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Gedenken in Sondershausen

Samstag, 07. April 2012, 00:01 Uhr
Der Bürgermeister von Sondershausen, Joachim Kreyer (CDU), und seine 1. Beigeordnete, Cornelia Kraffzick (SPD), gedenken in einem offenen Brief an den Bombenangriff vor 67 Jahren am 8. April 1945 in Sondershausen.


Zum 67. Mal jährt sich ein sehr trauriger Tag in der Geschichte unserer Stadt, der Tag der Bombardierung von Sondershausen. Die Ereignisse dieses Krieges vor 67 Jahren dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Wer aus der Geschichte die richtigen Schlüsse für das Heute und Morgen zieht, wird sich gegen Nationalsozialismus und Verharmlosung des Krieges stellen können. Die Ereignisse dieses Tages verdeutlichen sehr anschaulich hier in unserer Stadt was Krieg bedeutet.

Der 8. April ist den Sondershäusern nicht nur Mahnung, sondern soll auch Erinnerung an die Schrecken des Krieges sein. 122 gezündete Bomben im Stadtgebiet und ein 2tägiger Artilleriebeschuss kosteten 181 Menschen das Leben. Es gibt immer weniger Sonders-häusern, die sich aus eigenem Erleben an die Geschehnisse im April 1945 in unserer Stadt erinnern können. Für die jetzige Generation sind diese Ereignisse schwer nachzuvollziehen. Die Erinnerung und Verantwortung für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lässt sich nicht verordnen, sie muss sich entwickeln und bei allen Menschen wachsen, die nach den Ursachen all des menschlichen Leids fragen. Diesen Weg sollten wir gemeinsam gehen, Flagge zeigen: für eine demokratische, weltoffene und vielfältige Gesellschaft - gegen rechtspopulistische Stimmungsmache, die dieses Leid nicht nur über unsere Stadt brachte, sondern über die ganze Welt.

Der 8. April muss uns im Gedächtnis bleiben, um der Toten und der sinnlosen Zerstörung auch in unserer Stadt zu gedenken.

Joachim Kreyer - Cornelia Kraffzick
Bürgermeister - 1. Beigeordnete
Stadt Sondershausen
Autor: khh

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