Wahlprüfsteine für Kandidaten
Mittwoch, 11. April 2012, 11:40 Uhr
Wahlprüfsteine für Kandidaten
Der Kyffhäuser-Kreissportbund veröffentlichte jetzt die Wahlprüfsteine des Kyffhäuser-Kreissportbundes zur Landratswahl. Auf diesem Wege wollte man den Kandidaten auf den Zahn fühlen, wie der Sport durch den künftigen Landrat unterstützt wird. Wie der Fragen lauteten und welche Antworten die Kandidaten gaben, hat kn erfahren...
Am 22. April 2012 findet die Landratswahl im Kyffhäuserkreis statt. In mehreren Diskussionsrunden haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten bisher zu verschiedenen Themen- und Problemfeldern positioniert. Der Kyffhäuser-Kreissportbund e.V. als größter Dachverband im Kyffhäuserkreis mit derzeit 12.552 registrierten Mitgliedern, von denen ca. 9.500 wahlberechtigt sind, wählt einen anderen Weg. Das Präsidium des KKSB hatte in seiner letzten Beratung vier Wahlprüfsteine des organisierten Sports formuliert, welche nunmehr den Bewerberinnen und Bewerbern übersendet wurden. Alle Landratskandidatinnen und -kandidaten wurden nunmehr gebeten, uns Ihre Positionen hierzu bis zum 10. April 2012 zuzusenden. Die Antworten werden anschließend auf der Internetseite des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. veröffentlicht und unseren Mitgliedsvereinen über die vorhandenen Verteiler zur Verfügung stellen.
Nachtrag:
KN erhielt am 12.04. die nachfolgend noch fehlende Stellungnahme der FDP-Kandidatin Anje Ruppe: Wahlprüfsteien für Kanditaten (2)
1. Welche Bedeutung hat für Sie das Sporttreiben der Kinder und Jugendlichen, Frauen, Senioren und der Behinderten? Gibt es Ihrerseits besondere Ideen und Vorstellungen, wie diese Bereiche durch Sie als künftige Landrätin/künftiger Landrat unterstützt werden können?
Antwort:
Peter Hengstermann: Die herausragende Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft, in unserem Alltag ist bekannt und vielfach beschrieben. Er fasziniert und begeistert, Sport und Bewegung leisten einen wichtigen Beitrag dafür, dass Menschen leistungsfähiger und länger gesund bleiben. Sportvereine sind aber auch wichtige Sozialstationen, Sozialisationspunkte und unterstützen die gleichberechtigte Teilhabe benachteiligter Menschen am Leben in der Gesellschaft.
Nach meiner Auffassung sollte die Sportförderung des Kyffhäuserkreises noch stringenter auf die Bereiche Kinder und Jugendlichen, Frauen, Senioren und der Behinderten ausgerichtet werden. Konkret stelle ich mir finanzielle Zuschüsse für Mitglieder, Übungsleiter, Sportveranstaltungen oder den Ankauf von Sportgeräten für diesen Bereich vor. Über das konkrete Instrumentarium würde ich nach der Wahl gern mit dem Kyffhäuser-Kreissportbund beraten. Die finanziellen Möglichkeiten des Landkreises müssen wir dabei allerdings (leider) berücksichtigen.
Einiges leisten wir auf diesem Gebiet allerdings bereits seit Jahren. Dazu zähle ich nicht zuletzt die Förderung des Ehrenamtes im Sport, die in unserem Landkreis erfreulicherweise eine lange Tradition hat. Hierzu gehört auch die finanzielle Unterstützung der Kreisjugendspiele sowie der Bundeswettbewerbe Jugend trainiert für Olympia.
Torsten Blümel: Für mich persönlich wird die Arbeit in den Sportvereinen von außerhalb zu sehr als reine Sportarbeit und getrennt von Kinder- und Jugend-, Senioren- und Behindertenarbeit betrachtet und gewertet. Dabei wird vergessen, dass z.B. Kinder- und Jugendarbeit nicht nur in den Vereinen und Einrichtungen betrieben wird, die sich speziell mit diesem Aufgabenbereich befassen.
So treffen sich in den Sportvereinen mehr Kinder und Jugendliche, als in den Freizeitzentren und Jugendclubs. Somit wird besonders auch in den Sportvereinen Kinder- und Jugendarbeit betrieben. Freizeit-, Breiten- und Leistungssport dienen der Vermittlung sozialer Grunderfahrungen und Bindungen und hier sind nach Thüringer Sportfördergesetz die besonderen Bedürfnisse behinderter, jüngerer und älterer Mitbürger zu berücksichtigen. Somit ist diese Bedeutung auch gesetzlich untersetzt.
Antje Hochwind: Sport zu treiben ist wichtig für unsere Gesellschaft und liegt mir besonders am
Herzen. Sportliche Betätigung ist ein wesentlicher Teil unserer Kultur und trägt in erheblichem Maß zur Lebensfreude und -qualität und zur Gesundheitsförderung der Menschen im Kyffhäuserkreis bei. Gerade Kinder und Jugendliche erlernen in Sportvereinen wichtige Werte und Tugenden, wie Fairness, Toleranz, Disziplin, Solidarität, Gemeinschaftsempfinden, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, Ordnung und Fleiß, die für das ganze Leben prägend sein können. Spitzensportler sind vielfach
Vorbilder für unsere Jugend. Sie sind Botschafter unserer Region. Auch der Kyffhäuserkreis hat Spitzensportler wie etwa Gunda Niemann- Stirnemann, Jörg Hoffmann oder Nils Schumann hervorgebracht. Kein anderer freiwilliger Zusammenschluss von Menschen hat so viele Mitglieder wie der organisierte Sport in seinen Verbänden und Vereinen.
In den Sportvereinen unseres Landkreises finden die Menschen, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, mit oder ohne Behinderung oder Migrationshintergrund gute Sportangebote, lizenzierte Übungsleiter und darüber hinaus ein soziales Umfeld, in dem sie sich wohl fühlen, Freunde finden, neue Herausforderungen suchen und testen und Probleme und Sorgen teilen können. Viele Sportvereine werden daher zur zweiten Heimat für ihre Mitglieder. Dies ist nur durch ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger in den Sportvereinen und –verbänden möglich. Mir ist bewusst, dass das Ehrenamt die treibende Kraft im Vereinssport ist! Deshalb ist es wichtig, die Menschen, die sich hier ehrenamtlich einbringen und andere trainieren und sportlich begleiten, immer wieder zu motivieren, zu begeistern und öffentlich zu würdigen. Hier würde ich zur jährlichen Sportlergala nicht nur die beliebtesten Sportler/-innen ehren, sondern auch besonders engagierte Ehrenamtliche z.B. Trainer oder Eltern, die regelmäßig den Fahrdienst zu den Wettbewerben absichern, würdigen.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Ich möchte alle Bevölkerungsgruppen zu Bewegung und Sport ermutigen und einladen. Dazu braucht es ein breites, sportartübergreifendes, spielorientiertes und interkulturell offenes Bewegungsangebot. Sportentwicklung muss so ausgerichtet sein, dass Alter, Behinderung oder sexuelle Identität den Zugang zum Sport nicht einschränken. Sportliche Betätigung darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern. Genauso wie die politische Bildung gehören sportliche Fähigkeiten und Betätigungen zu einer umfänglichen Persönlichkeitsbildung und müssen allen Kindern offen stehen.
Kritisch sehe ich in diesem Zusammenhang die eingeschränkten Hallennutzungszeiten für den Vereinssport. Ich meine: dieser darf nicht "hinten runter fallen" und braucht ebenfalls Unterstützung und entsprechende Sportanlagen.
Monika Landgraf: Dem Sporttreiben messe ich persönlich eine hohe Bedeutung im täglichen Leben zu. Durch das gemeinsame Sporttreiben in den Sportvereinen werden Eigenschaften wie Ausdauer, Disziplin und Willensstärke herausgebildet und allseitig gefördert. Aber auch für Senioren und Menschen mit Behinderung ist Sport eine wichtige Größe zur Erhaltung bzw. zur Erhöhung der Lebensqualität.
Allen Bürgerinnen und Bürgern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv sportlich zu betätigen, andererseits aber auch auf eine gute Unterstützung durch die Sportvereine zu vertrauen.
Voraussetzung hierfür ist, dass die Politiker, sprich der Landrat des Kyffhäuserkreises eng mit dem Kyffhäusersportbund zusammenarbeitet und in gemeinsamen Überlegungen, Verbesserungen im sogenannten Breitensport erreicht werden.
Für mich ist klar, dass der Landrat künftig enger mit den Sportvereinen zusammenarbeiten muss, um beiderseits tragbare Lösungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung des sportlichen Lebens zu erreichen.
Meine Bereitschaft zu dieser Zusammenarbeit liegt vor.
Mario Merten: Das Sporttreiben hat für mich persönlich eine sehr große Bedeutung da ich selbst sportlich aktiv bin. Es ist richtig und wichtig das allen Sportbegeisterten ob Kinder, Erwachsene,
Senioren oder Menschen mit Behinderung die Möglichkeit gegeben wird sich sportlich zu betätigen und Sie ihren Platz dadurch in einem organisierten Verein haben. Sport ist ein wichtiges Instrument für die Politik, welches aber unbedingt richtig angewendet werden muss. Ich setze mich für ein positives Zusammenwirken von Sport und Politik ein denn das dient der Integration, Versöhnung und Gleichberechtigung in unserem Landkreis.
