Wertung der Wahlprüfsteine
Dienstag, 17. April 2012, 07:25 Uhr
Bei kn waren Fragen und Antworten der Wahlprüfsteine des Kyffhäuser-Kreissportbundes in Gänze nachzulesen. Das Fazit zu den Antworten der Landratskandidaten auf die Wahlprüfsteine zog jetzt der Kyffhäuser-Kreissportbund in einer Pressemeldung...
Zunächst möchten sich das Präsidium des Kyffhäuser-Kreissportbundes bei alle Landratskandidatinnen und -kandidaten für deren Antworten auf die Wahlprüfsteine des KKSB herzlich bedanken. Wir haben damit zumeist deutliche Positionen zum Sport und damit im Zusammenhang stehenden Fragen und Problemen, auf deren Einhaltung wir in der kommenden Wahlperiode drängen werden.
Zu keinem Zeitpunkt hatte der KKSB die Absicht eine Wahlempfehlung abzugeben. Dies ist Sache von Parteien und Wählervereinigungen. Trotzdem haben wir die feste Absicht, auf einige Besonderheiten in den Antworten aufmerksam zu machen:
Frage 1:
Welche Bedeutung hat für Sie das Sporttreiben der Kinder und Jugendlichen, Frauen, Senioren und der Behinderten? Gibt es Ihrerseits besondere Ideen und Vorstellungen, wie diese Bereiche durch Sie als künftige Landrätin/künftiger Landrat unterstützt werden können?
Alle Bewerber haben in ihren Antworten die besondere Rolle des Sports gewürdigt und dabei auf verschiedene Facetten körperlicher Betätigung in Sportvereinen aufmerksam gemacht. Als Schwerpunkte wurden dabei vor allem die soziale und persönlichkeitsfördernde Wirkung körperlicher Betätigung in Vereinen, die Aus- und Fortbildung sowie die Würdigung des Ehrenamtes im Sport hervorgehoben. Einvernehmlich ist das Bekenntnis zu einer engen und kontinuierlichen Zusammenarbeit mit dem Kyffhäuser-Kreissportbund.
Frage 2:
Wird es mit Ihnen als Landrätin/als Landrat eine finanzielle, materielle bzw. personelle Unterstützung des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. als Sportdachverband geben? Wie würde diese gegebenenfalls konkret ausgestaltet sein?
Bei der Beantwortung dieser Frage gibt es eine Vielzahl von Unterschieden in den Antworten der Bewerber. Generell wird die weitere finanzielle, materielle bzw. personelle Unterstützung zugesichert. Auf Grund der prekären Situation der öffentlichen Haushalte erscheint jedoch die von einer/m BewerberIN vorgetragene Inaussichtstellung deutlich höherer Zuwendungen des Kyffhäuserkreises für den organisierten Sport wenig glaubhaft.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage ist der KKSB für ein Beibehalten des derzeitigen Fördervolumens bzw. dessen maßvolle Anhebung. Wichtig ist für den Sport, dass die Förderung des Landkreises geeignet sein sollte, um die innerhalb des organisierten Sports vorhandenen Sports vorhandenen Defizite abzubauen. Wie bisher sollten die konkreten Förderschwerunkte zwischen dem Landkreis und dem KKSB abgestimmt werden. Basis für eine Entkopplung der Förderung des Sports von der jeweiligen Haushaltslage könnte das Modell einer Bürgerstiftung im Kyffhäuserkreis haben. Solche Modelle haben sich in zahlreichen Landkreisen bewährt.
Frage 3:
Wie positionieren Sie sich als Landratskandidatin/Landratskandidat in der Frage der unentgeltlichen Nutzung der Sporthallen und –anlagen des Landkreises durch die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V.?
Bei dieser für viele Mitgliedsvereine im KKSB wichtigen Frage haben alle Bewerber sich ausdrücklich für die weiterhin unentgeltliche Nutzung der Sporthallen und –anlagen des Landkreises durch die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser-Kreissportbundes ausgesprochen. Drei Bewerber verwiesen dabei auf den entsprechenden § 14 im Thüringer Sportfördergesetz, was besondere Qualifizierung der Antwort betrachtet werden könnte.
