Barrierefreiheit
Freitag, 04. Mai 2012, 19:51 Uhr
im Haushalt bis zum Busverkehr. In Artern diskutierte man beim Vdk über dieses wichtige Thema und auch die Politik hörte sich das an...
Unser Ortsverband beteiligt sich seit 2001 Jahr für Jahr an den Aktionen um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Dabei stand immer die Barrierefreiheit, Gleichstellung bis hin zur in der UN-Konvention festgeschriebenen Inklusion im Mittelpunkt, so auch am Nachmittag des 4. Mai 2012 im Saal am Königstuhl. Die Gesprächspartner hatten überraschende Verstärkung durch den Landrat Peter Hengstermann, selbst Mitglied im Verband, bekommen.
Vorsitzende Ina Römer ersparte sich eine lange Einleitung. Die von der Aktion Mensch gesponserte Informationstafel und weitere Informationsmittel informierten zum Anliegen. Christine und Dominik Zimmer vom gleichnamigen Arterner Sanitätshause hatten es übernommen an ein paar Beispielen zu zeigen mit welchen Hilfsmitteln sich Menschen mit Behinderungen das Leben in ihren vier Wänden erleichtern können und stellten einige davon vor.
Teilweise werden die Kosten für die Hilfsmittel wenn sie von der Krankenkasse übernommen. Sie wurden mit Interesse beäugt und die Fragen sachkundig beantwortet.
Aufmerksame Zuhörer hatte Ina Römer von Anfang an. Die große Tafel der Aktion Mensch weckte einiges Interesse.
Nicht weniger Interesse weckten die Aussagen der Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft "Aratora" und der Wohnungsbaugenossenschaft" Kyffhäuser", Helmut Walter und Stefan Albe. Während Walter berichten konnte, dass sein Betrieb über solche Wohnungen auf dem Königstuhl sowie in der Altstadt verfügt, der Bedarf aber sicherlich das Angebot übersteigt, musste Albe eingestehen, dass seine Gesellschaft diese noch nicht anbieten kann. Er ging aber davon aus, dass seine Gesellschaft sich bemüht, seine Mieter möglichst lange zu halten und sich so auch bemüht, die Wohnungen älterer Mieter möglichst ihren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Sicherlich wird die demografische Entwicklung an beide Wohnungsgesellschaften bald höhere Anforderungen stellen.
Landrat Hengstermann und Bürgermeister Koenen (Bildmitte).
Bürgermeister Wolfgang Koenen und Bau- und Ordnungsamtsleiterin Antje Große informierten, dass noch in der 2. Hälfte dieses Monats die Umgestaltung des Boulevards beginnen soll, ein Termin, der in Artern lange erwartet wird, aber vor allem für Mobilitätsbehinderte sicherlich einige Probleme mit sich bringen wird.
Landrat Peter Hengstermann unterstrich noch einmal die Anforderungen, die sich mit der demografischen Entwicklung ergeben und berichtete über seine Teilnahme an einer solchen Veranstaltung im Kanzleramt. In das Thema passte dann auch eine Anfrage eines Teilnehmers der Veranstaltung. Er stellte fest, dass in Artern auf dem Königstuhl viele ältere und behinderte Menschen wohnen. Vor Jahren gab es einmal morgens einen Bus, der auf dem Königstuhl hielt, mit dem man in die Stadt und zu den Einkaufsmärkten kommen konnte. Den Bus gibt es heute noch, doch er fährt unterhalb des Königstuhls durch die Breitscheid-Straße direkt zum Busbahnhof. Für den Verkehrsbetrieb sicherlich eine kleine Einsparung, für die immer älteren Bewohner des Königsstuhls eine große Einschränkung!
Diese und andere Anfragen zur Barrierefreiheit werden sicherlich in der nächsten Woche im Behindertenbeirat noch eine Rolle spielen. Es heißt also, an den Problemen dran zu bleiben.
Bildtexte
Bild und Text: Klaus Henze VdK
Autor: khhUnser Ortsverband beteiligt sich seit 2001 Jahr für Jahr an den Aktionen um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Dabei stand immer die Barrierefreiheit, Gleichstellung bis hin zur in der UN-Konvention festgeschriebenen Inklusion im Mittelpunkt, so auch am Nachmittag des 4. Mai 2012 im Saal am Königstuhl. Die Gesprächspartner hatten überraschende Verstärkung durch den Landrat Peter Hengstermann, selbst Mitglied im Verband, bekommen.