2. Wird es mit Ihnen als Landrätin/als Landrat eine finanzielle, materielle bzw. personelle Unterstützung des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. als Sportdachverband geben? Wie würde diese gegebenenfalls konkret ausgestaltet sein?
Antwort:
Peter Hengstermann: Trotz der bekannten finanziellen Schwierigkeiten und gegen vereinzelte Widerstände hat der Landkreis unter meiner Führung an der Unterstützung des Kyffhäuser-Kreissportbundes festgehalten. Dies soll über das Jahr 2012 hinaus beibehalten werden. Ich danke an dieser Stelle auch dem Präsidium des KKSB für die stets faire und konstruktive Zusammenarbeit in dieser Frage. Inhaltlich haben wir die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern, aber auch die Mitgliedergewinnung in den Bereichen Kinder und Jugendliche, Frauen, Senioren sowie bei Menschen mit Behinderung verabredet. Daran möchte ich gern festhalten.
Den erfolgreichen Modellen anderer Landkreise folgend, schlage ich außerdem die Schaffung einer Bürgerstiftung vor, die auch die Förderung des Sports als Stiftungszweck vorsieht. Eine solche Stiftung schafft mehr Unabhängigkeit bei der Sportförderung von der Haushaltslage des Landkreises. Unternehmen aber auch jeder einzelne Bürger können durch ihre Spenden in den Vermögensstock der Stiftung einen ganz konkreten Beitrag zu einem Mehr an Miteinander im Kyffhäuserkreis leisten.
Torsten Blümel: Eine Unterstützung des KSB als den größten Dachverband im Kyffhäuserkreis ist notwendig. Wie diese aussehen kann, ist in erster Linie abhängig von der finanziellen Lage des Kyffhäuserkreises und muss daher auf seine Umsetzbarkeit geprüft werden. Mir ist bekannt, dass es hier bisher eine Unterstützung gegeben hat. Gesprächen mit dem KSB würde ich hier offen entgegensehen, deren Ergebnisse ich hier ohne Vorprüfung allerdings nicht vorweg nehmen möchte.
Antje Hochwind: Die finanzielle Förderung für sportliche Wettbewerbe (Pokale, Urkunden), Fahrtkosten, Sportveranstaltungen, die Ausbildung und Begleitung von Übungsleitern sowie die jährlich stattfindende Sportgala halte ich natürlich weiterhin für sehr wichtig. Auch die bedarfsgerechte Ausstattung des Kyffhäuser-Kreissportbundes mit der Kyffhäuser-Kreissportjugend sind wichtige Unterstützungsfaktoren für die ehrenamtliche Arbeit der einzelnen Sportvereine. Hier können gute Projekte wie z.B. Schule und Sportverein, die Kreisjugendspiele oder Sport statt Drogen umgesetzt und finanziell unterstützt werden.
Auch die Beratung und Unterstützung der 12.552 ehrenamtlichen Mitglieder in Sportvereinen des Kyffhäuserkreises bei Antragsstellungen für finanzielle Mittel, Gestaltung der Vereinssatzungen, Veranstaltungen usw. sind wichtige kreisliche Herausforderungen. Dabei kommt es auf Kontinuität und Verlässlichkeit an. Eine klare und verbindliche Vertragsgestaltung zur materiellen und personellen Ausstattung der Geschäftsstelle des Kyffhäuser-Kreissportbundes mit der Kyffhäuser-Kreissportjugend mit seinen ca. 3.050 organisierten Kindern und Jugendlichen ist mir sehr wichtig. Für mich sollte die Förderung des Sports im Kyffhäuserkreis auf folgenden Säulen
stehen:
- Vertrag zur materiellen und personellen Ausstattung der Geschäftsstelle des Kyffhäuser-Kreissportbundes mit der Kyffhäuser-Kreissportjugend,
- Zuschüsse für sportliche Wettbewerbe (Pokale, Urkunden), Fahrtkosten, Sportveranstaltungen, Kampf- und Schiedsrichtergebühren, Ausbildung von Übungsleitern, Kostenlose Nutzung von Sportstätten und –hallen im Kyffhäuserkreis für
Sportvereine und –verbände,
- Übungsleiterzuschüsse,
- Investitionszuschüsse,
- Ideelle und ggf. finanzielle Unterstützung der Sportlergala.
Schaut man sich die Fördermittel der letzten 10 Jahre an, die der Kyffhäuserkreis für die Sportförderung bereitgestellt hat, so sind hier starke Schwankungen und ein nicht unerheblicher finanzieller Rückgang zu verzeichnen. Und der ist größer als die demografische Verringerung.
Wurden 2003 noch 140.000 € im Haushalt eingestellt, waren es 2010 und 2011 nur jeweils 20.950 €. Das sind 1,66 € pro Mitglied im Jahr. Dieser Entwicklung gilt es gegen zu steuern.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Breitensport sollte sowohl kontinuierlich finanziell als auch mit allen anderen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden. Solche andere Mittel können z.B. Sponsoring aber auch Anerkennungen in Form von Ehrungen sein. Die Ehrung einer Stadt/ Landkreis ist für einen Sportler/eine Sportlerin nicht zu verachten. Durch die bestehenden engen finanziellen Rahmenbedingungen sehe ich persönlich den weiteren Ausbau und Förderung des Ehrenamts als vordringlich und auch realisierbar an.
Des Weiteren gilt für mich die Devise 'Sanierung statt Neubau'. Sportstätten müssen auf einen vernünftigen Stand gebracht und regelmäßig erneuert werden, aber nicht nur für SpitzensportlerInnen, sondern auch für den gesamten Breitensport. Wir wollen hier ein gutes Hand in Hand gehen – gerade weil Sport Vorbilder braucht und Breitensport auch von Erfolgen und Ereignissen im Profisport lebt und profitiert. Fakt ist, die derzeitige Förderung wird den berechtigten Ansprüchen nicht gerecht. Wir wollen im Landtag Mehrheiten gewinnen, um zu einer angemessenen Finanzierung zu kommen, um das Sportniveau in allen Kreisen Thüringens zu gewährleisten. Dafür setze ich mich persönlich auf Landesebene für den Kyffhäuserkreis ein. Diese Möglichkeit besteht für mich im Rahmen meiner Tätigkeit als Landessprecherin (Landesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen Thüringen).
In den Jugendämtern und jugendrelevanten Gremien, wie den kommunalen Jugendhilfeausschüssen, will ich mich für eine bessere Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit im Sport stark machen. Hier gilt es auch, Aufklärung zu betreiben und immer wieder herauszustellen, welchen wichtigen Beitrag der Sport auch im Rahmen von Jugendhilfe und Jugendarbeit leistet.
Monika Landgraf: Zu dieser Frage kann ich nur meine persönliche Meinung zum Ausdruck bringen, da ich zurzeit nicht den konkreten Überblick über den Bereich Finanzen und die derzeitige materielle Unterstützung des Landrates habe. Anknüpfend an die Beantwortung der Frage 1 werde ich die bisherige Unterstützung beibehalten und dort, wo es möglich ist, weiter ausgestalten. Hierbei denke ich insbesondere an die Beibehaltung der jetzigen personellen Unterstützung des Kreissportbundes durch die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes für einen Sportkoordinator. In diesem Fall ist unbedingt zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht diese Stelle aufzuwerten und evtl. als Vollbeschäftigteneinheit auszuweisen und zu besetzen. Nur durch eine qualitative Koordinierung der Sportvereine durch den Kyffhäuser-Kreissportbund e.V. als Dachverband und deren geplante Arbeit im gesamten Kyffhäuserkreis, kann sich der Breitensport im Kyffhäuserkreis entwickeln und die Mitglieder können entsprechende Erfolge bei den verschiedensten Wettbewerben erreichen, die das Ansehen des Kyffhäuserkreis über die Kreisgrenzen hinaus stärken. Positive Beispiele in dieser Hinsicht gibt es genügend.
Finanziell werde ich im Rahmen der Möglichkeiten, aber zumindest in der gleichen Höhe wie bisher unterstützen. Die sportliche Breitenarbeit darf nicht dem finanziellen Rotstift zum Opfer fallen. Über die Art und Weise, sowie die Höhe und Umfang der materiellen Unterstützung, sollte man sich bei einem gemeinsamen Gespräch einigen. Selbstverständlich werde ich bei sportlichen Höhepunkten im Kyffhäuserkreis anwesend sein und entsprechende Unterstützung geben.
