Mit Unternehmern getroffen
Mittwoch, 14. März 2012, 00:14 Uhr
Zu einem Kurzbesuch hielten sich Mitglieder der Bundestagsfraktion der FDP in Sondershausen auf. Welche Themen behandelt wurden, erfahren Sie hier...
Mit Unternehmern getroffen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Der Sondershäuser FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Kurth hatte gleich zwei Mitglieder der FDP-Bundestagsfraktion zu einem Treffen mit Unternehmern der Region mitgebracht, so Patrick Döring (Foto), seit März 2010 stelltretender Vorsitzender der FDP-Fraktion, und Claudia Bögel, Sprecherin für den Mittelstand der FDP-Bundestagsfraktion (Foto unten).
Patrick Kurth (Bild Mitte) nutzte gleich die Gelegenheit, um den Unternehmern den Kandidaten der FDP für das Amt des Sondershäuser Bürgermeisters, Steffen Kübitz, vorzustellen. Hier nicht im Bild die Kandidatin für die Landratswahl Antje Ruppe (In Bildergalerie unten neben Patrick Döring.
Bei den behandelten Fragen ging es um viel Geld. Schwerpunktthema die Stabilität der Währung. Das da auch Probleme um die Schulden von Griechenland, Spanien und Portugal ins Gespräch kamen lag natürlich am Thema.
Es ging aber auch um Themen aus der Region. Ein Schwerpunkt war die Breitbandversorgung in der Region. Als Unternehmer fühlt sich Uwe Lüttkopf in seinen Möglichkeiten stark eingeschränkt, weil er nur einen 1,0 Mbit/s Anschluss hat. In Gewerbegebieten, z.B. Schachtsstraße wird auf Grund der rund 70 Firmen so eine Übertragungsrate nicht mal annähernd erreicht. Als Vergleich nannte er Südkorea, da wird sogar jedem Privatanschluss 50 Mbit/s garantiert!
Von koreanischen Verhältnissen sind wir noch weit entfernt. Laut Döring sind in Deutschland noch 44 Prozent der Anschlüsse unterversorgt. Bei solchen Verhältnissen müssen wir noch bei der besseren Versorgung auf die Initiativen der Privatwirtschaft setzen, so Döring mit Fördermitteln des Staates. Erst wenn der Versorgungsgrad bei 98 Prozent liegt, müsste der Staat massiv eingreifen um auch noch die letzten Anschlüsse mit ausreichendem Internet zu versorgen. Ob diese Antwort die Unternehmer im Kyffhäuserkreis beruhigen wird, ist fraglich. Die von Döring vorgeschlagene Bildung von Konsortien und Gewerkschaften zur gemeinsamen Nutzung von Internetlösungen ist zwar ein Weg, aber zu Flickschusterei führen könnte.
In weiteren Fragen ging es um die Diskussion zur Ärzteversorgung. Die früheren Polikliniken können so nicht geführt werden, aber laut Döring bietet das neue Landärztegesetz die Möglichkeit, dass sich Fachärzte bei Wahrung der Selbstständigkeit zu Ärztezentren zusammenschließen können.
Nach der Beratung im Schlossrestaurant von Sondershausen zog der Tross der Bundestagsmitglieder weiter zu einer Veranstaltung in Nordhausen.
Kommentar kn zu Internet:
Bisher hat es die Privatwirtschaft nicht annähernd geschafft, ob mit Kabel- oder Funknetzen, eine wirklich flächendeckende Internetversorgung zu gewährleisten. Es wird langsam Zeit, dass staatlicherseits mehr Druck auf die Privatwirtschaft ausgeübt wird, damit wenigstens Handel, Industrie und Gewerbetreibende mit Breitbandanschlüssen versorgt werden. Appelle alleine werden wohl nicht so schnell helfen.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh
Mit Unternehmern getroffen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Der Sondershäuser FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Kurth hatte gleich zwei Mitglieder der FDP-Bundestagsfraktion zu einem Treffen mit Unternehmern der Region mitgebracht, so Patrick Döring (Foto), seit März 2010 stelltretender Vorsitzender der FDP-Fraktion, und Claudia Bögel, Sprecherin für den Mittelstand der FDP-Bundestagsfraktion (Foto unten).Patrick Kurth (Bild Mitte) nutzte gleich die Gelegenheit, um den Unternehmern den Kandidaten der FDP für das Amt des Sondershäuser Bürgermeisters, Steffen Kübitz, vorzustellen. Hier nicht im Bild die Kandidatin für die Landratswahl Antje Ruppe (In Bildergalerie unten neben Patrick Döring.
Bei den behandelten Fragen ging es um viel Geld. Schwerpunktthema die Stabilität der Währung. Das da auch Probleme um die Schulden von Griechenland, Spanien und Portugal ins Gespräch kamen lag natürlich am Thema.
Es ging aber auch um Themen aus der Region. Ein Schwerpunkt war die Breitbandversorgung in der Region. Als Unternehmer fühlt sich Uwe Lüttkopf in seinen Möglichkeiten stark eingeschränkt, weil er nur einen 1,0 Mbit/s Anschluss hat. In Gewerbegebieten, z.B. Schachtsstraße wird auf Grund der rund 70 Firmen so eine Übertragungsrate nicht mal annähernd erreicht. Als Vergleich nannte er Südkorea, da wird sogar jedem Privatanschluss 50 Mbit/s garantiert!
Von koreanischen Verhältnissen sind wir noch weit entfernt. Laut Döring sind in Deutschland noch 44 Prozent der Anschlüsse unterversorgt. Bei solchen Verhältnissen müssen wir noch bei der besseren Versorgung auf die Initiativen der Privatwirtschaft setzen, so Döring mit Fördermitteln des Staates. Erst wenn der Versorgungsgrad bei 98 Prozent liegt, müsste der Staat massiv eingreifen um auch noch die letzten Anschlüsse mit ausreichendem Internet zu versorgen. Ob diese Antwort die Unternehmer im Kyffhäuserkreis beruhigen wird, ist fraglich. Die von Döring vorgeschlagene Bildung von Konsortien und Gewerkschaften zur gemeinsamen Nutzung von Internetlösungen ist zwar ein Weg, aber zu Flickschusterei führen könnte.
In weiteren Fragen ging es um die Diskussion zur Ärzteversorgung. Die früheren Polikliniken können so nicht geführt werden, aber laut Döring bietet das neue Landärztegesetz die Möglichkeit, dass sich Fachärzte bei Wahrung der Selbstständigkeit zu Ärztezentren zusammenschließen können.
Nach der Beratung im Schlossrestaurant von Sondershausen zog der Tross der Bundestagsmitglieder weiter zu einer Veranstaltung in Nordhausen.
Kommentar kn zu Internet:
Bisher hat es die Privatwirtschaft nicht annähernd geschafft, ob mit Kabel- oder Funknetzen, eine wirklich flächendeckende Internetversorgung zu gewährleisten. Es wird langsam Zeit, dass staatlicherseits mehr Druck auf die Privatwirtschaft ausgeübt wird, damit wenigstens Handel, Industrie und Gewerbetreibende mit Breitbandanschlüssen versorgt werden. Appelle alleine werden wohl nicht so schnell helfen.
Karl-Heinz Herrmann






