kn-Forum: Schweinemast oder nicht?
Dienstag, 10. April 2012, 14:31 Uhr
Schwein oder nicht Schwein, dass ist hier die Frage. Eine Leserin schildert aus ihrer Sicht das Resultat einer Diskussionsrunde in Holzengel...
Kürzlich fand in Trebra eine Diskussionsrunde der Bürgerinitiative Kontra Schweinemastanlage in Holzengel statt. Zu dieser Diskussionsrunde waren auch die Landratskandidatinnen Babette Pfefferlein (Grüne), Monika Landgraf (VIBT) und später noch Antje Hochwind (SPD) erschienen.
Nach der Begrüßung ging der Versammlungsleiter auf die Probleme ein, die sich mit der Realisierung der Erweiterung der schon bestehenden Mastanlage von 1600 Schweinen und zusätzlich 2200 Schweinen, also insgesamt 3800 Schweine ein. In sachlicher Diskussion wurden durch den Versammlungsleiter, aber auch die anwesenden Bürger auf die Tücken der Erweiterung eingegangen.
Zusätzliche Belastung der Umwelt durch starke Geruchsbelästigung, Ausbringen der anfallenden Gülle, Anreicherung der Atmosphäre mit Ammoniak (trotz eingebauter Filter) und dadurch Übersäuerung der Böden durch Niederschlag standen im Mittelpunkt der Diskussion.
Die angereisten Vertreter der Bürgerinitiativen aus Oldisleben und Immenrode informierten über den Stand ihrer Bemühungen zur Verhinderung der Schweinemastanlagen in Oldisleben und Immenrode.
Sie sprachen den Anwesenden Mut zu und appellierten an sie, in ihrem Kampf gegen die Erweiterung nicht nachzulassen. Steter Tropfen höhlt den Stein, gaben sie allen mit auf den Weg.
Besonders interessant war, als die Vertreterin der Initiative aus Oldisleben die Anwesenden über Äußerungen des amtierenden Landrats, Herrn Hengstermann, informierte, der auf einer Veranstaltung äußerte, als Privatperson sei er gegen die Erweiterung, aber als Landrat muss er dafür sein.
Gibt es nicht Ermessensspielräume, will oder kann man sie nicht ausnutzen? Geschockt war ich von den Äußerungen der anwesenden Landratskandidatinnen.
Frau Pfefferlein und Frau Hochwind brachten sie in Ihren Diskussionsbeiträgen doch unterschwellig zum Ausdruck, dass die Gesetzeslage nun mal so sei, dass die Genehmigung wahrscheinlich erteilt wird. Man könne sich eben nur bedingt dagegen wehren.
Eine wirklich persönliche Aussage pro oder kontra Erweiterung war von beiden Landratskandidatinnen nicht zu vernehmen Einzig die Landratskandidatin des Volksinteressenbund Thüringen, Frau Monika Landgraf, bekundete in ihrem Diskussionsbeitrag eindeutig: Ich bin gegen die Erweiterung der Mastanlage und werde im Falle, dass ich die Wahl zum Landrat gewinne, konsequent alle Spielräume (Ermessensspielräume) ausnutzen um den Bau der Schweinemastanlage zu verhindern. Das war eine konkrete, aber auch die einzige, Zusage einer Kandidatin für die Landratswahl.
Gabriele Juch
Kürzlich fand in Trebra eine Diskussionsrunde der Bürgerinitiative Kontra Schweinemastanlage in Holzengel statt. Zu dieser Diskussionsrunde waren auch die Landratskandidatinnen Babette Pfefferlein (Grüne), Monika Landgraf (VIBT) und später noch Antje Hochwind (SPD) erschienen.
Nach der Begrüßung ging der Versammlungsleiter auf die Probleme ein, die sich mit der Realisierung der Erweiterung der schon bestehenden Mastanlage von 1600 Schweinen und zusätzlich 2200 Schweinen, also insgesamt 3800 Schweine ein. In sachlicher Diskussion wurden durch den Versammlungsleiter, aber auch die anwesenden Bürger auf die Tücken der Erweiterung eingegangen.
Zusätzliche Belastung der Umwelt durch starke Geruchsbelästigung, Ausbringen der anfallenden Gülle, Anreicherung der Atmosphäre mit Ammoniak (trotz eingebauter Filter) und dadurch Übersäuerung der Böden durch Niederschlag standen im Mittelpunkt der Diskussion.
Die angereisten Vertreter der Bürgerinitiativen aus Oldisleben und Immenrode informierten über den Stand ihrer Bemühungen zur Verhinderung der Schweinemastanlagen in Oldisleben und Immenrode.
Sie sprachen den Anwesenden Mut zu und appellierten an sie, in ihrem Kampf gegen die Erweiterung nicht nachzulassen. Steter Tropfen höhlt den Stein, gaben sie allen mit auf den Weg.
Besonders interessant war, als die Vertreterin der Initiative aus Oldisleben die Anwesenden über Äußerungen des amtierenden Landrats, Herrn Hengstermann, informierte, der auf einer Veranstaltung äußerte, als Privatperson sei er gegen die Erweiterung, aber als Landrat muss er dafür sein.
Gibt es nicht Ermessensspielräume, will oder kann man sie nicht ausnutzen? Geschockt war ich von den Äußerungen der anwesenden Landratskandidatinnen.
Frau Pfefferlein und Frau Hochwind brachten sie in Ihren Diskussionsbeiträgen doch unterschwellig zum Ausdruck, dass die Gesetzeslage nun mal so sei, dass die Genehmigung wahrscheinlich erteilt wird. Man könne sich eben nur bedingt dagegen wehren.
Eine wirklich persönliche Aussage pro oder kontra Erweiterung war von beiden Landratskandidatinnen nicht zu vernehmen Einzig die Landratskandidatin des Volksinteressenbund Thüringen, Frau Monika Landgraf, bekundete in ihrem Diskussionsbeitrag eindeutig: Ich bin gegen die Erweiterung der Mastanlage und werde im Falle, dass ich die Wahl zum Landrat gewinne, konsequent alle Spielräume (Ermessensspielräume) ausnutzen um den Bau der Schweinemastanlage zu verhindern. Das war eine konkrete, aber auch die einzige, Zusage einer Kandidatin für die Landratswahl.
Gabriele Juch
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
