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Inklusion - alle einbeziehen!

Sonntag, 13. Mai 2012, 12:29 Uhr
Der Kreisvorsitzende des VdK Sozialverbandes Hessen-Thüringen hatte am Samstag zu einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion Mensch - Gesellschafter zu dem Thema Inklusion Business and Innovation Centre (BIC) Sondershausen eingeladen. Leider ist bei Thema Inklusion wohl noch nicht alles in Butter?...

Inklusion - alle einbeziehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Inklusion - alle einbeziehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Teilhabe behinderter Menschen ist ein Menschenrecht, kein Akt der Fürsorge oder Gnade. Die UN-Konvention stellt dies klar und konkretisiert damit grundlegende Menschenrechte für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen. Sie erfasst Lebensbereiche wie Barrierefreiheit, persönliche Mobilität, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Rehabilitation, Teilhabe am politischen Leben, Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung.

Zu dem Thema waren die Beauftragten für Menschen mit Behinderungen der Landkreise Nordhausen und des Kyffhäuserkreise, die Vertreter der Landratsämter, die kommunalen Beauftragten sowie Vertreter der betroffenen Verbände eingeladen. Der VdK wollte gemeinsam, mit den Vertretern, die sich mit dem Thema Inklusion - Umsetzung der UN Konvention beschäftigen, die Aktion Mensch nutzen, um weitere Erfahrungen auszutauschen.

Inklusion - alle einbeziehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Inklusion - alle einbeziehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ein gewisse Enttäuschung klang schon in der Stimme vom Vorsitzenden Bernd Reiber (re.) mit, dass mit dem Bürgermeister von Sondershausen Joachim Kreyer (CDU) und dem Thüringer Behindertenbeauftragten Dr. Paul Brockhausen (Mitte), leider nur zwei hochrangige Vertreter der Politik den Weg in das BIC gefunden hatten. Dass ehrenamtlich Tätige nicht immer teilnehmen können, keine Frage. Das kann aber keine Entschuldigung dafür sein, dass z.B. die eingeladenen 1. Beigeordneten der Landkreise nicht mal einen Vertreter für sich geschickt haben. Es steht wohl keinem in den Landratsämtern mal an, an einem Samstag tätig zu sein, fragt sich nnz/kn schwer besorgt.

Inklusion heißt kurz gesagt - alle einbeziehen, ohne Frage nach Behinderung oder nicht, hatte Joachim Kreyer in der Diskussion eingeworfen. Alle einbeziehen heißt auch die Landratsämter! Kreyer geht da mit gutem Beispiel voran. Auch wenn wir in der Stadt nicht alle Probleme wegen der Finanzen lösen können, so Kreyer, so werden aber durch gute Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt (Klaus Everhardt war am Samstag auch dabei), wenigsten die Probleme erst mal erfasst und eben schrittweise gelöst.

Natürlich interessiert die Teilnehmer dieser Veranstaltung auch der aktuelle Stand der Novellierung des Thüringer Gesetzes zur Gleichstellung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen" (ThürGIG). Dazu hatte man den Thüringer Behinderten Beauftragten auch eingeladen und ihm aber auch die wichtigsten Probleme aus dem Kreisverband mit auf den Weg gegeben.

Inklusion - alle einbeziehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Inklusion - alle einbeziehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wolf-Jürgen Träger erläuterte in einem Vortrag, wie in den Ortsverbänden das Thema Inklusion im Zusammenhang mit dem Protesttag am 5. Mai umgesetzt wurde.

Hintergrund:

"Jede Barriere ist eine zu viel": Unter diesem Motto unterstützt die Aktion Mensch auch in diesem Jahr bundesweite Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Protesttags setzen sich engagierte Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe einmal mehr für die selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Ihre Veranstaltungen finden vom 23. April bis zum 23. Mai 2012 statt und werden von der Aktion Mensch mit Aktionspaketen und finanziellen Mitteln unterstützt.

Barrierefreiheit ist längst nicht im Alltag der Deutschen angekommen.
Damit das gleichberechtigte und selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung gelingt, unterstützt die Aktion Mensch Initiativen dazu auf Straßen und Plätzen der Republik. Um Barrieren auch in den Köpfen zu überwinden, finden im Aktionszeitraum Protestmärsche, Infostände in Fußgängerzonen, Podiumsdiskussionen, Frühlingsfeste und sogar ein überdimensionaler menschlicher Kicker statt. Die Botschaft: Von einer barrierefreien Umwelt profitieren alle!

Mit den von der Aktion Mensch geförderten Veranstaltungen werden Barrieren im lokalen Umfeld sichtbar gemacht. An überdimensionalen "Barrieretafeln" können Passanten Barrieren aus dem eigenen Umfeld aufzeigen und Lösungen vorschlagen. Ein Quiz mit Fragen rund um das Thema Barrierefreiheit lädt die Passanten ein, sich spielerisch mit dem Thema auseinander zusetzen. So entstehen in jeder Stadt "Barrierelandschaften".

Das gemeinsame Engagement vieler Menschen in ganz Deutschland macht den 5. Mai zu einem wichtigen und kraftvollen Zeichen für eine barrierefreie und damit inklusive Gesellschaft.

Die Verbände der Behindertenhilfe
und -Selbsthilfe in Kooperation mit der
Aktion Mensch
Das Wir Gewinnt.
Autor: khh

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