Jens-Christian Wagner ist Sprecher
Mittwoch, 16. Mai 2012, 12:01 Uhr
Innerhalb des Museumsverbandes Thüringen e. V. (MVT) hat sich in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen ein neuer Arbeitskreis gegründet.
Der Arbeitskreis Gedenkstätten, Erinnerungsorte und zeitgeschichtliche Museen umfasst Museen, in denen die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert wird.
Darunter fallen insbesondere Museen und Gedenkorte, die - fernab jeglicher Gleichsetzung von NS-Verbrechen und DDR-Unrecht - an Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen während der NS-Diktatur und der DDR-Zeit erinnern. Dazu gehören die Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Weimar und Nordhausen, der Gedenkort Topf & Söhne in Erfurt, die KZ-Gedenkstätte Laura in Lehesten sowie mehrere Museen und Erinnerungsorte, die sich an den Orten ehemaliger Stasi-Gefängnisse oder entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze mit der Geschichte der DDR und des Kalten Krieges auseinandersetzen.
Mit der Bildung des Arbeitskreises senden die teilnehmenden Museen und Erinnerungsorte ein deutliches Zeichen in die Öffentlichkeit, dass sie sich explizit als Museen verstehen. Im Kern bedeutet dies, dass sie professionelle Mindeststandards moderner Museumsarbeit in den vier klassischen Aufgabenfeldern Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln als für sich verbindlich anerkennen. Dazu gehört aber auch, dass die inhaltliche Arbeit in den Museen und Gedenkstätten auf solider wissenschaftlicher Grundlage steht.
Ziel des neugegründeten Arbeitskreises innerhalb des Museumsverbandes ist die gemeinsame wissenschaftlich-didaktische Weiterentwicklung des Profils einer Sparte innerhalb der Thüringer Museumslandschaft, die jährlich mehr als 800.000 Besucher anzieht, rund ein Fünftel aller Museumsbesuche im Freistaat. Die Mitgliedsmuseen planen gemeinsame Veranstaltungsreihen, Fortbildungsveranstaltungen und eine projektbezogene Zusammenarbeit einzelner Einrichtungen etwa bei Ausstellungen, der Inventarisierung von Sammlungsbeständen oder auch in der Gedenkstättenpädagogik.
Als Sprecher des Arbeitskreises wählten die teilnehmenden Museumsvertreter den Historiker Dr. Jens-Christian Wagner, der seit 2001 die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora leitet.
Autor: nnzDer Arbeitskreis Gedenkstätten, Erinnerungsorte und zeitgeschichtliche Museen umfasst Museen, in denen die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert wird.
Darunter fallen insbesondere Museen und Gedenkorte, die - fernab jeglicher Gleichsetzung von NS-Verbrechen und DDR-Unrecht - an Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen während der NS-Diktatur und der DDR-Zeit erinnern. Dazu gehören die Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Weimar und Nordhausen, der Gedenkort Topf & Söhne in Erfurt, die KZ-Gedenkstätte Laura in Lehesten sowie mehrere Museen und Erinnerungsorte, die sich an den Orten ehemaliger Stasi-Gefängnisse oder entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze mit der Geschichte der DDR und des Kalten Krieges auseinandersetzen.
Mit der Bildung des Arbeitskreises senden die teilnehmenden Museen und Erinnerungsorte ein deutliches Zeichen in die Öffentlichkeit, dass sie sich explizit als Museen verstehen. Im Kern bedeutet dies, dass sie professionelle Mindeststandards moderner Museumsarbeit in den vier klassischen Aufgabenfeldern Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln als für sich verbindlich anerkennen. Dazu gehört aber auch, dass die inhaltliche Arbeit in den Museen und Gedenkstätten auf solider wissenschaftlicher Grundlage steht.
Ziel des neugegründeten Arbeitskreises innerhalb des Museumsverbandes ist die gemeinsame wissenschaftlich-didaktische Weiterentwicklung des Profils einer Sparte innerhalb der Thüringer Museumslandschaft, die jährlich mehr als 800.000 Besucher anzieht, rund ein Fünftel aller Museumsbesuche im Freistaat. Die Mitgliedsmuseen planen gemeinsame Veranstaltungsreihen, Fortbildungsveranstaltungen und eine projektbezogene Zusammenarbeit einzelner Einrichtungen etwa bei Ausstellungen, der Inventarisierung von Sammlungsbeständen oder auch in der Gedenkstättenpädagogik.
Als Sprecher des Arbeitskreises wählten die teilnehmenden Museumsvertreter den Historiker Dr. Jens-Christian Wagner, der seit 2001 die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora leitet.
