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Multitasking ist nichts fürs Auto

Samstag, 10. März 2012, 07:01 Uhr
Wer sich beim Autofahren durch Nebentätigkeiten wie Telefonieren, Radio einstellen oder durch den Biss in einen Apfel ablenken lässt, erhöht sein Unfallrisiko deutlich, so die Deutsche Verkehrswacht. Hier einige Tipps...

Obwohl die Bedienung des Fahrzeugs in der Regel automatisch und ohne nachzudenken erfolgt, ist die Teilnahme am Straßenverkehr eine komplexe Tätigkeit. Das Gehirn muss ständig Informationen aus der Umgebung aufnehmen und verarbeiten. Ablenkung führt zu Unaufmerksamkeit und im Ernstfall reagiert der Fahrer mitunter zu spät.

„Auto fahren darf nicht zur Nebensache werden, auch nicht kurzfristig“; betont Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. „Jeder Fahrer sollte sich fragen, ob er unbedingt während der Fahrt das Navigationsgerät programmieren muss, oder sich nicht besser vor Fahrtantritt zwei Minuten Zeit dafür nimmt.“

Grundsätzlich sollte jede Tätigkeit vermieden werden, bei der der Blick von der Fahrbahn genommen wird, also beispielsweise der Blick aufs Handydisplay. Zwar ist das Telefonieren über eine Freisprechanlage während der Fahrt erlaubt, die Deutsche Verkehrswacht rät aber dazu, während des Gesprächs lieber eine kurze Fahrtpause einzulegen. „Die eigentliche Ablenkung entsteht nicht durch das Halten des Telefons, sondern durch die Konzentration auf das Gespräch“; so Bodewig. „Der Fahrer wird zwangsläufig abgelenkt, da das menschliche Gehirn nicht in der Lage ist, beiden Dingen die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Multitasking sollte daher nicht beim Auto fahren praktiziert werden.“

Ablenkung kann auch durch das zu laute Hören von Musik oder das Verstellen der Sitzposition während der Fahrt entstehen. In jedem Fall wird die Konzentration auf den Straßenverkehr beeinträchtigt und auf der Straße spielende Kinder werden eventuell zu spät wahrgenommen.

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Autor: khh

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