Frage 4:
Werden Sie als künftige Landrätin/künftiger Landrat die finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beibehalten, steigern oder senken? Verfolgen Sie hierbei besondere inhaltliche Schwerpunkte?
Auch die Beantwortung dieser Frage offenbart zwischen den Antworten einige Qualitätsunterschiede. Mit Recht wird darauf verwiesen, dass sich in den vergangenen Jahren die Sportinfrastruktur im Kyffhäuserkreis an vielen Stellen positiv verändert hat. Die Mitwirkung zahlreicher Sportvereine und deren Mitglieder an dieser Entwicklung werden verschiedentlich erwähnt.
Selbstverständlich wäre aus Sicht des KKSB wünschenswert, wenn die Förderung von Sportinvestitionen aufwachsen könnte. Auch hier erscheinen entsprechende Zusagen eher wahltaktischer Natur.
Aus Sicht des KKSB ist es ein Erfolg, dass im Rahmen des Konjunkturprogramms II sowie weiterer Schulbaumaßnahmen Schulturnhallen in mehreren Orten des Kyffhäuserkreises grundhaft saniert werden und drei neue Sportaußenanlagen entstanden bzw. entstehen.
Da es punktuell weiterhin Defizite gibt, könnte der formulierte Grundsatz eine Orientierung für Sportinvestitionen durch den Kyffhäuserkreis sein, vor allem dort eine finanzielle Unterstützung zu gewähren, wo eine überörtliche Nutzung der Sportstätte und die Verknüpfung mit dem Schulsport realisiert wird.
Der Kyffhäuser-Kreissportbund gibt keine Wahlempfehlung ab. Die Antworten zu den Wahlprüfsteinen können den Wählerinnen und Wählern Ihre Entscheidung aber hoffentlich erleichtern.
Eine Bitte haben wir aber doch:
Gehen Sie zur Wahl und machen Sie von Ihrem Wahlrecht aktiv Gebrauch!
Dr. Andreas Räuber
Präsident des KKSB e.V.
Hinweis Redaktion
Hier finden Sie die einzelnen Antworten der Kandidaten:
WAHLPRÜFSTEINE FÜR KANDIDATEN (1)
WAHLPRÜFSTEINE FÜR KANDIDATEN (2)
Autor: khhZunächst möchten sich das Präsidium des Kyffhäuser-Kreissportbundes bei alle Landratskandidatinnen und -kandidaten für deren Antworten auf die Wahlprüfsteine des KKSB herzlich bedanken. Wir haben damit zumeist deutliche Positionen zum Sport und damit im Zusammenhang stehenden Fragen und Problemen, auf deren Einhaltung wir in der kommenden Wahlperiode drängen werden.
Zu keinem Zeitpunkt hatte der KKSB die Absicht eine Wahlempfehlung abzugeben. Dies ist Sache von Parteien und Wählervereinigungen. Trotzdem haben wir die feste Absicht, auf einige Besonderheiten in den Antworten aufmerksam zu machen:
Frage 1:
Welche Bedeutung hat für Sie das Sporttreiben der Kinder und Jugendlichen, Frauen, Senioren und der Behinderten? Gibt es Ihrerseits besondere Ideen und Vorstellungen, wie diese Bereiche durch Sie als künftige Landrätin/künftiger Landrat unterstützt werden können?
Alle Bewerber haben in ihren Antworten die besondere Rolle des Sports gewürdigt und dabei auf verschiedene Facetten körperlicher Betätigung in Sportvereinen aufmerksam gemacht. Als Schwerpunkte wurden dabei vor allem die soziale und persönlichkeitsfördernde Wirkung körperlicher Betätigung in Vereinen, die Aus- und Fortbildung sowie die Würdigung des Ehrenamtes im Sport hervorgehoben. Einvernehmlich ist das Bekenntnis zu einer engen und kontinuierlichen Zusammenarbeit mit dem Kyffhäuser-Kreissportbund.
Frage 2:
Wird es mit Ihnen als Landrätin/als Landrat eine finanzielle, materielle bzw. personelle Unterstützung des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V. als Sportdachverband geben? Wie würde diese gegebenenfalls konkret ausgestaltet sein?
