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Neuer Schäfer

Dienstag, 22. Mai 2012, 16:48 Uhr
Auf den ersten Blick scheint es nichts besonderes zu sein, dass Landwirtschaftliche Unternehmen Sondershausen e.G. hat einen neuen Schäfer. Der zweite Blick überrascht vielleicht einige Leser...

Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das unsere Heimat liebenswert und schön ist, wird oft verkannt und mancher so seine neue Heimat in der Fremde. Wenn die Menschen fortziehen sagt man auch, es sei eben der demografische Wandel. Aber es geht auch anders herum.

Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Voriges Jahr machte es eine Firma im Großen vor, als man mit "Sack und Pack" nach Sondershausen zog, die Thermik GmbH. Ähnlich machte es Mark Wroblewski. Der 31-jährige Schäfer zog samt samt seiner Herde von Baden-Würtemberg hier her nach Sondershausen. Er ersetzt seit 1. April den in Rente gangenen Schäfer Setzepfand im landwirtschaftlichen Unternehmen.

Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Seine Herde wird von zwei altdeutschen Hütehunden bewacht. Und die machen das recht gut, denn so dicht am Bahndamm muss man schon Vorsicht walten lassen. Und den Schafen gefällt es wohl auch hier, bei so viel üppigem Gras, denn jede Meng Lämmer sprangen rum, da macht es nichts, wenn da gar zwei "schwarze Schafe" dabei waren. Der Schäfer macht da keinen Unterschied.

Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auch Geschäftsführer Hartmut Thiele ist zufrieden, nun wieder einen ausgebildeten Schäfer zu haben, der sich hier wohl fühlt. Und was gefällt Schäfer Mark Wroblewski? Ihr habt hier eine schöne Natur, Berge und Wälder, da kann man sich wohlfühlen.

Wir haben rund 100 ha Grasflächen zu bewirtschaften, da kommt man auf Dauer ohne Schäfer nicht aus, so Thiele. In Summe sind im Unternehmen 900 Schafe zu betreuen die in diesem Jahr rund 500 Lämmer zur Welt brachten. Der größte Teil davon wird verkauft, nur rund 100 Lämmer verbleiben zur Auffrischung und Verjüngung der Herde.

Schafhaltung ist gerade im Umweltschutz nicht wegzudenken. Wir pflegen Flächen, z.B. am Filsberg in Berka, damit Grasflächen nicht verbuschen und solche Pflanzen wie die Kuhschelle im Erhalt zu sichern. In einer Buschlandschaft hätte sie kein Chance. Mit den Geldern die das Unternehmen dadurch erhält, ist die Schahaltung gerade zu erhalten. Werden werden als Unternehmen nicht reich damit, schreiben dabei eine schwarze Null, aber verzichten kann man auf die Schafhaltung nicht in der Region. Auch ist man Dienstleister für andere Unternehmen, denn hier wird Wiese kurt gahlten die dem Unternehmen GSES gehört.

Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Neuer Schäfer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zur Herde gehören übrigens auch zwei Esel. Das ist praktisch, denn er trägt auf dem Rücken gleich den Weidezaun, wenn die Herde mal länger an einem Ort bleiben soll. Und wenn sie in der Bildergalerie glauben, Ziegen zu sehen, dann stimmt das wirklich. Gerade beim Abfressen von Büschen sind sie sehr wertvoll.
Autor: khh

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