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Neues aus Berlin (39)

Montag, 26. März 2012, 22:47 Uhr
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Johannes Selle (CDU) zum Thema: Nachtrag zur Bundespräsidentenwahl

Die vorige Woche begann mit der Wahl des Bundespräsidenten. Die CDU/CSU – Fraktion war diszipliniert als würde eine knappe Mehrheit bestehen. Sie war vollzählig anwesend bei der Fraktionssitzung am Sonntag, dem 18.3.2012, der letzten Überprüfung. Der Wahl des Staatsoberhauptes ist Ernsthaftigkeit angemessen.

Neues aus Berlin (39) (Foto: Wahlkreisbüro Selle) Neues aus Berlin (39) (Foto: Wahlkreisbüro Selle)

In guter Laune wandte sich Fraktions-vorsitzender Kauder an einen einzigen Wahlmann, Otto Rehhagel, dem Trainer von Hertha BSC Berlin. Am Vortag hatte Hertha 0:6 gegen Bayern München verloren. „Wir kommen zwar aus der ganzen Bundesrepublik, aber erklären unsere Sympathie mit der Mannschaft der Hauptstadt“, sprach er ihn an. Otto Rehhagel meldete sich zu Wort: „ Denk‘ ich an Bayern in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.“ Das entlockte der Kanzlerin: „Wenn ich an Bayern denke, kann ich trotzdem gut schlafen.“ Die Fraktion applaudierte fröhlich. Die Bundeskanzlerin wandte sich dann noch an den ältesten Wahlmann, Herrn Günter-Helge Strickstrack. Der 90-jährige hatte schon an der Gründung der CDU 1945 teilgenommen und war mit Konrad Adenauer bekannt.

Neues aus Berlin (39) (Foto: Wahlkreisbüro Selle) Neues aus Berlin (39) (Foto: Wahlkreisbüro Selle)

Mit der Vereidigung von Joachim Gauck am 23.03. vor Bundestag und Bundesrat (war vollständig vertreten) wurde die Wahl des Bundespräsidenten vollendet. Seine Rede wurde mit Spannung erwartet und die Erwartungen wurden erfüllt.
Gedanken, die ich notiert habe:
Joachim Gauck würdigte die Rolle der 68 – Generation bei der Aufarbeitung der Vergangenheit als Verdienst und Grundlage für das moderne Deutschland. Wenn die Menschen denken, dass in ihrem Land die Gerechtigkeit nicht gegeben ist, sinkt das Vertrauen in die Demokratie. Unser Land braucht Freiheit und Gerechtigkeit, um Freiheit und Selbstverwirklichung erlebbar zu machen.
Unterschiedliche Menschen leben jetzt in Deutschland, die nicht mehr von der Schicksalsgemeinschaft sondern vom Streben des Unter-schiedlichen nach dem Gemeinsamen bestimmt sind.

In der Krise sollten wir nicht in den Nationalstaat flüchten, sondern mehr Europa wagen.
Dieses Land kann nur gedeihen mit der repräsentativen Demokratie und der Bürgergesellschaft. „Wir stehen zu diesem Land, nicht, weil es so vollkommen ist, sondern weil wir nie zuvor ein besseres gesehen haben.“ Die Feinde der Demokratie sollen wissen, dass ihr Hass unser Ansporn ist.
Wahlkreisbüro Johannes Selle
Autor: khh

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