Vorsitzende Ina Römer ersparte sich eine lange Einleitung. Die von der Aktion Mensch gesponserte Informationstafel und weitere Informationsmittel informierten zum Anliegen. Christine und Dominik Zimmer vom gleichnamigen Arterner Sanitätshause hatten es übernommen an ein paar Beispielen zu zeigen mit welchen Hilfsmitteln sich Menschen mit Behinderungen das Leben in ihren vier Wänden erleichtern können und stellten einige davon vor.
Teilweise werden die Kosten für die Hilfsmittel wenn sie von der Krankenkasse übernommen. Sie wurden mit Interesse beäugt und die Fragen sachkundig beantwortet.
Aufmerksame Zuhörer hatte Ina Römer von Anfang an. Die große Tafel der Aktion Mensch weckte einiges Interesse.
Nicht weniger Interesse weckten die Aussagen der Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft "Aratora" und der Wohnungsbaugenossenschaft" Kyffhäuser", Helmut Walter und Stefan Albe. Während Walter berichten konnte, dass sein Betrieb über solche Wohnungen auf dem Königstuhl sowie in der Altstadt verfügt, der Bedarf aber sicherlich das Angebot übersteigt, musste Albe eingestehen, dass seine Gesellschaft diese noch nicht anbieten kann. Er ging aber davon aus, dass seine Gesellschaft sich bemüht, seine Mieter möglichst lange zu halten und sich so auch bemüht, die Wohnungen älterer Mieter möglichst ihren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Sicherlich wird die demografische Entwicklung an beide Wohnungsgesellschaften bald höhere Anforderungen stellen.
Landrat Hengstermann und Bürgermeister Koenen (Bildmitte).
Bürgermeister Wolfgang Koenen und Bau- und Ordnungsamtsleiterin Antje Große informierten, dass noch in der 2. Hälfte dieses Monats die Umgestaltung des Boulevards beginnen soll, ein Termin, der in Artern lange erwartet wird, aber vor allem für Mobilitätsbehinderte sicherlich einige Probleme mit sich bringen wird.
Landrat Peter Hengstermann unterstrich noch einmal die Anforderungen, die sich mit der demografischen Entwicklung ergeben und berichtete über seine Teilnahme an einer solchen Veranstaltung im Kanzleramt. In das Thema passte dann auch eine Anfrage eines Teilnehmers der Veranstaltung. Er stellte fest, dass in Artern auf dem Königstuhl viele ältere und behinderte Menschen wohnen. Vor Jahren gab es einmal morgens einen Bus, der auf dem Königstuhl hielt, mit dem man in die Stadt und zu den Einkaufsmärkten kommen konnte. Den Bus gibt es heute noch, doch er fährt unterhalb des Königstuhls durch die Breitscheid-Straße direkt zum Busbahnhof. Für den Verkehrsbetrieb sicherlich eine kleine Einsparung, für die immer älteren Bewohner des Königsstuhls eine große Einschränkung!
Diese und andere Anfragen zur Barrierefreiheit werden sicherlich in der nächsten Woche im Behindertenbeirat noch eine Rolle spielen. Es heißt also, an den Problemen dran zu bleiben.
Bildtexte
- Mutter und Sohn der Firma Zimmer stellten Hilfsmittel im Haushalt vor.
- Helmut Walter von der Wohnungsgesellschaft zur Situation bei senioren- und behindertengerechten Wohnungen.
- Stefan Albe von der Wohnungsgenossenschaft bekannte, dass das Problem nicht unbekannt, aber auch noch nicht gelöst ist.
- Überraschungsgast Landrat Peter Hengstermann bekannte sich zum demografischen Wandel und den damit verbundenen Problemen.
- Das Quiz zu Fragen der Barrierefreiheit sowie Vorschläge zum Thema, die dann an der Tafel angebracht wurden, beschäftigten die Teilnehmer vor der Kaffeerunde mit dem leckeren Kuchen.
- Bauamtsleiterin Antje Große sah schon mal nach, was an Barrieren angeführt wurde. Im Behindertenbeirat wird man nächste Woche darüber diskutieren.
Bild und Text: Klaus Henze VdK








