte; "Künftig bettelt nicht ein Mitarbeiter um einen Arbeitsplatz, sondern Sie werden um eine Arbeitskraft für den Arbeitsplatz betteln. Und er warnte, Osteuropäer werden kein Ersatz sein.
Nach den Vorträgen konnte nicht nur gefrühstückt werden, wobei eigentlich "Mittagbrot" der bessere Ausdruck gewesen wäre, die Landwirte nutzten die Gelegenheit ausführlich, um mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Wie notwendig derartige Veranstaltungen sind, kann man daran messen, dass auch zum zehnten Mal das Interesse groß war.












