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Schweinemastanlagen im Kyffhäuserkreis - nein danke

Freitag, 20. April 2012, 20:19 Uhr

Die Bürgerinitiative „Diamantene Aue“in Oldisleben trifft sich regelmäßig alle acht Wochen. Eines dieser Treffen, habe ich als Landratskandidatin am Montag den 16.04.2012 besucht, so Monika Landgraf (VIBT) in einer Pressemeldung...

Ich war sehr bewegt, wie engagiert die Probleme am Ort, in der Umgebung und die des Landkreises angesprochen wurden. Zielgerichtet wurden die Fragen an die anwesenden Landratskandidaten gerichtet.

Das Thema „Bau der Schweinemast“ nicht nur in Oldisleben,sondern überall im Kyffhäuserkreis stellt derzeit das größte Problem dar.
Der Einsatz und das Engagemen um diesen Bau zu verhindern, ist bewundernswert. Die Bürgerinitiative hat in ihrem Kampf gegen den Bau der Schweinemastanlage sogar einen Rechtsanwalt beauftraget, in der Hoffnung zu ihrem Recht zu kommen.

Die Kosten für den Rechtsanwalt zahlt die Bürgerinitiative und die Einwender (Bürger, die sich gegen den geplanten Ausbau wehren )aus der eigenen Tasche. Hier fließen keine Staatsgelder!

Auch bin ich der Einladung der Bürgerinitiative nach Trebra gefolgt. Hier ist ebenfalls das Thema „Bau der Schweinemastanlage“, für 2200 Schweine in Holzengel, regelmäßig auf der Tagesordnung. Eine Anlage mit 1600 Schweinen gibt es bereits.

Hier möchte ich auf ein paar zusammenfassende positive und negative Fakten verweisen, die so eine Anlage mit sich bringt.

Positiv zu sehen ist, dass 1 ½ Arbeitsplätze geschaffen werden.

Negativ zu sehen ist, es werden Massen an Fleisch produziert, was nicht nur europaweit sondern auch ins Ausland geliefert wird. Man zerstört z.B. in China dem Kleinbauern seine Existenz, um dann wieder Fördergelder zu investieren.

Auch die Landwirtschaftsbetriebe in der Region werden zerstört und Arbeitsplätze gehen dadurch verloren.

Der Grund und Boden wird durch die Güllebelastung systematisch zerstört, was auch Folgen für die Grundwasserversorgung nach sich ziehen könnte.

Die Straßen werden durch den Abtransport der Gülle zerstört und auf den belasteten Böden wächst nichts „Grünes“ mehr. Der Wertverlust der Ländereien wird für jeden sichtbar sein.

Der Erholungwert und die Lebensqualität jedes einzelnen Menschen geht verloren.

Die Betreiber erhalten für den Bau solcher Anlagen mehrere Millionen Fördergelder , wo der kleine Mann nichts davon hat. Wenn aber die Felder in 10 bis 15 Jahren herabgewirtschaftet und die Betreiber verschwunden sind, muß der kleine Mann wieder in die Tasche greifen und die Renaturierung bezahlen.

Aus diesem Grund dürfen z.B. in Holland diese Anlagen nicht mehr gebaut werden!

Die Aufgaben eines Landrates

Den Landkreis nach aussen zu repräsendieren und für das Gemeinwohl der Bürger in seinem zuständigen Landkreis zu sorgen.

Ganz offensichtlich dient die Genehmigung solcher Mastanlagen nicht dem Wohl der Gemeinschaft.
Auch bin ich überrascht darüber, wie schnell so ein Antrags-und Raumordnungsverfahren über die Bühne gehen kann. In Holzengel hat dies nicht mal 4 Monate gedauert.

Eine Entscheidung des Landrates, die so massiv und negativ in die Lebensqualität der Gemeinschaft eingreift ,sollte meiner Meinung nach nicht so oberflächlich, sondern intensiver mit den zuständigen Fachämtern und den Menschen, die davon betroffen sind, besprochen werden. Schließlich haben die Menschen hart dafür arbeiten müssen.

Solche Politik die am Gemeinwohl der Menschen vorbei geht, wird seit 22 Jahren von CDU und SPD gemacht.

Monika Landgraf
Landratskandidatin des VIBT
für den Kyffhäuserkreis
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