Mario Merten: Über finanzielle und materielle Unterstützungen kann ich hier nur bedingt Auskunft geben. Ich möchte aber bei den unterschiedlichen Sportveranstaltungen den Pokal des Landrates ausrufen und werde mich natürlich auch dafür einsetzen Sport und Wirtschaft zu fördern. Im Grunde genommen sind Sport und Wirtschaft zwei ganz verschiedene Abteilungen, aber gerade in der heutigen Zeit kann der eine Part nicht ohne den Anderen funktionieren. Sport und Wirtschaft gehen eine Art Partnerschaft ein, um sich gegenseitig zu stützen, zu motivieren und zu stärken. Die Wirtschaft unterstützt die Vereine und verschiedene Sportarten durch Sponsoren und hilft so, dem Sport weiterer Popularität zu verleihen und die Vereine und Clubs zu unterstützen. Auf der anderen Seite geben viele Sportler Werbespots eine personenbezogene Identität, und geben somit der Wirtschaft positive Impulse. Ein Beispiel hierfür zeigte es besonders zu den Zeiten kurz vor der Fußballweltmeisterschaft 2010: die Fußballer der Nationalelf sind einer der stärksten Werbepartner für Firmen, die man sich vorstellen kann.
Durch den Zusammenschluss von Sport und Wirtschaft ist beiden beteiligten Parteien sehr geholfen, denn besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise sollte man sich die eigenen Ressourcen zu eigen machen und sie nutzen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die bestehenden Arbeitsplätze sichern.
Und wenn man dabei noch den Sport des eigenen Landkreises fördern und unterstützen kann, ergibt dies eine denkbar gute Symbiose.
Zudem hat man auch die Möglichkeit, die Kaufkraft der Verbraucher durch gute Beispiele der Sportler in die richtige Richtung lenken zu können. Wenn Sportler beispielsweise für gesunde und vertrauensvolle Produkte werben, können Kinder sich dieses zum Vorbild nehmen und sich beispielsweise bewusster und gesünder ernähren.
Kinder und Jugendliche sind durch Medien sehr beeinflussbar. Diese Eigenschaft wird von den Unternehmen genutzt um die Ernährung der Verbraucher in eine bessere Richtung zu weisen. Gegenteilig wäre der Sport in der heutigen Zeit nicht so populär, wenn er nicht so stark von der Wirtschaft unterstützt werden würde. Alles in Allem ist die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Sport ein wichtiges Instrument denn durch dessen Zusammenschluss erzielen beide Parteien große Vorteile.
Hierüber kann man sich z.B. mit SMS Free oder E-Mail auf dem Laufenden halten. Meine personelle Unterstützung kann ich Ihnen jetzt schon zusagen, denn als Landrat möchte ich natürlich an sportlichen Höhepunkten in unserem Kreis teilnehmen- und das nicht nur vor einer Wahl- wie zum Beispiel beim Ausrichten von Deutschen Meisterschaften, Landesmeisterschaften oder der traditionellen Sportlerehrung auf dem Kyffhäuser.
3. Wie positionieren Sie sich als Landratskandidatin/Landratskandidat in der Frage der unentgeltlichen Nutzung der Sporthallen und -anlagen des Landkreises durch die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V.?
Antwort:
Peter Hengstermann: Das Thüringer Sportfördergesetz legt im § 14 die unentgeltliche Nutzung von Sportstätten für Sportvereine und Sportverbände fest. Auch wenn die Förderung des Vereinssports zunächst Angelegenheit der Städte und Gemeinden ist, werde ich als Landrat an der unentgeltlichen Nutzung der Sporthallen und –anlagen des Landkreises festhalten.
Da wir als Schulträger in einigen Fällen die Sportstätten von Vereinen bzw. von Städten und Gemeinden nutzen, wäre bei einer Gebührenerhebung durch den Landkreis zu erwarten, dass wir ebenfalls zahlen müssten. Die zu erwartenden Nettoeinnahmen würden ohnehin durch den erforderlichen Verwaltungsaufwand deutlich geschmälert. Wir brauchen andere Entscheidungen, um die Finanzlage des Landkreises nachhaltig zu stabilisieren.
Torsten Blümel: Hier verweise ich auf § 14 des Thüringer Sportfördergesetzes, in dem es heißt: Die Nutzung der Sport- und Spielanlagen öffentlicher Träger für den Übungs- und Lehrbetrieb anerkannter Sportorganisationen… ist in der Regel unentgeltlich zu gewähren. Über diesen Fakt kann und darf sich auch kein Landrat hinwegsetzen.
Antje Hochwind: Aus einer Pressemitteilung des Landessportbundes Thüringen e.V. (LSB) auf die Medienberichte zur geplanten Änderung der Thüringer Sportstättenförderung ist ersichtlich, dass die Sportvereine nicht zur Zahlung von Hallennutzungsgebühren herangezogen werden sollen. Im §14 des Thüringer Sportfördergesetzes ist die unentgeltliche Nutzung von Sportstätten öffentlicher Träger durch die Vereine festgelegt. Dazu zählt auch die Nutzung von Schulturnhallen, die durch die Schulträger, Landkreise und kreisfreien Städte betrieben werden.
In der ab 1. Juli 2012 vorgesehenen Änderung der Thüringer Sportstättenförderung durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit sollen kommunale Schulsportanlagen nur noch dann über das Sportministerium gefördert werden, wenn zugleich ein Mehrbedarf für die Nutzung durch Vereine besteht. Ich halte die Erhebung von Gebühren für die Nutzung von Sporthallen und –anlagen im Kyffhäuserkreis für Sportvereine und –verbände für unpraktikabel und als falsches Signal. Die bisherige Verfahrensweise der unentgeltlichen Nutzung ist zum einen eine indirekte finanzielle Förderung der Sportvereine durch den Landkreis und zum anderen wäre eine Gebührenfestlegung, -einnahme und -kontrolle ein viel zu aufwendiges Verwaltungsverfahren. Die tatsächlichen Einnahmen stehen wahrscheinlich in keinem Verhältnis zum Aufwand und würden darüber hinaus einen negativen Einfluss auf das zukünftige Angebot und Mitgliederentwicklung in den Sportvereinen ausüben.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Aufgabe des Staates und der Kommunen ist es, das bürgerschaftliche Engagement zu stärken und durch bessere staatliche Rahmenbedingungen zu unterstützen. Im Sportverein werden gesellschaftspolitische Werte vermittelt, werden soziale Kompetenzen erlernt und alle gemäß ihrem Können gefördert und unterstützt. Sport verbindet, hat eine integrative Wirkung und beugt Gewalt vor. Das macht diesen sozialpolitisch unverzichtbar. Daher ein ganz klares Ja zur kostenfreien Nutzung aller Sporthallen und Sportanlagen des Landkreises auch und vor allem für die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser- Kreissportbundes!
Monika Landgraf: Mehrfach habe ich bereits auf die anspruchsvolle geleistete ehrenamtliche Arbeit der Sportvereine hingewiesen. Diese kann nur qualitativ hochwertig fortgeführt bzw. weiterentwickelt werden, wenn die entsprechende Unterstützung seitens des Landrates vorhanden ist. Wer sich für eine sinnvolle Freizeitgestaltung auf sportlichem Gebiet ausspricht, muss auch die erforderlichen Voraussetzungen dazu unterstützen. Ja, mit aller Konsequenz, ich bin dafür die sportlichen Anlagen (Plätze, Sporthallen usw.) deren Träger der Kyffhäuserkreis ist, den Mitgliedsvereinen des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen. Eine nachhaltige Förderung kann nur erreicht werden, wenn man sich auch dafür einsetzt.
Mario Merten: Das steht auch auf meiner Webseite in den Zehn Punkte Programm unter Punkt: http://www.mario-merten-kyffhaeuser.de/ 6. Sport im Kyffhäuserkreis Der Stellenwert des regionalen Sports wurde bisher nicht in ausreichendem Umfang erkannt und das vorhandene Potenzial demzufolge nicht entsprechend seiner Leistungsfähigkeit entwickelt. Hier liegt ebenso wie im Bereich Kunst und Kultur ein wichtiger Standortfaktor, der weiterhin ausgebaut werden muss. Die Sportvereine im Kyffhäuserkreis leisten ehrenamtlich anspruchsvolle Arbeit.
Insbesondere die Kinder- und Jugendförderung steht bei vielen Verantwortlichen vor Ort im Fokus. Diesen Weg muss auch der Landkreis weiter unterstützen. Für die vielen engagierten Sportlerinnen und Sportler sollen auch in Zukunft die Sportstätten in einem qualitativ hochwertigen Zustand kostenlos zur Verfügung stehen. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die zu fördernde Bewegung bei Kindern und Jugendlichen. Der Kreissportbund fungiert im Landkreis als wichtiges Bindeglied zwischen den Fachverbänden und stellt mit der Sportjugend ein engagiertes junges Team auf, das in der Fläche präsent ist und die Bewegung fördert. Auch hier müssen die nötigen Mittel in der Zukunft bereitgestellt werden. Sportplätze und Turnhallen sollen den Sportlerinnen und Sportlern kostenlos zur Verfügung stehen!
4. Werden Sie als künftige/r Landrätin/künftiger Landrat die finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beibehalten, steigern oder senken? Verfolgen Sie hierbei besondere inhaltliche Schwerpunkte?
