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SV Matinee

Sonntag, 27. Mai 2012, 00:35 Uhr
Unter der Überschrift "Geschichten und Musik in Blau-Weiß" sollte es ein besinnlicher Rückblick auf die Zeit des Sondershäuser Verbandes akademisch-musikalischer Verbindungen, auch kurz SV genannt, in der Zeit der letzten 40 Jahre sein, wäre da nicht die Schirmherrin gewesen...

Der SV konnte für seine Matinee, man wollte das zu hochtrabende Wort "Festakt" vermeiden, um nicht eventuell Leute abzuschrecken, keine geringere als Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) gewinnen. Im Jahre 1894 war es ein Fürst aus Sondershausen, der die Gründung des SV ermöglichte und erster Schirmherr war. In der heutigen Zeit wird der, genauer, die Schirmherrin durch eine Wahl bestimmt, und nicht durch die Macht der Geburt.

SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Ministerpräsidentin würdigte nicht nur die Rolle Sondershausens in der Musikgeschichte, sondern ging ganz aktuell die die kulturpolitischen Ereignisse der letzten Zeit ein.
Zuerst betonte sie, dass es einer der schönsten Gewinne der Wiedervereinigung sei, dass hier um Ursprungsort des SV dieses Jubiläum begangen werden kann, wofür es anhaltenden Beifall gab. Das, so Lieberknecht, war nicht nur für meine Amtsvorgänger, sondern auch für mich, dieses Tradition fortzusetzen. Deswegen sei sie gern Schirmherrin geworden.

Kunst soll nicht eine Dienstleistungssache sein, sondern Kunst muss mit seinen Künstlern vor Ort sein, sagte sie weiter. Sie sagte es nicht nur in Richtung Lohorchster sondern auch in Richtung Eisenach und Altenburg / Gera, wir müssen die Kunst vor Ort erhalten. Hier gab es wieder anhaltenden Beifall. Es sei nicht einfach dieses Bekenntnis umzusetzen, so Lieberknecht, aber wir werden daran arbeiten, sagte sie in Richtung des Vorsitzenden des Thüringer Bühnenvereins Peter Hengstermann.

SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Über was sich da wohl die Ministerpräsidentin mit Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) austauschen? Egal, der Präsident des SV, Friedhelm Hassel und Ehefrau beäugen (li.), was kn mit der Kamera treibt, während die Vorsitzende der CDU Frauenunion Kyffhäuserkreis, Karla Kreyer, sich lieber mit Landrat Peter Hengstermann (CDU) austauscht.

Zuvor hatte der 81- jährige Friedhelm Hassel kurzweilig über die Zeit seiner Tätigkeit im SV in der Region Münster gesprochen. Nach der Rede der Ministerpräsidentin hatten es erwartungsgemäß die nachfolgenden Redner etwas schwieriger. Ein Müncher SV-Bruder betonte in seiner Rede, auch nach dem Krieg hatten wir die Region der neuen Bundesländer nicht vergessen. In Frankfurter SV-Bruder berichtete über die Zeit, als es begann, auch Frauen für die Mitwirkung im SV zu zulassen (70er Jaher).

SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ob dieses SV-Fest tierisch gut war, kann nur dieser Vierbeiner verraten. Aber die Redebeiträge kamen gut an. Genauso wie die musikalischen Beiträge, wobei gut noch untertrieben war. Langanhaltenden Beifall gab es für das Lohorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank, so u.a. für die Darbietungen von Stücken aus der Wassermusik von Händel.

SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann) SV Matinee (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bei fast 600 Gästen im Festzelt vor dem Marstall von Schloss Sondershausen, und der strahlenden Sonne war es manchen zu warm und hörten sich die Sache lieber im Freien an, weil dort noch ein Brise Wind wehte. Das Festzelt war mit vielen Fahnen und den Emblemen der einzelnen Verbindungen festlich geschmückt.
Autor: khh

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