kn-Forum: Kritik zur Wahl
Dienstag, 24. April 2012, 20:08 Uhr
Gönnen wir uns etwas – und wählen die Veränderung! So die Überschrift eines Leserbriefs, der soeben kn erreichte. Es ging um den Wahlgang am Sonntag und auch um etwas Ausblick...
Gönnen wir uns etwas – und wählen die Veränderung!
Die Landratswahl im Kyffhäuserkreis hat in den letzten Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. In keinem anderen Kreis in Thüringen zogen sechs Gegenkandidaten in die Schlacht, um die Tauglichkeit des Regenten in Frage zu stellen. Man wagte Kritik und eine politische Debatte entfachte, die bisher schlicht nicht vorhanden war.
Das gefiel mir, einem 21-jährigen Studenten, den es noch nicht aus Sondershausen weg getrieben hat. Euphorisch saß ich am Sonntag, den 22. April, vor einem Live- Ticker im Internet und verfolgte Meldungen von Reportern aus ganz Thüringen. Eine Spannung baute sich auf, wie ich sie zuletzt bei einem guten Fußballspiel miterleben durfte.
Mancherorts gab es sehr hohe Wahlbeteiligungen und stets hielt ich nach News zum Kyffhäuserkreis Ausschau – aber nichts kam. Als die Medien dann die öffentlichen Ergebnisse bekannt gaben, war meine Begeisterung dahin: Unsere Wahlbeteiligung war zwar um einige Prozentpunkte höher, als vor sechs Jahren; aber dennoch weit unter 50 % - sie lag bei 44,5 %. Das ist für mich ein übler Scherz.
Kann es sein, dass uns die Lokalpolitik der nächsten sechs Jahre so wenig tangiert? Viele bedauern unsere Position, die wir in Thüringen in vielerlei Hinsicht haben: Die des Schlusslichtes. Aber dennoch wählen wir mit 44,2 % eine Fortsetzung dieses Trends? Wollen wir uns weiter selbst bemitleiden? Ich nicht. Weil wir es nicht nötig haben: Der Kyffhäuserkreis könnte eine wachsende und noch lebenswertere Region sein, in der junge Menschen ihre Zukunft sehen.
Nordhausen hat eine Hochschule – und siehe da: Die Stadt wächst und straft denjenigen lügen, der behauptet, dass wir uns mit einer Abwanderung zufrieden geben müssten – oder noch schlimmer: Alles läge am Bösewicht Demographischer Wandel. Also warum geben wir, die wir die Wahl haben, das Zepter nicht in die Hand einer Person, die einen neuen Kurs einschlagen möchte?
Experten meinen, dass Herr Hengstermann nur deswegen in die Stichwahl muss, weil eben sechs Gegenkandidaten ganze Arbeit geleistet haben. Vielen Dank ihnen – ich bewundere Ihr Engagement!
Sind wir also Gegeißelte der Bundespolitik? Sind wir zu faul, uns zu informieren? Haben wir Angst vorm `Schwarzen Mann´? Ich erschrecke bei dem Gedanken, dass alles beim Alten bleiben könnte. Also sollten wir alle auffordern – die Familien, unsere Freunde und gerade die Nichtwähler, die wir kennen - wählen zu gehen: Am 6. Mai eine Stimme zu sein. Gönnen wir uns eine Zukunft, die etwas verändern will. Wir brauchen die Veränderung. Die nächsten sechs Jahre sind eben nicht unwichtig. Wen ich wähle, wissen Sie ja längst.
Samuel Schraps
Sondershausen
Gönnen wir uns etwas – und wählen die Veränderung!
Die Landratswahl im Kyffhäuserkreis hat in den letzten Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. In keinem anderen Kreis in Thüringen zogen sechs Gegenkandidaten in die Schlacht, um die Tauglichkeit des Regenten in Frage zu stellen. Man wagte Kritik und eine politische Debatte entfachte, die bisher schlicht nicht vorhanden war.
Das gefiel mir, einem 21-jährigen Studenten, den es noch nicht aus Sondershausen weg getrieben hat. Euphorisch saß ich am Sonntag, den 22. April, vor einem Live- Ticker im Internet und verfolgte Meldungen von Reportern aus ganz Thüringen. Eine Spannung baute sich auf, wie ich sie zuletzt bei einem guten Fußballspiel miterleben durfte.
Mancherorts gab es sehr hohe Wahlbeteiligungen und stets hielt ich nach News zum Kyffhäuserkreis Ausschau – aber nichts kam. Als die Medien dann die öffentlichen Ergebnisse bekannt gaben, war meine Begeisterung dahin: Unsere Wahlbeteiligung war zwar um einige Prozentpunkte höher, als vor sechs Jahren; aber dennoch weit unter 50 % - sie lag bei 44,5 %. Das ist für mich ein übler Scherz.
Kann es sein, dass uns die Lokalpolitik der nächsten sechs Jahre so wenig tangiert? Viele bedauern unsere Position, die wir in Thüringen in vielerlei Hinsicht haben: Die des Schlusslichtes. Aber dennoch wählen wir mit 44,2 % eine Fortsetzung dieses Trends? Wollen wir uns weiter selbst bemitleiden? Ich nicht. Weil wir es nicht nötig haben: Der Kyffhäuserkreis könnte eine wachsende und noch lebenswertere Region sein, in der junge Menschen ihre Zukunft sehen.
Nordhausen hat eine Hochschule – und siehe da: Die Stadt wächst und straft denjenigen lügen, der behauptet, dass wir uns mit einer Abwanderung zufrieden geben müssten – oder noch schlimmer: Alles läge am Bösewicht Demographischer Wandel. Also warum geben wir, die wir die Wahl haben, das Zepter nicht in die Hand einer Person, die einen neuen Kurs einschlagen möchte?
Experten meinen, dass Herr Hengstermann nur deswegen in die Stichwahl muss, weil eben sechs Gegenkandidaten ganze Arbeit geleistet haben. Vielen Dank ihnen – ich bewundere Ihr Engagement!
Sind wir also Gegeißelte der Bundespolitik? Sind wir zu faul, uns zu informieren? Haben wir Angst vorm `Schwarzen Mann´? Ich erschrecke bei dem Gedanken, dass alles beim Alten bleiben könnte. Also sollten wir alle auffordern – die Familien, unsere Freunde und gerade die Nichtwähler, die wir kennen - wählen zu gehen: Am 6. Mai eine Stimme zu sein. Gönnen wir uns eine Zukunft, die etwas verändern will. Wir brauchen die Veränderung. Die nächsten sechs Jahre sind eben nicht unwichtig. Wen ich wähle, wissen Sie ja längst.
Samuel Schraps
Sondershausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khhDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
