Bis zur Inklusion ist es noch weit
Mittwoch, 09. Mai 2012, 17:45 Uhr
Der Vorstand des OV Roßleben hatte seine Mitglieder und kompetente Gäste zu einem Forum unter dem Motto der diesjährigen Veranstaltungsreihe der Aktion Mensch – Inklusion: Jede Barriere ist eine zu viel! in die Begegnungsstätte der VS eingeladen. Dazu erreichte kn folgender Bericht...
Der Vorsitzende Wolf-Jürgen Träger konnte im voll besetzten Raum viele interessierte Mitglieder und Gäste, besonders begrüßen. Darunter waren als Gesprächspartner: Herr Rainer, Heuchel Bürgermeister der Stadt Roßleben, Herr Hack, Geschäftsführer der AWO AJS gGmbH Erfurt, Herr Steffen Sauerbier, Büroleiter des MdB Herr Lemme Sondershausen und Herr Klaus-Dieter Arnold, Leiter des Ordnungs- und Bauamtes der Stadt Roßleben.
Die Gesprächspartner von links: Herr Arnold, Herr Sauerbier, Herr Hack, Herr Heuchel und Herr Träger.
Mit einer Powerpoint-Präsentation führte Träger die Anwesenden in das Thema ein. Neben der Problematik der schleppenden Neugestaltung des Thüringer Behindertengesetzes (Thür.GIG), mit der Einarbeitung der Vorgaben, der von der Bundesregierung ratifizierten UN-Behinderten-Rechtskonvention (UN-BRK), über konkrete Beispiele bestehender Barrieren und deren gemeinsam organisierten Beseitigung (Stadtverwaltung und VdK)wurde auch auf einen völlig unakzeptablen Ersatz-Bereitstellungsprozess (1,5 Jahre) für einen Straßen-Rollstuhl durch die AOK Plus Thüringen verwiesen. Dadurch wurde einem langjährigen und sehr in der Öffentlichkeitsarbeit (Internet-Präsentation) des VdK Kreisverbandes Nordthüringen tätigen Mitglied die Möglichkeit genommen, seine Wohnung zu verlassen und direkt am Verbandsleben teilzunehmen.
Mit dem Verweis auf den Artikel 9 der UN-BRK – Barriere Wohnmöglichkeiten im eigenen Wohnumfeld oder im betreuten Wohnen – war das Stichwort für die o.g. Gäste gegeben, diese Problematik aktuell und die mittelfristige Entwicklung in unserer Stadt darzustellen.
Herr Heuchel nannte die begrenzten finanziellen Mittel, durch rückläufige Zuführung aus dem Landeshaushalt im Stadthaushalt, als Grund, nicht alle Barrieren im öffentlichen Raum und den stadteigenen Wohnungen kurzfristig beseitigen zu können. Der Einfluss auf die in der Stadt ansässigen Wohnungsgesellschaften sei sehr begrenzt. Zum aktuellen Stand des nutzbaren barrierearmen bzw.- freien Wohnraumes in diesen Verwaltungsstrukturen konnte er keine Aussage machen.
Zum Problem des betreuten Wohnens mit den zwei Formen
- Ambulante-betreute Wohngemeinschaften
- Servicewohnen
gab Herr Hack detailliert Auskunft zur geplanten Nutzbarmachung der ehemaligen Grundschule an der Armutsbrücke. Die dazu verteilten Infoblätter mit ausführlicher Beschreibung der Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen ohne Pflegestufe, interessierten die Anwesenden sehr. Der Bearbeitungsvorgang ist jetzt in der Phase der Finanzierungabsicherung und wird auch von der Stadtverwaltung zielorientiert begleitet.