Antwort:
Peter Hengstermann: Der bauliche Zustand vieler Sportstätten war im Jahre 1990 problematisch. Außerdem war der Bedarf an Turnhallen nur zu einem geringen Teil gedeckt. Inzwischen hat sich die Situation spürbar verbessert. Sportplätze, Vereinsgebäude, Schießanlagen, Tennisanlagen aber auch Turnhallen wurden saniert, erweitert oder neu errichtet. Für den Schul- und Vereinssport haben sich somit insgesamt die Rahmenbedingungen verbessert. Die finanzielle Unterstützung durch Bund, Land, Kommunen, die GfAW oder die Bundesagentur für Arbeit hat diese Entwicklung ermöglicht. Nicht vergessen möchte ich die Muskelkraft, mit der viele Sportlerinnen und Sportler ihren eigenen, ganz persönlichen Beitrag für die Verbesserung der Sportstättensituation geleistet haben. Vielen Dank hierfür.
Der Kyffhäuserkreis hat sich an solchen Investitionen oft finanziell beteiligt und ihr Gelingen somit erst ermöglicht. Als Leuchttürme sehe ich den Neubau der Mehrfeldturnhallen in Sondershausen und Bad Frankenhausen, die sanierten Stadien, Sportplätze, Schießstände, Tennisplätze und Turnhallen in so vielen Orten des Kyffhäuserkreises.
Im Rahmen des Konjunkturprogramms II sowie weiterer Schulbaumaßnahmen wurden und werden unter meiner Leitung u.a. die Schulturnhallen in Roßleben, Oldisleben und Westerengel grundhaft saniert.
Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es punktuell weiterhin Defizite gibt. Überall dort, wo eine überörtliche Nutzung der Sportstätten und die Verknüpfung mit dem Schulsport realisiert werden, sehe ich den Kyffhäuserkreis in einer Mitverantwortung. Dieser Verantwortung möchte ich durch das Bereitstellen von Investitionszuschüssen des Landkreises für die Sanierung und den bedarfsgerechten Neubau von Sportstätten auch in der Zukunft gerecht werden.
Torsten Blümel: In der derzeit angestrengten finanziellen Haushaltslage des Landkreises pauschal eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Investitionen zu versprechen, wäre sehr unglaubwürdig. Als Landrat würde ich auf jeden Fall in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund eine Prüfung und mögliche Überarbeitung der Sport- und Spielstätten-Rahmenleitplanung vornehmen, um den langfristigen Investitionsbedarf zu ermitteln. Darauf aufbauend wäre dann festzulegen, wie dieser Investitionsbedarf gedeckt werden kann. Inhaltliche Schwerpunkte würde ich dabei ausschließlich nach fachlicher Beratung mit dem KSB festlegen.
Antje Hochwind: Was heißt gleiche Höhe? Um Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beizubehalten, ist die Einstellung von finanziellen Mitteln im Haushalt erforderlich. Seit 2009 gibt es aber keine finanzielle Unterstützung mehr für investive Vorhaben der Sportinfrastruktur, jedenfalls im Freizeitbereich im Kyffhäuserkreis. Bis zum Jahr 2009 wurden jährlich noch 40.000 – 80.000 € in die Haushaltsplanung wenigstens aufgenommen. Leider fiel dabei auch so manche Summe der Haushaltskonsolidierung zum Opfer. Auf Nachfrage in der Kreisverwaltung habe ich erfahren, dass für 2012/13 je 5.000 € vorgesehen sind. Dieser Betrag entspricht aber nicht dem Bedarf. Manche Sportanlage im Kyffhäuserkreis sind dringend Erneuerungs- oder Sanierungsbedürftig. Wenn ich mir die Zahlen der jugendlichen Mitglieder in Sportvereinen in Thüringen ansehe, liegt die prozentuale Vereinszugehörigkeit bei Kindern im Alter zwischen 7 – 14 Jahren im Thüringendurchschnitt bei 43,85 % dieser Altersgruppe, im Kyffhäuserkreis sind es nur 34,52 %, also 9,3 % weniger. Ein Grund dafür sind sicherlich auch fehlende oder sanierungsbedürftige Sportanlagen. Deshalb sind in diesem Bereich weitere Investitionen unbedingt notwendig.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Ich sehe es persönlich als sehr wichtig an, die finanzielle Unterstützung der Sportinfrastruktur auf dem bisherigen Niveau zu halten. Dabei sollten aber die jeweiligen Investitionen auf den Prüfstand, um die knapper werdenden Finanzmittel auch sinnvoll und nachhaltig einzusetzen. So wurden in letzter Zeit Stimmen laut, die den Bau einer Schwimmhalle in der Kreisstadt fordern. Solche illusorischen Vorhaben kann man unseren Bürgerinnen und Bürgern gern unterbreiten, mit der Realität geht das jedoch nicht konform. Natürlich muss investiert werden, wobei ich, wie bereits erwähnt, die Meinung vertrete: Sanieren und Erhalten vor Neubau von Turnhallen/ Sportstätten/ Anlagen. Und der Erhalt des jetzigen Niveaus wird mit Blick in die Zukunft eine große Aufgabe, betrachtet man die sinkenden Einwohnerzahlen und hohe Abwanderungsquoten im Kyffhäuserkreis.
Mir ist es wichtig, Wirtschaft und Umwelt menschlich und sozial in Einklang zu bringen, das Sanierungen nicht nur modern, sondern auch energiesparend und damit nachhaltig sind. Erneuerbare Energien bergen hier im Kyffhäuserkreis noch immense Potenziale, gerade was die Sportstättensanierung anbelangt. Ich würde das Programm "Sonne für Vereine" gern noch ausweiten und auf viel mehr Sportstätten Anwendung finden lassen. Dabei weiß ich um die gute Partnerschaft von Sport und Naturschutz und messe dieser eine hohe Bedeutung zu, gerade weil sich Sportvereine immer wieder beteiligen, wenn es darum geht die Umwelt zu schützen. Die Zusammenarbeit der Vereine, dem Landessportbund und den kommunalen Sportbünden ist daher von großer Bedeutung für die Politik in Kreis und Kommunen. Und dieser Aufgabe werde ich mich gerne stellen.
Monika Landgraf: Wie bereits ausgeführt, muss und wird die finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beibehalten werden. Eine Senkung wird es mit mir, so ich als Landrätin gewählt werde, nicht geben. Überlegenswert ist für mich, nachdem mir der Finanzhaushalt des Kyffhäuserkreises im Detail bekannt ist, ob man über eine eventuelle Erhöhung nachdenken kann. Finanzielle Mittel im Vorfeld, für eine sinnvolle sportliche Freizeitbetätigung der Jugendlichen auszugeben, ist immer effektiver und sinnvoller, als diese Mittel jetzt zu kürzen oder einzusparen und im Nachhinein dann hohe Beträge zur Bekämpfung, beispielsweise der Drogenkriminalität, der Suchtbekämpfung und der Kriminalität auszugeben. Nützlicher ist die Ausgabe im Vorfeld, um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Gesundheit zu erhalten, zu fördern und dadurch mehr Vitalität und Lebensqualität zu erreichen. Nicht vergessen soll auch die förderliche Wirkung des Sports auf Geselligkeit, Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl sein.
Mario Merten: Da Sport in unserer Gesellschaft große Bedeutung hat, wäre es unklug die finanzielle Unterstützung hier zu senken und ich möchte, soweit ich als Person das beeinflussen kann, die finanzielle Unterstützung so beibehalten wie bisher.
Denn, in den letzten Jahren hat sich der Sport in unserer Gesellschaft wesentlich zentralisiert. Der Sport kann sich mit weiteren Größen, wie der Kunst oder der Politik durchaus messen. Sport nimmt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle ein. Nicht nur, dass durch den Sport für unser körperliches Wohl gesorgt ist, nein, Sport hat noch viel mehr Facetten als man eigentlich meinen möchte.
Ökonomisch gesehen ist Sport schon längst ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Das lukrative Geschäft mit dem Sport zeigt Kraft, wie es kaum ein anderes Werbemedium kann. Da Sport sich in den meisten Fällen mit Spannung, Abenteuer und Lebenslust identifizieren kann, ist es besonders für die großen Unternehmen von großem Wert. Das was der Sport erarbeitet, instrumentalisieren die heutigen Firmen für eigene Zwecke und hauchen den Sportarten ihren Repräsentanten die Düfte ihrer weitreichenden Produktpalette ganz nebenbei ein. Bei sportlichen Großereignissen wie einer Weltmeisterschaft oder ähnlichen Veranstaltungen gibt es einen regelrechten Kampf um die Übertragungsrechte. Sogar die VIP-Logen werden professionell vermarktet. Wie man sieht ist es dem Sport kaum möglich, nicht mit der Gesellschaft, Politik oder Wirtschaft zu kooperieren.
Sie sind mittlerweile fest zusammen arbeitende Partner geworden. Aus unserer Gesellschaft ist der Sport nicht mehr weg zu denken, er bildet einen festen Grundstein für unsere Lebensqualität und dient nicht mehr nur als Instrument zur körperlichen Ertüchtigung. Sport ist heute gleichgestellt mit der Pflege von Freundschaften und Akzeptanz in der Gesellschaft. Durch Sport können sich die Menschen näher kommen, sich in eine Gruppe anderer Menschen integrieren oder einfach nur etwas Dampf ablassen um danach entspannt den alltäglichen Dingen des Lebens entgegen zu gehen. Es ist weit mehr, als wir uns darunter vorstellen, man muss es sich nur einmal etwas genauer vor die Augen führen.
