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Regionalbudget nutzen

Donnerstag, 14. Juni 2012, 11:51 Uhr
Das Klein - Klein bei der Infrastruktur für Radfahrer sollte langsam aufhören. Es wird Zeit das jemand zentral das Heft in die Hand nimmt...

Der Radtourismus nimmt immer breitere Züge an. Radfahren ist nicht nur für die tägliche Fahrt zur Arbeit immer wichtiger, sondern eben auch im Tourismus ein wichtiger Wirtschaftfaktor. Dazu muss auch die Infrastruktur stimmen. Infrastruktur heißt aber eben nicht nur Radwege bauen, sondern auch das "Drumherum" muss stimmen.

Mit der Zeit werden die Fahrräder im komfortabler und damit auch teurer. Wer mit seinem Fahrrad unterwegs ist will ja schließlich nicht nur fahren, sondern auch mal sein Rad abstellen und mal eine Sehenswürdigkeit ansehen. Und hier hapert es in weiten Teilen des Kyffhäuserkreises mehr als nur erheblich.

Wenn kn die Diskussion um die Fahrradständer in Bad Frankenhausen in die Diskussion gebracht hat, dann gibt es für fast keine Kommune oder Sehenswürdigkeit einen Grund, mit Fingern auf Bad Frankenhausen zu zeigen.

Die beiden linken Fahrradständer an bedeutenden Sehenswürdigkeiten des Kreises in Sondershausen und Rottleben sind ja wohl mehr als oberpeinlich. Wer soll hier sein Rad sicher anschließen? Langsam kommen selbst Pedelecs (elektrisch unterstützte Fahrräder) in Mode. Sollen solche teueren Geräte in solchen Fahrradständern gesichert werden? Bestimmt nicht.

Es ist sicher löblich, wenn man jetzt kurzfristig in Bad Frankenhausen über Lösungen nachdenken will. Ist es aber sinnvoll, wenn jede Kommune für sich werkelt und dann eine Handvoll Anlehnbügel kauft?

Wenn aus dem Regionalbudget rund 99.000 Euro für einen Parkplatz für Autos ausgegeben werden (Wasserburg Heldrungen), warum nicht auch für "Parkplätze" von Fahrädern? Ist es so verwegen, wenn sich jemand den berühmten "Hut" aufsetzt und mal ein Förderprogramm für Anlehnbügel auflegt, die dann an die Kommunen für das Aufstellen an Sehenswürdigkeiten ausgegeben werden, bevor jeder für sich rumwerkelt und Klein-Klein bestellt?

Diese Idee präsentierte gestern kn dem Koordinator des Regionalbudgets im Landratsamt Kyffhäuserkreis, Uwe Lippold, und fand durchaus offene Ohren. Das sei tatsächlich eine ernsthafte Möglichkeit die wir prüfen sollten, so Lippold gegenüber kn. Wenn die Aufstellung auf kommunalem Grund und boden passiert, habe die Förderung so eines Projektes durchaus Chancen. Wir werden das prüfen, so Lippold gegenüber kn.

Jetzt ist sicher eine Sache der Kommunen, die ganze Sache zu unterstützen, und tatsächlich mal prüfen, wo macht es bei unseren Sehenswürdigkeiten Sinn und wie viele stellt man auch. Auch der ADFC sollte sich einbringen und über entsprechende Schwachstellen informieren. Gute Beispiele gibt es ja, wie das Foto (rechts) von der Schollschule Sondershausen zeigt, oder das Beispiel des ADFC in Ebeleben (
Gute Nachrichten für Radfahrer) .

Man darf nicht nur über Tourismus reden, besonders in der Wahlzeit, sondern man muss mehr dafür tun, denn von Nichts kommt Nichts. Und genügend Sehenswürdigkeiten gibt es im Kreis, die da auf fahrradfreundliche Ständer warten, denkt man auch zum Beispiel auch an den kommenden Thüringentag. Da sollte man auch auf Radfahrer gefasst sein!
Autor: khh

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