Herr Sauerbier bezog sich bei seinen Ausführungen auf die Aktivitäten des MdB Herr Lemme, der durch seine Arbeit im Sozialausschuss aktiv auf die Umsetzung der Vorgaben der UN-BRK zum Nutzen der Menschen mit Behinderungen einwirkt. Herr Sauerbier gab auch Informationen zur Situation des barrierearmen bzw.-freien Wohnraumes in den zwei Wohnungsverwaltungsgesellschaften. So ist die Wohnungsgenossenschaft (ehemals AWG) bemüht bei Gebäudesanierungen die Wohnungen der unteren Etage im Inneren barrierefrei zu gestalten, der Zugang von Außen, ist es aber nicht. In der Weigel-Verwaltungsgesellschaft (ehemals BAWO) gibt es in dieser Hinsicht keine positive Entwicklung.
Herr Arnold ging in seinen Ausführungen auf die Umsetzung der praktischen Maßnahmen zum Barriereabbau im öffentliche Raum der Stadt und die fruchtbringende Zusammenarbeit mit unserem Mitglied und Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Ernst-Günter Jäger ein.
In der anschließenden Diskussion kritisierte Herr Gero Herrmann den nicht behindertenfreundlichen Verschluss an der Eingangstür zum Rathaus und die Gestaltung des Kontaktzimmers für Menschen die an den Rollstuhl, besonders eine elektrischen, gebunden sind und Anliegen an Mitarbeitern der Stadtverwaltung haben.
Herr Schaper regte dann noch die Einrichtung eines Ärztehauses im ehemaligen Lehrlingswohnheim an, um bei der demografischen Entwicklung, auch in unserer Stadt, das Facharztaufsuchen zu erleichtern.
Fazit: Die gegebenen Informationen, die Fakten aus der Diskussion mit dem Aktionsmaterial in der Arbeitsmappe, die jeder Teilnehmer erhielt, gewährleisten, dass das diesjährige Thema um den Protesttag 5. Mai unter dem Motto der Aktion Mensch Inklusion - Jede Barriere ist eine zu viel! eine weitere Öffentlichkeit bekommt und somit die politischen Entscheidungsträger zum gezielten Handeln für die Belange der Menschen mit Behinderungen gedrängt werden.
W.-J. Träger
VdK
Bildtexte:
- Thema der Veranstaltung
- Intensiv beschäftigte man sich mit dem Informationsmaterial.
- Interessiert verfolgten die Mitglieder die Diskussion.
Fotos: Rüdiger Herdin
Autor: khhDer Vorsitzende Wolf-Jürgen Träger konnte im voll besetzten Raum viele interessierte Mitglieder und Gäste, besonders begrüßen. Darunter waren als Gesprächspartner: Herr Rainer, Heuchel Bürgermeister der Stadt Roßleben, Herr Hack, Geschäftsführer der AWO AJS gGmbH Erfurt, Herr Steffen Sauerbier, Büroleiter des MdB Herr Lemme Sondershausen und Herr Klaus-Dieter Arnold, Leiter des Ordnungs- und Bauamtes der Stadt Roßleben.
Die Gesprächspartner von links: Herr Arnold, Herr Sauerbier, Herr Hack, Herr Heuchel und Herr Träger.
Mit einer Powerpoint-Präsentation führte Träger die Anwesenden in das Thema ein. Neben der Problematik der schleppenden Neugestaltung des Thüringer Behindertengesetzes (Thür.GIG), mit der Einarbeitung der Vorgaben, der von der Bundesregierung ratifizierten UN-Behinderten-Rechtskonvention (UN-BRK), über konkrete Beispiele bestehender Barrieren und deren gemeinsam organisierten Beseitigung (Stadtverwaltung und VdK)wurde auch auf einen völlig unakzeptablen Ersatz-Bereitstellungsprozess (1,5 Jahre) für einen Straßen-Rollstuhl durch die AOK Plus Thüringen verwiesen. Dadurch wurde einem langjährigen und sehr in der Öffentlichkeitsarbeit (Internet-Präsentation) des VdK Kreisverbandes Nordthüringen tätigen Mitglied die Möglichkeit genommen, seine Wohnung zu verlassen und direkt am Verbandsleben teilzunehmen.
