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kn-Kommentar: Vorsicht Bahnhöfe

Mittwoch, 30. Mai 2012, 11:19 Uhr
Doppelten Ärger gab es am Freitag bei der Eröffnung des SV-Festes auf dem Markt von Sondershausen. Wer sich alles ärgerte und warum ein Bahnhof eine Rolle spielte, erfahren Sie hier...

Große Eröffnung des SV-Festes auf dem Markt von Sondershausen. Auch kn hatte seine Video-Kamera aufgebaut um für nnz-TV Bilder zu schießen. Obwohl kn etwas abseits stand bemerkten zwei Besucher die Kamera und unterhielten sich lauthals. Genervt schaltete kn die Kamera ab. Zu früh wie sich herausstellte, denn kurze Zeit später sprachen die beiden Besucher einen Punkt an, der in Sondershausen schon seit langem ein Ärgernis ist. Jetzt ärgerte sich kn kräftig, denn das was die beiden Besucher sagten, hätte kn gern den beiden Politikern im Wortlaut vorgespielt.

Klaan und Kreyer (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Klaan und Kreyer (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Heute weilte Staatssekretärin Inge Klaan aus dem Thüringer Verkehrsministerium bei Bürgermeister Joachim Kreyer und übergab einen Förderscheck (kn berichtete bereits. Natürlich war das die Gelegenheit, den beiden das zu sagen, worüber sich die Beiden Besucher so erregten.

Einer der Besucher sagte (fast wörtlich): "So ein schönes kleines Städtchen und so ein schönes Schloss, aber der Bahnhof sieht ja fürchterlich aus." Da hatte der Besucher noch Glück, das er nicht schon eher da war, denn vor einiger Zeit war wenigstens die Unterführung der Bahngleise mal getüncht worden.

Natürlich hakte kn gleich noch nach, und ergänzte, wenn jemand aus Richtung Erfurt kommt, könnte er am Bahnhof Greußen denken, er ist in die Zeit nach einem Krieg zurückversetzt. Außerdem wies kn daraufhin, das der Bahnhof Sondershausen in kleinstem Maße behinderten gerecht ausgebaut ist. So kn gegenüber der Staatssekretärin, kann und darf sich Sondershausen nicht im nächsten Jahr zum Thüringentag präsentieren. Da die Bahn AG nicht auf die lokalen Politiker reagiert, müsse hier das Land Einfluss nehmen.

Bürgermeister Kreyer hakte sofort nach, und erläuterte, mit wie viel Aufwand und Anstrengungen behinderte Menschen am Bahnhof empfangen werden müssen. Da muss vorher angerufen werden, um Bescheid zu geben, ich bin behindert und brache Hilfe, nur damit jemand zusätzliches kommen kann, um zu helfen Bahnsteig und Bahnhof zu verlassen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die heutige Ansage beim Verkehrsministerium in Taten umgesetzt wird. Schließlich soll der Thüringentag ein Schauerfenster werden, da ist es kontraproduktiv, wenn man an den Bahnhöfen vom Aussehen schon mal einen Schock fürs Leben bekommt. Noch ist ein Jahr Zeit, um etwas zu tun. Denn wegen der großen Parkplatzprobleme in der Stadt will man möglichst viel über die Bah locken. Da sollte des Schaufenster Sondershausen nicht schon am Bahnhof dreckverschmiert sein, meint zumindest kn.

Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh

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