Tipps der Verkehrswacht
Donnerstag, 26. April 2012, 11:09 Uhr
Junge Fahrer – Erst die Party, dann der Unfall? Unter der Überschrift gibt es Tipps der Deutschen Verkehrswacht...
Jedes Wochenende finden deutschlandweit unzählige Partys, Feste und Feten statt. Für deren Besucher, meist junge Erwachsene, bedeutet dies nicht nur Feiern und Spaß sondern auch erhöhte Unfallgefahr, vor allem auf Landstraßen. Die Deutsche Verkehrswacht möchte daher mit ihrer Aktion Landstraße vor allem junge Fahrer für die Unfallgefahren sensibilisieren.
Das Risikobewusstsein von Fahranfängern ist noch nicht besonders ausgeprägt, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. Zudem fehlt ihnen Fahr-Routine, die erst im Laufe der Jahre kommt. Das sind zwei wesentliche Unfallursachen, die zur Todesfalle werden können.
734 junge Erwachsene kamen 2011 im Straßenverkehr ums Leben, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von über sechs Prozent.
Wenn Partygänger sich in den Nachtstunden auf den Heimweg machen, steigt das Risiko schwerer Verkehrsunfälle an. Davon betroffen sind vor allem junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren: Ihr Anteil an den tödlich Verunglückten übersteigt freitags und samstags zwischen zwei und vier Uhr nachts die Fünfzig-Prozentmarke, obwohl sie nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung stellen.
Lebensgefährliche Risikounterschätzung
Besonders häufig sind die Unfälle auf der Landstraße auf überhöhte Geschwindigkeit (69 Prozent) oder Alkoholeinfluss (15 Prozent) zurückzuführen. Doch Alkoholkonsum gehört bei jungen Disko- und Partygängern einfach dazu. Das Tückische: Während der Alkohol einerseits das Selbstbewusstsein stärkt, senkt er auf der anderen Seite die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. Vor allem junge Menschen unterschätzen diese Gefahr, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Jeder dritte Alkoholunfall im Jahr 2010 wird einem Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren angelastet. Und die Zahl der Drogendelikte im Straßenverkehr – Alkohol ausgenommen – hat sich zwischen 2000 und 2009 mehr als vervierfacht: Die Unfallzahl schnellte von 6.000 auf 27.600 hoch.
Alkohol ist (un)berechenbar
Alkohol macht die Augen lichtempfindlicher, das Sehfeld wird eingeschränkt und der Tunnelblick trübt die Wahrnehmung. Zudem können Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht mehr richtig eingeschätzt werden. Der Körper baut den Alkohol nur langsam ab: gerade einmal zwischen 0,1 und 0,15 Promille pro Stunde. Wer meint durch eine kalte Dusche, frische Luft oder einen starken Kaffe den Alkoholabbau vorantreiben zu können, irrt. Besser ist es, den Wagen auch am Morgen danach stehen zu lassen.
Absolutes Alkoholverbot für junge Fahrer
Für alle Autofahrer in der zweijährigen Probezeit nach dem Führerscheinerwerb sowie für alle unter 21-jährigen Autofahrer gilt ein absolutes Alkoholverbot. Wer sich dennoch unter Alkoholeinfluss hinters Steuer setzt, dem drohen Bußgeld, Punkte in Flensburg, die Verlängerung der Probezeit oder der Verlust der Fahrerlaubnis. Vor allem setzt der Fahrer sich, seine Mitfahrer und alle anderen Straßenverkehrsteilnehmer erheblichen Gefahren aus, denn Alkoholunfälle haben überdurchschnittlich schwere Folgen. Während 2010 bei allen Unfällen mit Personenschaden 13 Getötete und 217 Schwerverletzte auf 1.000 Unfälle kamen, waren es bei den entsprechenden Alkoholunfällen 23 Getötete und 332 Schwerverletzte je 1.000 Unfälle.
Autor: khhJedes Wochenende finden deutschlandweit unzählige Partys, Feste und Feten statt. Für deren Besucher, meist junge Erwachsene, bedeutet dies nicht nur Feiern und Spaß sondern auch erhöhte Unfallgefahr, vor allem auf Landstraßen. Die Deutsche Verkehrswacht möchte daher mit ihrer Aktion Landstraße vor allem junge Fahrer für die Unfallgefahren sensibilisieren.
Das Risikobewusstsein von Fahranfängern ist noch nicht besonders ausgeprägt, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. Zudem fehlt ihnen Fahr-Routine, die erst im Laufe der Jahre kommt. Das sind zwei wesentliche Unfallursachen, die zur Todesfalle werden können.
734 junge Erwachsene kamen 2011 im Straßenverkehr ums Leben, gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von über sechs Prozent.
Wenn Partygänger sich in den Nachtstunden auf den Heimweg machen, steigt das Risiko schwerer Verkehrsunfälle an. Davon betroffen sind vor allem junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren: Ihr Anteil an den tödlich Verunglückten übersteigt freitags und samstags zwischen zwei und vier Uhr nachts die Fünfzig-Prozentmarke, obwohl sie nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung stellen.
Lebensgefährliche Risikounterschätzung
Besonders häufig sind die Unfälle auf der Landstraße auf überhöhte Geschwindigkeit (69 Prozent) oder Alkoholeinfluss (15 Prozent) zurückzuführen. Doch Alkoholkonsum gehört bei jungen Disko- und Partygängern einfach dazu. Das Tückische: Während der Alkohol einerseits das Selbstbewusstsein stärkt, senkt er auf der anderen Seite die Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit. Vor allem junge Menschen unterschätzen diese Gefahr, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Jeder dritte Alkoholunfall im Jahr 2010 wird einem Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren angelastet. Und die Zahl der Drogendelikte im Straßenverkehr – Alkohol ausgenommen – hat sich zwischen 2000 und 2009 mehr als vervierfacht: Die Unfallzahl schnellte von 6.000 auf 27.600 hoch.
Alkohol ist (un)berechenbar
Alkohol macht die Augen lichtempfindlicher, das Sehfeld wird eingeschränkt und der Tunnelblick trübt die Wahrnehmung. Zudem können Entfernungen und Geschwindigkeiten nicht mehr richtig eingeschätzt werden. Der Körper baut den Alkohol nur langsam ab: gerade einmal zwischen 0,1 und 0,15 Promille pro Stunde. Wer meint durch eine kalte Dusche, frische Luft oder einen starken Kaffe den Alkoholabbau vorantreiben zu können, irrt. Besser ist es, den Wagen auch am Morgen danach stehen zu lassen.
Absolutes Alkoholverbot für junge Fahrer
Für alle Autofahrer in der zweijährigen Probezeit nach dem Führerscheinerwerb sowie für alle unter 21-jährigen Autofahrer gilt ein absolutes Alkoholverbot. Wer sich dennoch unter Alkoholeinfluss hinters Steuer setzt, dem drohen Bußgeld, Punkte in Flensburg, die Verlängerung der Probezeit oder der Verlust der Fahrerlaubnis. Vor allem setzt der Fahrer sich, seine Mitfahrer und alle anderen Straßenverkehrsteilnehmer erheblichen Gefahren aus, denn Alkoholunfälle haben überdurchschnittlich schwere Folgen. Während 2010 bei allen Unfällen mit Personenschaden 13 Getötete und 217 Schwerverletzte auf 1.000 Unfälle kamen, waren es bei den entsprechenden Alkoholunfällen 23 Getötete und 332 Schwerverletzte je 1.000 Unfälle.