Mit dem Verweis auf den Artikel 9 der UN-BRK – Barriere Wohnmöglichkeiten im eigenen Wohnumfeld oder im betreuten Wohnen – war das Stichwort für die o.g. Gäste gegeben, diese Problematik aktuell und die mittelfristige Entwicklung in unserer Stadt darzustellen.
Herr Heuchel nannte die begrenzten finanziellen Mittel, durch rückläufige Zuführung aus dem Landeshaushalt im Stadthaushalt, als Grund, nicht alle Barrieren im öffentlichen Raum und den stadteigenen Wohnungen kurzfristig beseitigen zu können. Der Einfluss auf die in der Stadt ansässigen Wohnungsgesellschaften sei sehr begrenzt. Zum aktuellen Stand des nutzbaren barrierearmen bzw.- freien Wohnraumes in diesen Verwaltungsstrukturen konnte er keine Aussage machen.
Zum Problem des betreuten Wohnens mit den zwei Formen
- Ambulante-betreute Wohngemeinschaften
- Servicewohnen
gab Herr Hack detailliert Auskunft zur geplanten Nutzbarmachung der ehemaligen Grundschule an der Armutsbrücke. Die dazu verteilten Infoblätter mit ausführlicher Beschreibung der Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen ohne Pflegestufe, interessierten die Anwesenden sehr. Der Bearbeitungsvorgang ist jetzt in der Phase der Finanzierungabsicherung und wird auch von der Stadtverwaltung zielorientiert begleitet.
Herr Sauerbier bezog sich bei seinen Ausführungen auf die Aktivitäten des MdB Herr Lemme, der durch seine Arbeit im Sozialausschuss aktiv auf die Umsetzung der Vorgaben der UN-BRK zum Nutzen der Menschen mit Behinderungen einwirkt. Herr Sauerbier gab auch Informationen zur Situation des barrierearmen bzw.-freien Wohnraumes in den zwei Wohnungsverwaltungsgesellschaften. So ist die Wohnungsgenossenschaft (ehemals AWG) bemüht bei Gebäudesanierungen die Wohnungen der unteren Etage im Inneren barrierefrei zu gestalten, der Zugang von Außen, ist es aber nicht. In der Weigel-Verwaltungsgesellschaft (ehemals BAWO) gibt es in dieser Hinsicht keine positive Entwicklung.
Herr Arnold ging in seinen Ausführungen auf die Umsetzung der praktischen Maßnahmen zum Barriereabbau im öffentliche Raum der Stadt und die fruchtbringende Zusammenarbeit mit unserem Mitglied und Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Ernst-Günter Jäger ein.
In der anschließenden Diskussion kritisierte Herr Gero Herrmann den nicht behindertenfreundlichen Verschluss an der Eingangstür zum Rathaus und die Gestaltung des Kontaktzimmers für Menschen die an den Rollstuhl, besonders eine elektrischen, gebunden sind und Anliegen an Mitarbeitern der Stadtverwaltung haben.
Herr Schaper regte dann noch die Einrichtung eines Ärztehauses im ehemaligen Lehrlingswohnheim an, um bei der demografischen Entwicklung, auch in unserer Stadt, das Facharztaufsuchen zu erleichtern.
Fazit: Die gegebenen Informationen, die Fakten aus der Diskussion mit dem Aktionsmaterial in der Arbeitsmappe, die jeder Teilnehmer erhielt, gewährleisten, dass das diesjährige Thema um den Protesttag 5. Mai unter dem Motto der Aktion Mensch Inklusion - Jede Barriere ist eine zu viel! eine weitere Öffentlichkeit bekommt und somit die politischen Entscheidungsträger zum gezielten Handeln für die Belange der Menschen mit Behinderungen gedrängt werden.
W.-J. Träger
VdK
Bildtexte:
- Thema der Veranstaltung
- Intensiv beschäftigte man sich mit dem Informationsmaterial.
- Interessiert verfolgten die Mitglieder die Diskussion.
Fotos: Rüdiger Herdin