Autor: khhDer Kyffhäuser-Kreissportbund veröffentlichte jetzt die Wahlprüfsteine des Kyffhäuser-Kreissportbundes zur Landratswahl. Auf diesem Wege wollte man den Kandidaten auf den Zahn fühlen, wie der Sport durch den künftigen Landrat unterstützt wird. Wie der Fragen lauteten und welche Antworten die Kandidaten gaben, hat kn erfahren...
Am 22. April 2012 findet die Landratswahl im Kyffhäuserkreis statt. In mehreren Diskussionsrunden haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten bisher zu verschiedenen Themen- und Problemfeldern positioniert. Der Kyffhäuser-Kreissportbund e.V. als größter Dachverband im Kyffhäuserkreis mit derzeit 12.552 registrierten Mitgliedern, von denen ca. 9.500 wahlberechtigt sind, wählt einen anderen Weg. Das Präsidium des KKSB hatte in seiner letzten Beratung vier Wahlprüfsteine des organisierten Sports formuliert, welche nunmehr den Bewerberinnen und Bewerbern übersendet wurden. Alle Landratskandidatinnen und -kandidaten wurden nunmehr gebeten, uns Ihre Positionen hierzu bis zum 10. April 2012 zuzusenden. Die Antworten werden anschließend auf der Internetseite des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. veröffentlicht und unseren Mitgliedsvereinen über die vorhandenen Verteiler zur Verfügung stellen.
Nachtrag:
KN erhielt am 12.04. die nachfolgend noch fehlende Stellungnahme der FDP-Kandidatin Anje Ruppe: Wahlprüfsteien für Kanditaten (2)
1. Welche Bedeutung hat für Sie das Sporttreiben der Kinder und Jugendlichen, Frauen, Senioren und der Behinderten? Gibt es Ihrerseits besondere Ideen und Vorstellungen, wie diese Bereiche durch Sie als künftige Landrätin/künftiger Landrat unterstützt werden können?
Antwort:
Peter Hengstermann: Die herausragende Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft, in unserem Alltag ist bekannt und vielfach beschrieben. Er fasziniert und begeistert, Sport und Bewegung leisten einen wichtigen Beitrag dafür, dass Menschen leistungsfähiger und länger gesund bleiben. Sportvereine sind aber auch wichtige Sozialstationen, Sozialisationspunkte und unterstützen die gleichberechtigte Teilhabe benachteiligter Menschen am Leben in der Gesellschaft.
Nach meiner Auffassung sollte die Sportförderung des Kyffhäuserkreises noch stringenter auf die Bereiche Kinder und Jugendlichen, Frauen, Senioren und der Behinderten ausgerichtet werden. Konkret stelle ich mir finanzielle Zuschüsse für Mitglieder, Übungsleiter, Sportveranstaltungen oder den Ankauf von Sportgeräten für diesen Bereich vor. Über das konkrete Instrumentarium würde ich nach der Wahl gern mit dem Kyffhäuser-Kreissportbund beraten. Die finanziellen Möglichkeiten des Landkreises müssen wir dabei allerdings (leider) berücksichtigen.
Einiges leisten wir auf diesem Gebiet allerdings bereits seit Jahren. Dazu zähle ich nicht zuletzt die Förderung des Ehrenamtes im Sport, die in unserem Landkreis erfreulicherweise eine lange Tradition hat. Hierzu gehört auch die finanzielle Unterstützung der Kreisjugendspiele sowie der Bundeswettbewerbe Jugend trainiert für Olympia.
Torsten Blümel: Für mich persönlich wird die Arbeit in den Sportvereinen von außerhalb zu sehr als reine Sportarbeit und getrennt von Kinder- und Jugend-, Senioren- und Behindertenarbeit betrachtet und gewertet. Dabei wird vergessen, dass z.B. Kinder- und Jugendarbeit nicht nur in den Vereinen und Einrichtungen betrieben wird, die sich speziell mit diesem Aufgabenbereich befassen.
So treffen sich in den Sportvereinen mehr Kinder und Jugendliche, als in den Freizeitzentren und Jugendclubs. Somit wird besonders auch in den Sportvereinen Kinder- und Jugendarbeit betrieben. Freizeit-, Breiten- und Leistungssport dienen der Vermittlung sozialer Grunderfahrungen und Bindungen und hier sind nach Thüringer Sportfördergesetz die besonderen Bedürfnisse behinderter, jüngerer und älterer Mitbürger zu berücksichtigen. Somit ist diese Bedeutung auch gesetzlich untersetzt.
Antje Hochwind: Sport zu treiben ist wichtig für unsere Gesellschaft und liegt mir besonders am
Herzen. Sportliche Betätigung ist ein wesentlicher Teil unserer Kultur und trägt in erheblichem Maß zur Lebensfreude und -qualität und zur Gesundheitsförderung der Menschen im Kyffhäuserkreis bei. Gerade Kinder und Jugendliche erlernen in Sportvereinen wichtige Werte und Tugenden, wie Fairness, Toleranz, Disziplin, Solidarität, Gemeinschaftsempfinden, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, Ordnung und Fleiß, die für das ganze Leben prägend sein können. Spitzensportler sind vielfach
Vorbilder für unsere Jugend. Sie sind Botschafter unserer Region. Auch der Kyffhäuserkreis hat Spitzensportler wie etwa Gunda Niemann- Stirnemann, Jörg Hoffmann oder Nils Schumann hervorgebracht. Kein anderer freiwilliger Zusammenschluss von Menschen hat so viele Mitglieder wie der organisierte Sport in seinen Verbänden und Vereinen.
In den Sportvereinen unseres Landkreises finden die Menschen, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, mit oder ohne Behinderung oder Migrationshintergrund gute Sportangebote, lizenzierte Übungsleiter und darüber hinaus ein soziales Umfeld, in dem sie sich wohl fühlen, Freunde finden, neue Herausforderungen suchen und testen und Probleme und Sorgen teilen können. Viele Sportvereine werden daher zur zweiten Heimat für ihre Mitglieder. Dies ist nur durch ehrenamtliches Engagement der Bürgerinnen und Bürger in den Sportvereinen und –verbänden möglich. Mir ist bewusst, dass das Ehrenamt die treibende Kraft im Vereinssport ist! Deshalb ist es wichtig, die Menschen, die sich hier ehrenamtlich einbringen und andere trainieren und sportlich begleiten, immer wieder zu motivieren, zu begeistern und öffentlich zu würdigen. Hier würde ich zur jährlichen Sportlergala nicht nur die beliebtesten Sportler/-innen ehren, sondern auch besonders engagierte Ehrenamtliche z.B. Trainer oder Eltern, die regelmäßig den Fahrdienst zu den Wettbewerben absichern, würdigen.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Ich möchte alle Bevölkerungsgruppen zu Bewegung und Sport ermutigen und einladen. Dazu braucht es ein breites, sportartübergreifendes, spielorientiertes und interkulturell offenes Bewegungsangebot. Sportentwicklung muss so ausgerichtet sein, dass Alter, Behinderung oder sexuelle Identität den Zugang zum Sport nicht einschränken. Sportliche Betätigung darf nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern. Genauso wie die politische Bildung gehören sportliche Fähigkeiten und Betätigungen zu einer umfänglichen Persönlichkeitsbildung und müssen allen Kindern offen stehen.
Kritisch sehe ich in diesem Zusammenhang die eingeschränkten Hallennutzungszeiten für den Vereinssport. Ich meine: dieser darf nicht "hinten runter fallen" und braucht ebenfalls Unterstützung und entsprechende Sportanlagen.
Monika Landgraf: Dem Sporttreiben messe ich persönlich eine hohe Bedeutung im täglichen Leben zu. Durch das gemeinsame Sporttreiben in den Sportvereinen werden Eigenschaften wie Ausdauer, Disziplin und Willensstärke herausgebildet und allseitig gefördert. Aber auch für Senioren und Menschen mit Behinderung ist Sport eine wichtige Größe zur Erhaltung bzw. zur Erhöhung der Lebensqualität.
Allen Bürgerinnen und Bürgern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv sportlich zu betätigen, andererseits aber auch auf eine gute Unterstützung durch die Sportvereine zu vertrauen.
Voraussetzung hierfür ist, dass die Politiker, sprich der Landrat des Kyffhäuserkreises eng mit dem Kyffhäusersportbund zusammenarbeitet und in gemeinsamen Überlegungen, Verbesserungen im sogenannten Breitensport erreicht werden.
Für mich ist klar, dass der Landrat künftig enger mit den Sportvereinen zusammenarbeiten muss, um beiderseits tragbare Lösungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung des sportlichen Lebens zu erreichen.
Meine Bereitschaft zu dieser Zusammenarbeit liegt vor.
Mario Merten: Das Sporttreiben hat für mich persönlich eine sehr große Bedeutung da ich selbst sportlich aktiv bin. Es ist richtig und wichtig das allen Sportbegeisterten ob Kinder, Erwachsene,
Senioren oder Menschen mit Behinderung die Möglichkeit gegeben wird sich sportlich zu betätigen und Sie ihren Platz dadurch in einem organisierten Verein haben. Sport ist ein wichtiges Instrument für die Politik, welches aber unbedingt richtig angewendet werden muss. Ich setze mich für ein positives Zusammenwirken von Sport und Politik ein denn das dient der Integration, Versöhnung und Gleichberechtigung in unserem Landkreis.
