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Wago setzt Zeichen!

Dienstag, 24. April 2012, 13:03 Uhr
„Respekt!“ – ein kleines Schild mit großer Wirkung: WAGO in Sondershausen und die IG Metall erteilen Fremdenfeindlichkeit eine klare Absage mit folgenden Stichworten...

• Industriegewerkschaft ist Partner bei Initiative für mehr Toleranz
• WAGO fördert Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Respekt! Kein Platz für Rassismus“ – so lautet die Botschaft einer im Juni 2010 in Frankfurt am Main ins Leben gerufenen
Initiative. Sie wirbt für einen respektvollen Umgang miteinander und wird von zahlreichen engagierten Menschen, darunter Prominente aus Sport, Medien und Kultur, unterstützt. Dazu zählen zum Beispiel Borussia-Dortmund-Trainer Jürgen Klopp, Comedian Bülent Ceylan und Fernsehmoderator Johannes B. Kerner. Mit der IG Metall als größte deutsche Einzelgewerkschaft hat die Initiative seit März 2011 einen starken Partner, der sich in Betrieben für mehr Respekt und Toleranz einsetzt.

Bundesweite Mitmach-Aktion stößt auf große Resonanz

Die Botschaft wird nicht nur durch Verhaltensweisen und Worte vorgelebt, sondern auch durch eine bundesweite Mitmach-Aktion weitergetragen. Zentrales Element ist ein 21 mal 30 Zentimeter großes „Respekt!“-Schild aus Emaille. Als deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung findet es sich an immer mehr öffentlichen Sportplätzen, Vereinsflächen, in Schulen sowie Unternehmen – und seit heute auch im Eingangsbereich des Sondershäuser Werkes des High-Tech-Unternehmens WAGO.

Wago setzt Zeichen! (Foto: Wago) Wago setzt Zeichen! (Foto: Wago)

„Da unsere Gewerkschaft die Kampagne mit Nachdruck unterstützt, haben wir WAGO als einen der größten Arbeitgeber der Region ans Herz gelegt, sich zu beteiligen – und sind sofort auf offene Ohren gestoßen“, berichtet Kirsten Joachim Breuer vom IG-Metall-Kooperationsbüro Thüringen und von der Verwaltungsstelle Nordhausen. Die auch aufgrund der Gräueltaten der Thüringer Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) entfachten politischen Diskussionen über Rechtsextremismus zeigten, dass diese Initiative – bedauerlicherweise – mehr denn je nötig sei.


Wago setzt Zeichen! (Foto: Wago) Wago setzt Zeichen! (Foto: Wago)

Sie setzen ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Toleranz (von links): Kirsten Joachim Breuer (IG-Metall-Kooperationsbüro Thüringen), Jörg Hampl (WAGO-Werksleiter Sondershausen), Frank Sonneck (Betriebsratsvorsitzender WAGO Sondershausen), Markus Starke (Personalleiter WAGO Sondershausen) und Axel Börner (WAGO-Geschäftsführer). Fotos: Wago

„Auch wenn es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, dass Rassismus in unserem Unternehmen keinen Platz hat, begrüßen wir die Initiative und zeigen gern Flagge für Integration“, betonte der Sondershäuser WAGO-Betriebsratsvorsitzende Frank
Sonneck bei der Montage des „Respekt!“-Schriftzuges. Frank Sonneck: „WAGO ist als globaler Anbieter von elektrischer Verbindungstechnik und Automatisierungslösungen schließlich nicht nur weltweit zu Hause, sondern auch das Zuhause für Menschen aus aller Welt. Somit ist das neue Schild für uns eine ideale Zustandsbeschreibung.“ Das Know-how von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religionen gewinne in Deutschland im Hinblick auf den Fachkräftemangel immer mehr an Bedeutung.

WAGO beteiligt sich an Kinderbetreuungskosten und forciert ausgewogenere Ernährung

Da fairer, respektvoller Umgang im Elternhaus anfängt, hat die Förderung von Familien für WAGO einen besonderen Stellenwert. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich das Unternehmen jetzt in einer Vereinbarung mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat dazu verpflichtet, sich freiwillig an den Betreuungskosten von noch nicht schulpflichtigen Kindern zu beteiligen. WAGO unterstützt die Unterbringung und Betreuung von Kindern sowie Stiefkindern im Alter von bis zu drei Jahren mit einem monatlichen Zuschuss in Höhe von 75 Euro; für ältere Kinder werden 50 Euro pro Monat gezahlt. Auf diese Weise sollen die Kosten für Kindergrippen- und Kindergartenplätze abgemildert werden. Auch das Thema „gesunde Ernährung“ treibt das Unternehmen voran: Die Geschäftsführung hat den Essengeldzuschuss erhöht, um so eine ausgewogenere Speisenauswahl in den Kantinen Minden und Sondershausen zu ermöglichen. Jörg Hampl, Werksleiter in Sondershausen: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der IG Metall und dem Gesamtbetriebsrat Vereinbarungen getroffen haben, die den Familien und der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugute kommen.“


Über die Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“
Die Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ wurde im Juni 2010 ins Leben gerufen. Sie setzt sich ein für einen respektvollen Umgang miteinander. Viele prominente und engagierte Menschen aus Sport, Verbänden und Kultur unterstützen die Initiative schon heute. Mit der IG Metall hat die Initiative einen starken Partner, der in Betrieben sichtbare Zeichen setzt – für mehr Respekt und Toleranz. Mehr unter www.respekt.tv.

Autor: khh

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