Bei der Beantwortung dieser Frage gibt es eine Vielzahl von Unterschieden in den Antworten der Bewerber. Generell wird die weitere finanzielle, materielle bzw. personelle Unterstützung zugesichert. Auf Grund der prekären Situation der öffentlichen Haushalte erscheint jedoch die von einer/m BewerberIN vorgetragene Inaussichtstellung deutlich höherer Zuwendungen des Kyffhäuserkreises für den organisierten Sport wenig glaubhaft.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage ist der KKSB für ein Beibehalten des derzeitigen Fördervolumens bzw. dessen maßvolle Anhebung. Wichtig ist für den Sport, dass die Förderung des Landkreises geeignet sein sollte, um die innerhalb des organisierten Sports vorhandenen Sports vorhandenen Defizite abzubauen. Wie bisher sollten die konkreten Förderschwerunkte zwischen dem Landkreis und dem KKSB abgestimmt werden. Basis für eine Entkopplung der Förderung des Sports von der jeweiligen Haushaltslage könnte das Modell einer Bürgerstiftung im Kyffhäuserkreis haben. Solche Modelle haben sich in zahlreichen Landkreisen bewährt.
Frage 3:
Wie positionieren Sie sich als Landratskandidatin/Landratskandidat in der Frage der unentgeltlichen Nutzung der Sporthallen und –anlagen des Landkreises durch die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser-Kreissportbundes e.V.?
Bei dieser für viele Mitgliedsvereine im KKSB wichtigen Frage haben alle Bewerber sich ausdrücklich für die weiterhin unentgeltliche Nutzung der Sporthallen und –anlagen des Landkreises durch die Mitgliedsvereine des Kyffhäuser-Kreissportbundes ausgesprochen. Drei Bewerber verwiesen dabei auf den entsprechenden § 14 im Thüringer Sportfördergesetz, was besondere Qualifizierung der Antwort betrachtet werden könnte.
Frage 4:
Werden Sie als künftige Landrätin/künftiger Landrat die finanzielle Unterstützung des Landkreises für Investitionen in die Sportinfrastruktur in gleicher Höhe beibehalten, steigern oder senken? Verfolgen Sie hierbei besondere inhaltliche Schwerpunkte?
Auch die Beantwortung dieser Frage offenbart zwischen den Antworten einige Qualitätsunterschiede. Mit Recht wird darauf verwiesen, dass sich in den vergangenen Jahren die Sportinfrastruktur im Kyffhäuserkreis an vielen Stellen positiv verändert hat. Die Mitwirkung zahlreicher Sportvereine und deren Mitglieder an dieser Entwicklung werden verschiedentlich erwähnt.
Selbstverständlich wäre aus Sicht des KKSB wünschenswert, wenn die Förderung von Sportinvestitionen aufwachsen könnte. Auch hier erscheinen entsprechende Zusagen eher wahltaktischer Natur.
Aus Sicht des KKSB ist es ein Erfolg, dass im Rahmen des Konjunkturprogramms II sowie weiterer Schulbaumaßnahmen Schulturnhallen in mehreren Orten des Kyffhäuserkreises grundhaft saniert werden und drei neue Sportaußenanlagen entstanden bzw. entstehen.
Da es punktuell weiterhin Defizite gibt, könnte der formulierte Grundsatz eine Orientierung für Sportinvestitionen durch den Kyffhäuserkreis sein, vor allem dort eine finanzielle Unterstützung zu gewähren, wo eine überörtliche Nutzung der Sportstätte und die Verknüpfung mit dem Schulsport realisiert wird.
Der Kyffhäuser-Kreissportbund gibt keine Wahlempfehlung ab. Die Antworten zu den Wahlprüfsteinen können den Wählerinnen und Wählern Ihre Entscheidung aber hoffentlich erleichtern.
Eine Bitte haben wir aber doch:
Gehen Sie zur Wahl und machen Sie von Ihrem Wahlrecht aktiv Gebrauch!
Dr. Andreas Räuber
Präsident des KKSB e.V.
Hinweis Redaktion
Hier finden Sie die einzelnen Antworten der Kandidaten:
WAHLPRÜFSTEINE FÜR KANDIDATEN (1)
WAHLPRÜFSTEINE FÜR KANDIDATEN (2)