2. Wird es mit Ihnen als Landrätin/als Landrat eine finanzielle, materielle bzw. personelle Unterstützung des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. als Sportdachverband geben? Wie würde diese gegebenenfalls konkret ausgestaltet sein?
Antwort:
Peter Hengstermann: Trotz der bekannten finanziellen Schwierigkeiten und gegen vereinzelte Widerstände hat der Landkreis unter meiner Führung an der Unterstützung des Kyffhäuser-Kreissportbundes festgehalten. Dies soll über das Jahr 2012 hinaus beibehalten werden. Ich danke an dieser Stelle auch dem Präsidium des KKSB für die stets faire und konstruktive Zusammenarbeit in dieser Frage. Inhaltlich haben wir die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern, aber auch die Mitgliedergewinnung in den Bereichen Kinder und Jugendliche, Frauen, Senioren sowie bei Menschen mit Behinderung verabredet. Daran möchte ich gern festhalten.
Den erfolgreichen Modellen anderer Landkreise folgend, schlage ich außerdem die Schaffung einer Bürgerstiftung vor, die auch die Förderung des Sports als Stiftungszweck vorsieht. Eine solche Stiftung schafft mehr Unabhängigkeit bei der Sportförderung von der Haushaltslage des Landkreises. Unternehmen aber auch jeder einzelne Bürger können durch ihre Spenden in den Vermögensstock der Stiftung einen ganz konkreten Beitrag zu einem Mehr an Miteinander im Kyffhäuserkreis leisten.
Torsten Blümel: Eine Unterstützung des KSB als den größten Dachverband im Kyffhäuserkreis ist notwendig. Wie diese aussehen kann, ist in erster Linie abhängig von der finanziellen Lage des Kyffhäuserkreises und muss daher auf seine Umsetzbarkeit geprüft werden. Mir ist bekannt, dass es hier bisher eine Unterstützung gegeben hat. Gesprächen mit dem KSB würde ich hier offen entgegensehen, deren Ergebnisse ich hier ohne Vorprüfung allerdings nicht vorweg nehmen möchte.
Antje Hochwind: Die finanzielle Förderung für sportliche Wettbewerbe (Pokale, Urkunden), Fahrtkosten, Sportveranstaltungen, die Ausbildung und Begleitung von Übungsleitern sowie die jährlich stattfindende Sportgala halte ich natürlich weiterhin für sehr wichtig. Auch die bedarfsgerechte Ausstattung des Kyffhäuser-Kreissportbundes mit der Kyffhäuser-Kreissportjugend sind wichtige Unterstützungsfaktoren für die ehrenamtliche Arbeit der einzelnen Sportvereine. Hier können gute Projekte wie z.B. Schule und Sportverein, die Kreisjugendspiele oder Sport statt Drogen umgesetzt und finanziell unterstützt werden.
Auch die Beratung und Unterstützung der 12.552 ehrenamtlichen Mitglieder in Sportvereinen des Kyffhäuserkreises bei Antragsstellungen für finanzielle Mittel, Gestaltung der Vereinssatzungen, Veranstaltungen usw. sind wichtige kreisliche Herausforderungen. Dabei kommt es auf Kontinuität und Verlässlichkeit an. Eine klare und verbindliche Vertragsgestaltung zur materiellen und personellen Ausstattung der Geschäftsstelle des Kyffhäuser-Kreissportbundes mit der Kyffhäuser-Kreissportjugend mit seinen ca. 3.050 organisierten Kindern und Jugendlichen ist mir sehr wichtig. Für mich sollte die Förderung des Sports im Kyffhäuserkreis auf folgenden Säulen
stehen:
- Vertrag zur materiellen und personellen Ausstattung der Geschäftsstelle des Kyffhäuser-Kreissportbundes mit der Kyffhäuser-Kreissportjugend,
- Zuschüsse für sportliche Wettbewerbe (Pokale, Urkunden), Fahrtkosten, Sportveranstaltungen, Kampf- und Schiedsrichtergebühren, Ausbildung von Übungsleitern, Kostenlose Nutzung von Sportstätten und –hallen im Kyffhäuserkreis für
Sportvereine und –verbände,
- Übungsleiterzuschüsse,
- Investitionszuschüsse,
- Ideelle und ggf. finanzielle Unterstützung der Sportlergala.
Schaut man sich die Fördermittel der letzten 10 Jahre an, die der Kyffhäuserkreis für die Sportförderung bereitgestellt hat, so sind hier starke Schwankungen und ein nicht unerheblicher finanzieller Rückgang zu verzeichnen. Und der ist größer als die demografische Verringerung.
Wurden 2003 noch 140.000 € im Haushalt eingestellt, waren es 2010 und 2011 nur jeweils 20.950 €. Das sind 1,66 € pro Mitglied im Jahr. Dieser Entwicklung gilt es gegen zu steuern.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Breitensport sollte sowohl kontinuierlich finanziell als auch mit allen anderen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden. Solche andere Mittel können z.B. Sponsoring aber auch Anerkennungen in Form von Ehrungen sein. Die Ehrung einer Stadt/ Landkreis ist für einen Sportler/eine Sportlerin nicht zu verachten. Durch die bestehenden engen finanziellen Rahmenbedingungen sehe ich persönlich den weiteren Ausbau und Förderung des Ehrenamts als vordringlich und auch realisierbar an.
Des Weiteren gilt für mich die Devise 'Sanierung statt Neubau'. Sportstätten müssen auf einen vernünftigen Stand gebracht und regelmäßig erneuert werden, aber nicht nur für SpitzensportlerInnen, sondern auch für den gesamten Breitensport. Wir wollen hier ein gutes Hand in Hand gehen – gerade weil Sport Vorbilder braucht und Breitensport auch von Erfolgen und Ereignissen im Profisport lebt und profitiert. Fakt ist, die derzeitige Förderung wird den berechtigten Ansprüchen nicht gerecht. Wir wollen im Landtag Mehrheiten gewinnen, um zu einer angemessenen Finanzierung zu kommen, um das Sportniveau in allen Kreisen Thüringens zu gewährleisten. Dafür setze ich mich persönlich auf Landesebene für den Kyffhäuserkreis ein. Diese Möglichkeit besteht für mich im Rahmen meiner Tätigkeit als Landessprecherin (Landesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen Thüringen).
In den Jugendämtern und jugendrelevanten Gremien, wie den kommunalen Jugendhilfeausschüssen, will ich mich für eine bessere Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Arbeit im Sport stark machen. Hier gilt es auch, Aufklärung zu betreiben und immer wieder herauszustellen, welchen wichtigen Beitrag der Sport auch im Rahmen von Jugendhilfe und Jugendarbeit leistet.
Monika Landgraf: Zu dieser Frage kann ich nur meine persönliche Meinung zum Ausdruck bringen, da ich zurzeit nicht den konkreten Überblick über den Bereich Finanzen und die derzeitige materielle Unterstützung des Landrates habe. Anknüpfend an die Beantwortung der Frage 1 werde ich die bisherige Unterstützung beibehalten und dort, wo es möglich ist, weiter ausgestalten. Hierbei denke ich insbesondere an die Beibehaltung der jetzigen personellen Unterstützung des Kreissportbundes durch die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes für einen Sportkoordinator. In diesem Fall ist unbedingt zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht diese Stelle aufzuwerten und evtl. als Vollbeschäftigteneinheit auszuweisen und zu besetzen. Nur durch eine qualitative Koordinierung der Sportvereine durch den Kyffhäuser-Kreissportbund e.V. als Dachverband und deren geplante Arbeit im gesamten Kyffhäuserkreis, kann sich der Breitensport im Kyffhäuserkreis entwickeln und die Mitglieder können entsprechende Erfolge bei den verschiedensten Wettbewerben erreichen, die das Ansehen des Kyffhäuserkreis über die Kreisgrenzen hinaus stärken. Positive Beispiele in dieser Hinsicht gibt es genügend.
Finanziell werde ich im Rahmen der Möglichkeiten, aber zumindest in der gleichen Höhe wie bisher unterstützen. Die sportliche Breitenarbeit darf nicht dem finanziellen Rotstift zum Opfer fallen. Über die Art und Weise, sowie die Höhe und Umfang der materiellen Unterstützung, sollte man sich bei einem gemeinsamen Gespräch einigen. Selbstverständlich werde ich bei sportlichen Höhepunkten im Kyffhäuserkreis anwesend sein und entsprechende Unterstützung geben.
Mario Merten: Über finanzielle und materielle Unterstützungen kann ich hier nur bedingt Auskunft geben. Ich möchte aber bei den unterschiedlichen Sportveranstaltungen den Pokal des Landrates ausrufen und werde mich natürlich auch dafür einsetzen Sport und Wirtschaft zu fördern. Im Grunde genommen sind Sport und Wirtschaft zwei ganz verschiedene Abteilungen, aber gerade in der heutigen Zeit kann der eine Part nicht ohne den Anderen funktionieren. Sport und Wirtschaft gehen eine Art Partnerschaft ein, um sich gegenseitig zu stützen, zu motivieren und zu stärken. Die Wirtschaft unterstützt die Vereine und verschiedene Sportarten durch Sponsoren und hilft so, dem Sport weiterer Popularität zu verleihen und die Vereine und Clubs zu unterstützen. Auf der anderen Seite geben viele Sportler Werbespots eine personenbezogene Identität, und geben somit der Wirtschaft positive Impulse. Ein Beispiel hierfür zeigte es besonders zu den Zeiten kurz vor der Fußballweltmeisterschaft 2010: die Fußballer der Nationalelf sind einer der stärksten Werbepartner für Firmen, die man sich vorstellen kann.
