Schweinemastanlage in Oldisleben
Freitag, 09. März 2012, 09:34 Uhr
Vier der sieben Landratskandidaten hatten am Montag beim Diskussionsforum zum Thema Scheinmastanlage teilnehmen können. Vom VIBT Thüringen erreichte zu diesem Thema folgende Pressemitteilung...
Unsere Kandidatin für den Landrat, Frau Landgraf, legt ihre Sichtweise zu dem Problem dar.
Frau Landgraf, als Landratskandidatin wäre gerne einer Einladung zur Gesprächsrunde nach Oldisleben gefolgt. Es erreichte aber weder Frau Landgraf direkt noch den Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) eine entsprechende Einladung.
Frau Landgraf führt aus:
Es wäre mir ein innerliches Bedürfnis gewesen, mich den Fragen der Bürgerinitiativ Dia-mantene Aue zu stellen. Und nicht nur das, sondern auch meine Stellung zur weiteren Planung und Entwicklung von Schweinemastanlagen (als Massentierhaltung) zu dokumentieren.
Ich lehne schon immer Massentierhaltung, so wie für die Schweinemastanlagen geplant ab.
Erinnern wir uns, als es um den Bau der Schweinemastanlage in Immenrode ging, mobilisierte ich meinen Sohn Thomas mit seinem Team vom Fernsehen um etwas gegen diese Anlage zu unternehmen. Durch ihn wurde zusammen mit Ute Freudenberg auf dem Straußberg eine Veranstaltung gegen diese Anlage gestaltet. Es erfolgte eine Aufzeichnung mit Ute Freudenberg, Gespräche mit den Bürgern des Ortes, mit Verantwortlichen und dem Betreiber der Anlage.
Der Beitrag wurde bei Hier ab vier gesendet und erreichte die Menschen – nicht nur in Immenrode- sondern machte weitflächig darauf aufmerksam, dass solche Anlagen nicht gewünscht sind.
Ob in Oldisleben, Immenrode oder auch, wie jetzt bekannt geworden, in Holzengel, ich werde mich immer gegen die Massentierhaltung stark machen und jeden möglichen Ermes-sensspielraum ausschöpfen, um solche Anlagen -wie von den Bürgern gefordert- zu verhindern.
Ich lebe gerne auf dem Land und liebe die Natur. Ich weis auch, wie man Tiere artgerecht, stressarm ohne Einsatz von Antibiotika hält.
Natürlich ist eine Aufzucht unter natürlichen Bedingungen mühevoll und bedeutet gleichzeitig, dass man so die schnelle Mark nicht machen kann.
Es ist richtig, Landwirtschaft, gehört auf’s Dorf. Aber in umweltverträglichem Umfang!!!
Im Grünen Thüringen , aber auch dem Kyffhäuserkreis wurden in der Vergangenheit Mastan-lagen geplant, genehmigt und wo noch nicht geschehen, wahrscheinlich auch gebaut, mit der Folge sehr massiv in die Natur einzugreifen, aber auch landwirtschaftliche Arbeitsplätze in der Region kaputt zu machen. Jahrelange mühsam geschaffene Existenzen stehen auf dem Spiel !
Der Grund und Boden, welcher über Generationen mühevoll zusammengehalten wurde und der Stolz eines jeden Landwirtes ist, ist dem Ruin ausgeliefert.
Vorrangig sollte – in einer von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Region, wie dem Kyffhäuser-kreis – die Landwirtschaft durch einheimische Landwirte, nicht aber von Kaufleuten, (die keine Landwirte sind) betrieben werden können.
Nicht zu letzt haben auch unsere Kinder ein Recht auf Grund und Boden und sich davon auch ernähren zu können.
Die Auswirkungen der Abwanderung Jugendlicher kennt jeder, deshalb muss alles unternom-men werden, auch mit geeigneten Maßnahmen in der Landwirtschaft, die Abwanderung zu stoppen.
Dazu stellt sich mir die Frage: Wie sieht das grüne Herz in 10 bis 15 Jahren aus? Auf Böden, die von Gülle übersäuert sind, wird jahrelang nichts mehr wachsen.
In diesem Zusammenhang meine Frage an Herrn Hengstermann, amtierender Landrat, zu seinen Antworten in Oldisleben:
Ihrem Vorschlag aus der Gesprächsrunde in Oldisleben: die Landes- und Bundespolitiker einladen und mit diesen diskutieren. ist doch zur Beruhigung weit hergeholt?
Realistisch gesehen sind doch alle Messen gesungen, wenn das Genehmigungsprozedere wie hier schon so weit fortgeschritten ist. Da läuft der kleine Mann gegen Wände! Oder?
Ich unterstütze voll und ganz die Forderungen der Bürgerinitiativen.
Massentierhaltung in Mastanlagen, darf es nicht geben.
Nur wenn solche Mastanlagen und somit auch die Produktion von Billigfleisch keine Chance haben, kann sich auch das Kaufverhalten der Bürger ändern.
Würden die Menschen dazu noch gerechten Lohn beziehen, müssten wir nicht über ein Kaufverhallten zu Billigfleisch diskutieren.
Ich werde mich dafür stark machen, alle Mittel und Möglichkeiten im Interesse der Bürger auszuschöpfen, um die Errichtung von Schweinemastanlagen zu verhindern.
Die landwirtschaftlichen Betriebe des Kyffhäuserkreises müssen so unterstütz werden, dass es möglich ist qualitativ hochwertiges Fleisch, auch aus ökologischer Tierhaltung zu erhalten.
Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Bürgerinitiativen.
Monika Landgraf
Fotot: Rainer Scheerschmidt
Autor: khhUnsere Kandidatin für den Landrat, Frau Landgraf, legt ihre Sichtweise zu dem Problem dar.
Frau Landgraf, als Landratskandidatin wäre gerne einer Einladung zur Gesprächsrunde nach Oldisleben gefolgt. Es erreichte aber weder Frau Landgraf direkt noch den Volksinteressenbund Thüringen (VIBT) eine entsprechende Einladung.
Frau Landgraf führt aus:
Es wäre mir ein innerliches Bedürfnis gewesen, mich den Fragen der Bürgerinitiativ Dia-mantene Aue zu stellen. Und nicht nur das, sondern auch meine Stellung zur weiteren Planung und Entwicklung von Schweinemastanlagen (als Massentierhaltung) zu dokumentieren.
Ich lehne schon immer Massentierhaltung, so wie für die Schweinemastanlagen geplant ab.
Erinnern wir uns, als es um den Bau der Schweinemastanlage in Immenrode ging, mobilisierte ich meinen Sohn Thomas mit seinem Team vom Fernsehen um etwas gegen diese Anlage zu unternehmen. Durch ihn wurde zusammen mit Ute Freudenberg auf dem Straußberg eine Veranstaltung gegen diese Anlage gestaltet. Es erfolgte eine Aufzeichnung mit Ute Freudenberg, Gespräche mit den Bürgern des Ortes, mit Verantwortlichen und dem Betreiber der Anlage.
Der Beitrag wurde bei Hier ab vier gesendet und erreichte die Menschen – nicht nur in Immenrode- sondern machte weitflächig darauf aufmerksam, dass solche Anlagen nicht gewünscht sind.
Ob in Oldisleben, Immenrode oder auch, wie jetzt bekannt geworden, in Holzengel, ich werde mich immer gegen die Massentierhaltung stark machen und jeden möglichen Ermes-sensspielraum ausschöpfen, um solche Anlagen -wie von den Bürgern gefordert- zu verhindern.
Ich lebe gerne auf dem Land und liebe die Natur. Ich weis auch, wie man Tiere artgerecht, stressarm ohne Einsatz von Antibiotika hält.
Natürlich ist eine Aufzucht unter natürlichen Bedingungen mühevoll und bedeutet gleichzeitig, dass man so die schnelle Mark nicht machen kann.
Es ist richtig, Landwirtschaft, gehört auf’s Dorf. Aber in umweltverträglichem Umfang!!!
Im Grünen Thüringen , aber auch dem Kyffhäuserkreis wurden in der Vergangenheit Mastan-lagen geplant, genehmigt und wo noch nicht geschehen, wahrscheinlich auch gebaut, mit der Folge sehr massiv in die Natur einzugreifen, aber auch landwirtschaftliche Arbeitsplätze in der Region kaputt zu machen. Jahrelange mühsam geschaffene Existenzen stehen auf dem Spiel !
Der Grund und Boden, welcher über Generationen mühevoll zusammengehalten wurde und der Stolz eines jeden Landwirtes ist, ist dem Ruin ausgeliefert.
Vorrangig sollte – in einer von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Region, wie dem Kyffhäuser-kreis – die Landwirtschaft durch einheimische Landwirte, nicht aber von Kaufleuten, (die keine Landwirte sind) betrieben werden können.
Nicht zu letzt haben auch unsere Kinder ein Recht auf Grund und Boden und sich davon auch ernähren zu können.
Die Auswirkungen der Abwanderung Jugendlicher kennt jeder, deshalb muss alles unternom-men werden, auch mit geeigneten Maßnahmen in der Landwirtschaft, die Abwanderung zu stoppen.
Dazu stellt sich mir die Frage: Wie sieht das grüne Herz in 10 bis 15 Jahren aus? Auf Böden, die von Gülle übersäuert sind, wird jahrelang nichts mehr wachsen.
In diesem Zusammenhang meine Frage an Herrn Hengstermann, amtierender Landrat, zu seinen Antworten in Oldisleben:
Ihrem Vorschlag aus der Gesprächsrunde in Oldisleben: die Landes- und Bundespolitiker einladen und mit diesen diskutieren. ist doch zur Beruhigung weit hergeholt?
Realistisch gesehen sind doch alle Messen gesungen, wenn das Genehmigungsprozedere wie hier schon so weit fortgeschritten ist. Da läuft der kleine Mann gegen Wände! Oder?
Ich unterstütze voll und ganz die Forderungen der Bürgerinitiativen.
Massentierhaltung in Mastanlagen, darf es nicht geben.
Nur wenn solche Mastanlagen und somit auch die Produktion von Billigfleisch keine Chance haben, kann sich auch das Kaufverhalten der Bürger ändern.
Würden die Menschen dazu noch gerechten Lohn beziehen, müssten wir nicht über ein Kaufverhallten zu Billigfleisch diskutieren.
Ich werde mich dafür stark machen, alle Mittel und Möglichkeiten im Interesse der Bürger auszuschöpfen, um die Errichtung von Schweinemastanlagen zu verhindern.
Die landwirtschaftlichen Betriebe des Kyffhäuserkreises müssen so unterstütz werden, dass es möglich ist qualitativ hochwertiges Fleisch, auch aus ökologischer Tierhaltung zu erhalten.
Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Bürgerinitiativen.
Monika Landgraf
Fotot: Rainer Scheerschmidt

