Villa Amalia
Montag, 30. April 2012, 06:15 Uhr
Mit der Aufführung des Dramas "Villa Amalia" (F 2009) setzt am Freitag das StuKi 76 im Panorama Museum Bad Frankenhausen seine Filmreihen fort. Wie immer ein Tipp von Fred Böhme...
Regie: Benoît Jacquot
Buch: Julien Boivent, Benoît Jacquot
D.: Isabelle Huppert, Jean-Hugues Anglade, Xavier Beauvois, Maya Sansa, Clara Bindi
FSK: o.A., L.: 94 min
Als Ann Hiden, eine anerkannte Konzertpianistin, sieht, wie ihr Mann eine andere küsst, trennt sie sich nicht nur von ihm, sondern rigoros von ihrem bisherigen Leben. Sie löst ihr Bankkonto auf, sagt die Konzerttournee ab, verkauft Wohnung und sogar das geliebte Piano, verbrennt CDs und Briefe. Sie geht mit kleinem Gepäck auf Reisen durch Europa, wandert über die Alpen und wird auch schon mal neben einem Fremden wach, bis sie ihr persönliches Paradies entdeckt, die Villa Amalia auf Ischia. Jacquot, seit Jahrzehnten an dem Typ Frau interessiert, der sich in irgendeiner Form - sei es nun sexuell, seelisch oder sozial - befreit, vollendet in dieser Verfilmung von Pascal Quignards Roman seine Vorstellung von totaler Aufgabe der Existenz.
Eine erschreckend fragile Isabelle Huppert zerstört planmäßig alles, was ihrer Figur etwas bedeutete, sie will bei null neu beginnen. Dieser Neubeginn hat nichts mit Selbstfindung zu tun oder meditativer Reise ins Innere, sondern damit, endlich in Ruhe gelassen zu werden, auf das Wesentliche zu reduzieren. Huppert trägt den Film, den man nicht verstehen, sondern nur nachempfinden kann, auf ihren Schultern, und irgendwann scheinen sich durch das intensive Spiel die Persönlichkeiten Ann/Isabelle zu verwischen. Denn was heißt schon Wirklichkeit oder Illusion? kino.de
Weitere Infos/Trailer etc. unter: http://www.kino.de/kinofilm/villa-amalia/118922
Termin 4. Mai, 20:00 Uhr im StuKi 76
Mit Shuttleservice! Abfahrt ab REHA-Klinik 19:30 Uhr. Interessenten melden bitte ihren Bedarf unter der 0800-3023666 an bzw. REHA-Patienten tragen sich bitte in die Liste im Patientenordner ein!
Fred Böhme
Autor: khhRegie: Benoît Jacquot
Buch: Julien Boivent, Benoît Jacquot
D.: Isabelle Huppert, Jean-Hugues Anglade, Xavier Beauvois, Maya Sansa, Clara Bindi
FSK: o.A., L.: 94 min
Als Ann Hiden, eine anerkannte Konzertpianistin, sieht, wie ihr Mann eine andere küsst, trennt sie sich nicht nur von ihm, sondern rigoros von ihrem bisherigen Leben. Sie löst ihr Bankkonto auf, sagt die Konzerttournee ab, verkauft Wohnung und sogar das geliebte Piano, verbrennt CDs und Briefe. Sie geht mit kleinem Gepäck auf Reisen durch Europa, wandert über die Alpen und wird auch schon mal neben einem Fremden wach, bis sie ihr persönliches Paradies entdeckt, die Villa Amalia auf Ischia. Jacquot, seit Jahrzehnten an dem Typ Frau interessiert, der sich in irgendeiner Form - sei es nun sexuell, seelisch oder sozial - befreit, vollendet in dieser Verfilmung von Pascal Quignards Roman seine Vorstellung von totaler Aufgabe der Existenz.
Eine erschreckend fragile Isabelle Huppert zerstört planmäßig alles, was ihrer Figur etwas bedeutete, sie will bei null neu beginnen. Dieser Neubeginn hat nichts mit Selbstfindung zu tun oder meditativer Reise ins Innere, sondern damit, endlich in Ruhe gelassen zu werden, auf das Wesentliche zu reduzieren. Huppert trägt den Film, den man nicht verstehen, sondern nur nachempfinden kann, auf ihren Schultern, und irgendwann scheinen sich durch das intensive Spiel die Persönlichkeiten Ann/Isabelle zu verwischen. Denn was heißt schon Wirklichkeit oder Illusion? kino.de
Weitere Infos/Trailer etc. unter: http://www.kino.de/kinofilm/villa-amalia/118922
Termin 4. Mai, 20:00 Uhr im StuKi 76
Mit Shuttleservice! Abfahrt ab REHA-Klinik 19:30 Uhr. Interessenten melden bitte ihren Bedarf unter der 0800-3023666 an bzw. REHA-Patienten tragen sich bitte in die Liste im Patientenordner ein!
Fred Böhme
