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Regelschule übergeben

Mittwoch, 28. März 2012, 23:19 Uhr
Am heutigen Nachmittag wurde in Roßleben der modernste sanierte Regelschulstandort des Kyffhäuserkreises übergeben. Es ist ein Schmuckstück geworden, auch wenn es einen kleinen Makel gibt, wogen Schüler sogar demonstriert haben...

Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Schulamtsleiter und Verantwortlicher für das Konjunkturpaket II, Dr. Andreas Räuber, Landrat Peter Hengstermann (CDU) Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), Roßlebens Bürgermeister Rainer Heuchel (SPD) und Hans-Jürgen Weilepp , Leiter der Regelschule in Roßleben (v.l.n.r.) durchschnitten das symbolische Band für die Übergabe.

Die Regelschule "Gerhart Hauptmann" in Roßleben wurde 1968 als Polytechnische Oberschule mit 26 Klassen und 4.807 m² Hauptnutzfläche erbaut. Das Schulgebäude war nach seiner mehr als 40jährigen Nutzung in einem baulich sehr schlechten Zustand, der von seiner Bauweise auch den heutigen Ansprüchen an eine moderne Schule in keinster Weise entspricht.

Im Zuge des Konjunkturprogramms II des Bundes und der Länder wurde es dem Kyffhäuserkreis ermöglicht, umfangreiche Baumaßnahmen im Bereich Bildung an Schulen des Kreises durchzuführen. Der Kreistag des Kyffhäuserkreises traf im Beschluss Nr. 2009/5/030 die Entscheidung, die Regelschule "Gerhart Hauptmann" in das Konjunkturprogramm aufzunehmen, um den dortigen Schülern eine moderne und energiesparende Schule ermöglichen zu können.

Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Juni 2010 wurde der Startschuss für den Neubau des Normalklassentrakts gegeben. Nach Abschluss der bauvorbereitenden Leistungen und der Ausschreibung sowie Vergabe der Bauleistungen konnte nach witterungsbedingter Unterbrechung die Baudurchführung im Februar 2011 beginnen.
Aufgrund eines konzentrierten Einsatzes von Unternehmen und einem einvernehmlich gestalteten Bauablauf konnte eine kurze Bauzeit für den Neubau realisiert werden. Mit Datum vom 13.10.2011 erfolgte die bauliche Fertigstellung des Normalklassenneubaues.
Die Sanierungsarbeiten an der Turnhalle beginnen bei entsprechender Finanzierung im Juli 2012.

Bei der Begrüßung der Ehrengäste zeigte sich Bürgermeister Rainer Heuchel hoch zu Frieden. Er konstatierte, dass Roßleben mit seinem System von Schulen, bis hin zum Gymnasium Klosterschule Roßleben, jetzt hochmodern aufgestellt ist. An die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übergab er einen Antrag, dass Roßleben zukünftig den Ehrentitel Schulstadt Roßleben tragen darf.

Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht würdigte, dass mit dieser Sanierung das Konjunkturpaket II wirkungsvoll umgesetzt wurde. Es wurde nicht nur saniert, sondern auch behindertengerecht gebaut und energetisch optimiert. In Ihrer Rede erinnerte sie, dass die Regelschule Roßleben die erste Unesco- Projektschule in Thüringen war, 2009 Energiesparmeister wurde und zu den ersten Umweltschule Thüringens gehörte. Abschließend wünschte sie, bleiben Sie mit ihrer Schule auf Erfolgskurs und den Antrag des Bürgermeisters müsse man natürlich erst prüfen.

Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der 1. Beigeordnete der Stadt, Steffen Sauerbier (SPD) übergab der Ministerpräsidentin ein Bild von "seiner" Schule, denn er war hier zur Schule gegangen.

Landrat Peter Hengstermann sagte, der Schulstandort Roßleben und insbesondere die Regelschule "Gerhart Hauptmann" wurde und werde durch die Sanierung nachhaltig gestärkt. An erster Stelle bedankte er sich bei allen beteiligten Planungsbüros, den bauausführenden Firmen, den Ausstattern und Installationsfirmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ein zweiter Dank ging an diejenigen, die für die Finanzierung dieses Vorhabens verantwortlich zeichnen: die Bundesrepublik Deutschland mit dem Konjunkturprogramm II, dem Freistaat Thüringen für die erhaltenen Städtebaufördermittel und Bedarfszuweisungen, der Stadt Roßleben sowie weiteren Städten und Gemeinden für die Übertragung ihrer Investitionsrahmen im Bereich Bildung. Nach Fertigstellung aller Arbeiten, an der Turnhalle wird noch gebaut) werden hier rund 7,4 Millionen Geld verbaut worden sein, gutes Geld, weil es in die Sicherstellung der Bildung der Kinder gesteckt wurde.

Von den modernen Räumen überzeugte sich die Ministerpräsidentin in einem Rundgang, an dem auch viele Ehrengäste teilnahmen, wie der Vorsitzende des Bildungsausschusses Uwe Vogt (SPD), Wiehes Bürgermeisterin Dagmar Dittmer (CDU), die gleich einen Apfelbaum als Geschenk für den Schulgarten mitbrachte.

Nicht vergessen möchte ich selbstverständlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, so Hengstermann. Stellvertretend für alle weiteren danke ich hier besonders Herrn Andreas Modl, der diese Baumaßnahme in einer schwierigen Phase als Bauleiter übernommen hat und zu einem erfolgreichen Ende geführt hat.

Abschließend bedankte sich Hengstermann nochmals bei der Landesregierung. "Daher sind wir besonders froh und glücklich darüber, dass die Thüringer Landesregierung den Kyffhäuserkreis bei der Sanierung der Turnhalle nochmals kräftig unterstützt.", so Hengstermann.

In den vergangenen fünfzehn Jahren gab es keine größere Investition die Schulinfrastruktur des Kyffhäuserkreises als hier in Roßleben, führte er weiter aus. "Der modernste Schulstandort im Kyffhäuserkreis entsteht genau hier. Darauf können und sollten wir alle gemeinsam stolz sein! Ich bin mir sicher, dass bis zum Abschluss der Baumaßnahmen eine Lösung für den Bereich Werken geschaffen wird."

Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Regelschule übergeben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Trotz modernstem Sanierungskonzept, alle Probleme sind nicht aus der Welt zuschaffen. Zuerst demonstrierten sie vor der Schule, dann forderte die Ministerpräsidentin die Verantwortlichen auf: Lasst die Kinder rein, sie sollen ihr Anliegen vorbringen. Der vorher avisierte Geografieraum, mit moderner Technik ausgestatte, soll plötzlich zu einem Hauswirtschaftskabinett umgestaltet werden. Hintergrund, die Schulbaurichtlinie sieht keinen eigenständigen Geografieraum vor. Wir suchen noch nach einer Lösung, so der Pressesprecher des Landrates Dr. Heinz-Ulrich Thiele.

Die Tatsache, dass sich die Schüler Gehörverschaffen konnten, lässt hoffen, dass diese gelungene Sanierung auch in diesem Punkt zu einem guten Ende geführt wird.
Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten Matthias Deichstetter und Alexander Grüner, Mitglieder der Little Big Band der Musikschule Konservatorium Sondershausen.
Autor: khh

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