Durch den Zusammenschluss von Sport und Wirtschaft ist beiden beteiligten Parteien sehr geholfen, denn besonders in Zeiten der Wirtschaftskrise sollte man sich die eigenen Ressourcen zu eigen machen und sie nutzen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die bestehenden Arbeitsplätze sichern.
Und wenn man dabei noch den Sport des eigenen Landkreises fördern und unterstützen kann, ergibt dies eine denkbar gute Symbiose.
Zudem hat man auch die Möglichkeit, die Kaufkraft der Verbraucher durch gute Beispiele der Sportler in die richtige Richtung lenken zu können. Wenn Sportler beispielsweise für gesunde und vertrauensvolle Produkte werben, können Kinder sich dieses zum Vorbild nehmen und sich beispielsweise bewusster und gesünder ernähren.
Kinder und Jugendliche sind durch Medien sehr beeinflussbar. Diese Eigenschaft wird von den Unternehmen genutzt um die Ernährung der Verbraucher in eine bessere Richtung zu weisen. Gegenteilig wäre der Sport in der heutigen Zeit nicht so populär, wenn er nicht so stark von der Wirtschaft unterstützt werden würde. Alles in Allem ist die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Sport ein wichtiges Instrument denn durch dessen Zusammenschluss erzielen beide Parteien große Vorteile.
Hierüber kann man sich z.B. mit SMS Free oder E-Mail auf dem Laufenden halten. Meine personelle Unterstützung kann ich Ihnen jetzt schon zusagen, denn als Landrat möchte ich natürlich an sportlichen Höhepunkten in unserem Kreis teilnehmen- und das nicht nur vor einer Wahl- wie zum Beispiel beim Ausrichten von Deutschen Meisterschaften, Landesmeisterschaften oder der traditionellen Sportlerehrung auf dem Kyffhäuser.
3. Wie positionieren Sie sich als Landratskandidatin/Landratskandidat in der Frage der unentgeltlichen Nutzung der Sporthallen und -anlagen des Landkreises durch die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V.?
Antwort:
Peter Hengstermann: Das Thüringer Sportfördergesetz legt im § 14 die unentgeltliche Nutzung von Sportstätten für Sportvereine und Sportverbände fest. Auch wenn die Förderung des Vereinssports zunächst Angelegenheit der Städte und Gemeinden ist, werde ich als Landrat an der unentgeltlichen Nutzung der Sporthallen und –anlagen des Landkreises festhalten.
Da wir als Schulträger in einigen Fällen die Sportstätten von Vereinen bzw. von Städten und Gemeinden nutzen, wäre bei einer Gebührenerhebung durch den Landkreis zu erwarten, dass wir ebenfalls zahlen müssten. Die zu erwartenden Nettoeinnahmen würden ohnehin durch den erforderlichen Verwaltungsaufwand deutlich geschmälert. Wir brauchen andere Entscheidungen, um die Finanzlage des Landkreises nachhaltig zu stabilisieren.
Torsten Blümel: Hier verweise ich auf § 14 des Thüringer Sportfördergesetzes, in dem es heißt: Die Nutzung der Sport- und Spielanlagen öffentlicher Träger für den Übungs- und Lehrbetrieb anerkannter Sportorganisationen… ist in der Regel unentgeltlich zu gewähren. Über diesen Fakt kann und darf sich auch kein Landrat hinwegsetzen.
Antje Hochwind: Aus einer Pressemitteilung des Landessportbundes Thüringen e.V. (LSB) auf die Medienberichte zur geplanten Änderung der Thüringer Sportstättenförderung ist ersichtlich, dass die Sportvereine nicht zur Zahlung von Hallennutzungsgebühren herangezogen werden sollen. Im §14 des Thüringer Sportfördergesetzes ist die unentgeltliche Nutzung von Sportstätten öffentlicher Träger durch die Vereine festgelegt. Dazu zählt auch die Nutzung von Schulturnhallen, die durch die Schulträger, Landkreise und kreisfreien Städte betrieben werden.
In der ab 1. Juli 2012 vorgesehenen Änderung der Thüringer Sportstättenförderung durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit sollen kommunale Schulsportanlagen nur noch dann über das Sportministerium gefördert werden, wenn zugleich ein Mehrbedarf für die Nutzung durch Vereine besteht. Ich halte die Erhebung von Gebühren für die Nutzung von Sporthallen und –anlagen im Kyffhäuserkreis für Sportvereine und –verbände für unpraktikabel und als falsches Signal. Die bisherige Verfahrensweise der unentgeltlichen Nutzung ist zum einen eine indirekte finanzielle Förderung der Sportvereine durch den Landkreis und zum anderen wäre eine Gebührenfestlegung, -einnahme und -kontrolle ein viel zu aufwendiges Verwaltungsverfahren. Die tatsächlichen Einnahmen stehen wahrscheinlich in keinem Verhältnis zum Aufwand und würden darüber hinaus einen negativen Einfluss auf das zukünftige Angebot und Mitgliederentwicklung in den Sportvereinen ausüben.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Aufgabe des Staates und der Kommunen ist es, das bürgerschaftliche Engagement zu stärken und durch bessere staatliche Rahmenbedingungen zu unterstützen. Im Sportverein werden gesellschaftspolitische Werte vermittelt, werden soziale Kompetenzen erlernt und alle gemäß ihrem Können gefördert und unterstützt. Sport verbindet, hat eine integrative Wirkung und beugt Gewalt vor. Das macht diesen sozialpolitisch unverzichtbar. Daher ein ganz klares Ja zur kostenfreien Nutzung aller Sporthallen und Sportanlagen des Landkreises auch und vor allem für die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser- Kreissportbundes!
Monika Landgraf: Mehrfach habe ich bereits auf die anspruchsvolle geleistete ehrenamtliche Arbeit der Sportvereine hingewiesen. Diese kann nur qualitativ hochwertig fortgeführt bzw. weiterentwickelt werden, wenn die entsprechende Unterstützung seitens des Landrates vorhanden ist. Wer sich für eine sinnvolle Freizeitgestaltung auf sportlichem Gebiet ausspricht, muss auch die erforderlichen Voraussetzungen dazu unterstützen. Ja, mit aller Konsequenz, ich bin dafür die sportlichen Anlagen (Plätze, Sporthallen usw.) deren Träger der Kyffhäuserkreis ist, den Mitgliedsvereinen des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen. Eine nachhaltige Förderung kann nur erreicht werden, wenn man sich auch dafür einsetzt.
Mario Merten: Das steht auch auf meiner Webseite in den Zehn Punkte Programm unter Punkt: http://www.mario-merten-kyffhaeuser.de/ 6. Sport im Kyffhäuserkreis Der Stellenwert des regionalen Sports wurde bisher nicht in ausreichendem Umfang erkannt und das vorhandene Potenzial demzufolge nicht entsprechend seiner Leistungsfähigkeit entwickelt. Hier liegt ebenso wie im Bereich Kunst und Kultur ein wichtiger Standortfaktor, der weiterhin ausgebaut werden muss. Die Sportvereine im Kyffhäuserkreis leisten ehrenamtlich anspruchsvolle Arbeit.
Insbesondere die Kinder- und Jugendförderung steht bei vielen Verantwortlichen vor Ort im Fokus. Diesen Weg muss auch der Landkreis weiter unterstützen. Für die vielen engagierten Sportlerinnen und Sportler sollen auch in Zukunft die Sportstätten in einem qualitativ hochwertigen Zustand kostenlos zur Verfügung stehen. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die zu fördernde Bewegung bei Kindern und Jugendlichen. Der Kreissportbund fungiert im Landkreis als wichtiges Bindeglied zwischen den Fachverbänden und stellt mit der Sportjugend ein engagiertes junges Team auf, das in der Fläche präsent ist und die Bewegung fördert. Auch hier müssen die nötigen Mittel in der Zukunft bereitgestellt werden. Sportplätze und Turnhallen sollen den Sportlerinnen und Sportlern kostenlos zur Verfügung stehen!
4. Werden Sie als künftige/r Landrätin/künftiger Landrat die finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beibehalten, steigern oder senken? Verfolgen Sie hierbei besondere inhaltliche Schwerpunkte?
Antwort:
Peter Hengstermann: Der bauliche Zustand vieler Sportstätten war im Jahre 1990 problematisch. Außerdem war der Bedarf an Turnhallen nur zu einem geringen Teil gedeckt. Inzwischen hat sich die Situation spürbar verbessert. Sportplätze, Vereinsgebäude, Schießanlagen, Tennisanlagen aber auch Turnhallen wurden saniert, erweitert oder neu errichtet. Für den Schul- und Vereinssport haben sich somit insgesamt die Rahmenbedingungen verbessert. Die finanzielle Unterstützung durch Bund, Land, Kommunen, die GfAW oder die Bundesagentur für Arbeit hat diese Entwicklung ermöglicht. Nicht vergessen möchte ich die Muskelkraft, mit der viele Sportlerinnen und Sportler ihren eigenen, ganz persönlichen Beitrag für die Verbesserung der Sportstättensituation geleistet haben. Vielen Dank hierfür.
