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Trend bleibt weiter positiv

Freitag, 16. März 2012, 11:45 Uhr
Der positive Trend bei den Verkehrsunfällen im Norden Thüringens hält weiter an. Wie die Polizeidirektion Nordhausen heute mitteilte, wurden im vergangenen Jahr 9.199 Verkehrsunfälle registriert, das sind knapp sieben Prozent weniger als im Jahr 2010. Grund zum Zurücklehnen ist jedoch nicht gegeben...

Thomas Unger (Foto: nnz) Thomas Unger (Foto: nnz) Bei diesen Unfällen wurden in den vier Nordthüringer Landkreisen 1.620 Personen verletzt, 20 wurden getötet, zwei weniger als im Jahr 2010. Nach wie vor gehören nicht angepasste oder zu hohe Geschwindigkeit sowie das Nichtbeachten der Vorfahrt zu den Hauptunfallursachen, erläuterte der Chef der Polizeidirektion, Thomas Unger. Ein Anstieg ist bei Abbiegefehlern sowie bei einem ungenügenden Sicherheitsabstand als Ursache für einen Crash zu verzeichnen.

Die meisten Unfälle ereigneten sich im Mai und September, die Wahrscheinlichkeit, in einen Unfall „verwickelt“ zu werden ist - statistisch gesehen - an einem Freitag am höchsten. Die absolute Schwerpunktzeit liegt zwischen 14 Uhr und 18 Uhr. Auch im vergangenen Jahr waren die so genannten jungen Fahrer, also die Altergruppe zwischen 18 und 25 Jahren, wiederum überportional an Unfällen beteiligt. Zwar gehen auch in diesem Bereich die Zahlen leicht zurück, dennoch ist ein Anstieg bei jenen Unfällen zu verzeichnen, bei denen Menschen ums Leben kamen. Bei den jungen Fahrern sind es meist eine überhöhte Geschwindigkeit oder Fahren unter Alkohol, die zu einem Unfall führen. Besorgniserregend ist ebenfalls das Fahren unter dem Einfluss von Drogen. 494 mal wurde das Fahren unter Drogen im vergangenen Jahr bei Kontrollen festgestellt, 25 mal waren Drogen die Unfallursache.
Im vergangenen Jahr mussten von den Beamten der einzelnen Polizeiinspektionen 1.784 Unfälle aufgenommen werden, bei denen auch eine Unfallflucht zu verzeichnen war. Nahezu jeder fünfte Unfall bringt damit auch eine Unfallflucht mit sich. Nur ein Drittel davon wird letztlich auch aufgeklärt. Bei Unfallfluchten mit Verletzten wird fast jede zweite Straftat aufgeklärt.

Im Landkreis Nordhausen ereigneten sich im vergangenen Jahr 2.166 Unfälle. Dabei wurden 347 Menschen zum Teil schwer verletzt, vier Menschen wurden getötet.

Im Kyffhäuserkreis wurden im zurückliegenden Jahr 1.885 Verkehrsunfälle registriert. Dabei wurden drei Menschen getötet und 337 verletzt.

Zahlen vorgestellt (Foto: nnz) Zahlen vorgestellt (Foto: nnz)

Fazit: Trotz einer zunehmenden Verkehrsbelastung auf den Nordthüringer Straßen konnte der positive Trend der Unfallentwicklung fortgesetzt werden. Auch auf der A 38 ist die zu beobachten, trotz einer aktuellen Verkehrsbelastung von 20.000 Fahrzeugen pro Tag in einer Fahrtrichtung. Die Beamten der Nordthüringer Polizei führen dies auch auf den technischen Fortschritt beim Fahrzeugbau zurück. Die Unfallschwerpunkte indes haben sich nicht verändert, sie befinden sich entlang der B4 zwischen Rothesütte und Ilfeld, zwischen Nordhausen und Sondershausen sowie zwischen Oberspier und Greußen. Schwerpunkte sind ebenso die B85 im Kyffhäuserbereich und die B 249 zwischen Ebeleben und dem Abzweig nach Rockstedt.

Im vergangenen Jahr wurden 1.138 Fahrer beim Fahren unter Alkohol oder Drogen „erwischt“, bei 783 Geschwindigkeitskontrollen wurden 207 Fahrverbote ausgesprochen und im Rahmen des Güterverkehrs gab es 534 Beanstandungen.

Die Nordthüringer Polizei wird und muss auch in diesem Jahr sowohl ihre restriktive und kontrollierende als auch ihre präventive Arbeit fortsetzen. Gemeinsam mit bewährten Partnern wie den Kreisverkehrswachten oder den Jugendverkehrsschulen soll das geschehen. Allein die Jugendverkehrsschulen absolvierten Veranstaltungen, an denen mehr als 14.000 Kinder der ersten bis vierten Klassen teilnahmen.

Übrigens: Nach 20 Jahren wird das die letzte Vorstellung der statistischen Zahlen der Nordthüringer Polizeidirektion sein. Im nächsten Jahr wird die Dienststelle an der Nordhäuser Darre einen neuen Namen und eine neue Struktur haben.
Autor: nnz

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