Der Kyffhäuserkreis hat sich an solchen Investitionen oft finanziell beteiligt und ihr Gelingen somit erst ermöglicht. Als Leuchttürme sehe ich den Neubau der Mehrfeldturnhallen in Sondershausen und Bad Frankenhausen, die sanierten Stadien, Sportplätze, Schießstände, Tennisplätze und Turnhallen in so vielen Orten des Kyffhäuserkreises.
Im Rahmen des Konjunkturprogramms II sowie weiterer Schulbaumaßnahmen wurden und werden unter meiner Leitung u.a. die Schulturnhallen in Roßleben, Oldisleben und Westerengel grundhaft saniert.
Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es punktuell weiterhin Defizite gibt. Überall dort, wo eine überörtliche Nutzung der Sportstätten und die Verknüpfung mit dem Schulsport realisiert werden, sehe ich den Kyffhäuserkreis in einer Mitverantwortung. Dieser Verantwortung möchte ich durch das Bereitstellen von Investitionszuschüssen des Landkreises für die Sanierung und den bedarfsgerechten Neubau von Sportstätten auch in der Zukunft gerecht werden.
Torsten Blümel: In der derzeit angestrengten finanziellen Haushaltslage des Landkreises pauschal eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Investitionen zu versprechen, wäre sehr unglaubwürdig. Als Landrat würde ich auf jeden Fall in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund eine Prüfung und mögliche Überarbeitung der Sport- und Spielstätten-Rahmenleitplanung vornehmen, um den langfristigen Investitionsbedarf zu ermitteln. Darauf aufbauend wäre dann festzulegen, wie dieser Investitionsbedarf gedeckt werden kann. Inhaltliche Schwerpunkte würde ich dabei ausschließlich nach fachlicher Beratung mit dem KSB festlegen.
Antje Hochwind: Was heißt gleiche Höhe? Um Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beizubehalten, ist die Einstellung von finanziellen Mitteln im Haushalt erforderlich. Seit 2009 gibt es aber keine finanzielle Unterstützung mehr für investive Vorhaben der Sportinfrastruktur, jedenfalls im Freizeitbereich im Kyffhäuserkreis. Bis zum Jahr 2009 wurden jährlich noch 40.000 – 80.000 € in die Haushaltsplanung wenigstens aufgenommen. Leider fiel dabei auch so manche Summe der Haushaltskonsolidierung zum Opfer. Auf Nachfrage in der Kreisverwaltung habe ich erfahren, dass für 2012/13 je 5.000 € vorgesehen sind. Dieser Betrag entspricht aber nicht dem Bedarf. Manche Sportanlage im Kyffhäuserkreis sind dringend Erneuerungs- oder Sanierungsbedürftig. Wenn ich mir die Zahlen der jugendlichen Mitglieder in Sportvereinen in Thüringen ansehe, liegt die prozentuale Vereinszugehörigkeit bei Kindern im Alter zwischen 7 – 14 Jahren im Thüringendurchschnitt bei 43,85 % dieser Altersgruppe, im Kyffhäuserkreis sind es nur 34,52 %, also 9,3 % weniger. Ein Grund dafür sind sicherlich auch fehlende oder sanierungsbedürftige Sportanlagen. Deshalb sind in diesem Bereich weitere Investitionen unbedingt notwendig.
Antje Ruppe: …
Babette Pfefferlein: Ich sehe es persönlich als sehr wichtig an, die finanzielle Unterstützung der Sportinfrastruktur auf dem bisherigen Niveau zu halten. Dabei sollten aber die jeweiligen Investitionen auf den Prüfstand, um die knapper werdenden Finanzmittel auch sinnvoll und nachhaltig einzusetzen. So wurden in letzter Zeit Stimmen laut, die den Bau einer Schwimmhalle in der Kreisstadt fordern. Solche illusorischen Vorhaben kann man unseren Bürgerinnen und Bürgern gern unterbreiten, mit der Realität geht das jedoch nicht konform. Natürlich muss investiert werden, wobei ich, wie bereits erwähnt, die Meinung vertrete: Sanieren und Erhalten vor Neubau von Turnhallen/ Sportstätten/ Anlagen. Und der Erhalt des jetzigen Niveaus wird mit Blick in die Zukunft eine große Aufgabe, betrachtet man die sinkenden Einwohnerzahlen und hohe Abwanderungsquoten im Kyffhäuserkreis.
Mir ist es wichtig, Wirtschaft und Umwelt menschlich und sozial in Einklang zu bringen, das Sanierungen nicht nur modern, sondern auch energiesparend und damit nachhaltig sind. Erneuerbare Energien bergen hier im Kyffhäuserkreis noch immense Potenziale, gerade was die Sportstättensanierung anbelangt. Ich würde das Programm "Sonne für Vereine" gern noch ausweiten und auf viel mehr Sportstätten Anwendung finden lassen. Dabei weiß ich um die gute Partnerschaft von Sport und Naturschutz und messe dieser eine hohe Bedeutung zu, gerade weil sich Sportvereine immer wieder beteiligen, wenn es darum geht die Umwelt zu schützen. Die Zusammenarbeit der Vereine, dem Landessportbund und den kommunalen Sportbünden ist daher von großer Bedeutung für die Politik in Kreis und Kommunen. Und dieser Aufgabe werde ich mich gerne stellen.
Monika Landgraf: Wie bereits ausgeführt, muss und wird die finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beibehalten werden. Eine Senkung wird es mit mir, so ich als Landrätin gewählt werde, nicht geben. Überlegenswert ist für mich, nachdem mir der Finanzhaushalt des Kyffhäuserkreises im Detail bekannt ist, ob man über eine eventuelle Erhöhung nachdenken kann. Finanzielle Mittel im Vorfeld, für eine sinnvolle sportliche Freizeitbetätigung der Jugendlichen auszugeben, ist immer effektiver und sinnvoller, als diese Mittel jetzt zu kürzen oder einzusparen und im Nachhinein dann hohe Beträge zur Bekämpfung, beispielsweise der Drogenkriminalität, der Suchtbekämpfung und der Kriminalität auszugeben. Nützlicher ist die Ausgabe im Vorfeld, um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Gesundheit zu erhalten, zu fördern und dadurch mehr Vitalität und Lebensqualität zu erreichen. Nicht vergessen soll auch die förderliche Wirkung des Sports auf Geselligkeit, Kameradschaft und Zusammengehörigkeitsgefühl sein.
Mario Merten: Da Sport in unserer Gesellschaft große Bedeutung hat, wäre es unklug die finanzielle Unterstützung hier zu senken und ich möchte, soweit ich als Person das beeinflussen kann, die finanzielle Unterstützung so beibehalten wie bisher.
Denn, in den letzten Jahren hat sich der Sport in unserer Gesellschaft wesentlich zentralisiert. Der Sport kann sich mit weiteren Größen, wie der Kunst oder der Politik durchaus messen. Sport nimmt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle ein. Nicht nur, dass durch den Sport für unser körperliches Wohl gesorgt ist, nein, Sport hat noch viel mehr Facetten als man eigentlich meinen möchte.
Ökonomisch gesehen ist Sport schon längst ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Das lukrative Geschäft mit dem Sport zeigt Kraft, wie es kaum ein anderes Werbemedium kann. Da Sport sich in den meisten Fällen mit Spannung, Abenteuer und Lebenslust identifizieren kann, ist es besonders für die großen Unternehmen von großem Wert. Das was der Sport erarbeitet, instrumentalisieren die heutigen Firmen für eigene Zwecke und hauchen den Sportarten ihren Repräsentanten die Düfte ihrer weitreichenden Produktpalette ganz nebenbei ein. Bei sportlichen Großereignissen wie einer Weltmeisterschaft oder ähnlichen Veranstaltungen gibt es einen regelrechten Kampf um die Übertragungsrechte. Sogar die VIP-Logen werden professionell vermarktet. Wie man sieht ist es dem Sport kaum möglich, nicht mit der Gesellschaft, Politik oder Wirtschaft zu kooperieren.
Sie sind mittlerweile fest zusammen arbeitende Partner geworden. Aus unserer Gesellschaft ist der Sport nicht mehr weg zu denken, er bildet einen festen Grundstein für unsere Lebensqualität und dient nicht mehr nur als Instrument zur körperlichen Ertüchtigung. Sport ist heute gleichgestellt mit der Pflege von Freundschaften und Akzeptanz in der Gesellschaft. Durch Sport können sich die Menschen näher kommen, sich in eine Gruppe anderer Menschen integrieren oder einfach nur etwas Dampf ablassen um danach entspannt den alltäglichen Dingen des Lebens entgegen zu gehen. Es ist weit mehr, als wir uns darunter vorstellen, man muss es sich nur einmal etwas genauer vor die Augen führen.
