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Verwirrung in CDU?

Freitag, 15. Juni 2012, 12:09 Uhr
CDU Vereinigungen des Kyffhäuserkreises zeigen sich überrascht vom Votum für Jens Krautwurst. Dazu erreichte kn folgende Meldung...

Die Vorsitzenden der Jungen Union und der Senioren Union zeigen sich überrascht über den Beitrag einer örtlichen Zeitung vom 05. Juni.
Die Vereinigungen sind sich einig, dass diese Privatvorstellung einer innerparteilichen Personaldebatte nicht sonderlich dienlich sei. „Es verwundert schon, dass Herr Krautwurst mit seiner öffentlich gemachten Bereitschaft die Gremien der Union unter Druck setzt.“ sagte Annika Böttcher, Kreisvorsitzende der Jungen Union im Kyffhäuserkreis.

Die von ihm proklamierte Geschlossenheit sei gerade durch seine medienwirksame Bewerbung untergraben worden. „Herr Krautwurst hat der Union einen Bärendienst erwiesen. Einigen wir uns nach fachlichen Eignungen auf ihn, entsteht trotzdem der Eindruck, wer am lautesten ruft, bekommt den Posten. Einigen wir uns auf einen der anderen respektablen Kandidaten, wird unser Kreisvorsitzender Maik Göllert, den Herr Krautwurst hinter sich weiß, zusätzlich geschwächt.“ so Böttcher weiter.

Dabei stehen der CDU im Kyffhäuserkreis einige geeignete Kandidaten zur Wahl, die allesamt fachlich überzeugen können und nicht nur aufgrund der paritätischen Verteilung aufgestellt würden. Auch der Vorsitzende der Senioren Union Eckehard Heiduschka zeigt sich verwundert. „Fachlich kann ich Jens Krautwurst nichts absprechen. Ich ärgere mich nur, dass er nun auf einmal medienwirksam Verantwortung übernehmen will. Als ihn der Ortsverband Artern die Bürgermeisterkandidatur angetragen hat oder der Kreisverband auf ihn zählte, zog er sich aus der Verantwortung.“ Wenn die CDU die Bürger mitnehmen solle gehöre eben auch dazu, die anderen Bewerber umfassender zu erwähnen. „ Mit Henry Hunger aus Bad Frankenhausen haben wir einen Kommunalpolitiker erster Güte als Kandidat für den Beigeordneten, der auch in den Wahlkämpfen das Gespräch mit den Bürgern sucht. Für ihn spricht neben seinem finanz- und haushaltspolitischen Sachverstand vor allem der von ihm praktizierte und für eine Volkspartei notwendige Ausgleich der Interessengruppen.

Die JU-Vorsitzende hob auch noch einmal die Bewerber Stefan Schard, Matthias Deichstätter und Silvana Schäffer hervor. Sie seien junge Gesichter der CDU mit bester beruflicher Qualifizierung, die zeigen, dass junge Menschen hier Perspektiven haben und zum Teil mit kommunalpolitischer Erfahrung bzw. Verwaltungserfahrung aufwarten können.

Beide Vereinigungsvorsitzenden sprechen sich dafür aus, dass der Kreisvorstand bei der Nominierung darauf achten möge, den Spagat zwischen Ost und West, Jung und Alt, Kreistagserfahrung und frischem Wind zu versuchen. Des Weiteren weisen Heiduschka und Böttcher darauf hin, dass nicht wieder nur in Kleinteilen gedacht wird, sondern man alle Karten auf den Tisch legen möchte und sich über die strukturelle und personelle Ausrichtung des Verbandes im Kreis langfristig Gedanken machen muss. Heiduschka fordert, „Wir müssen unseren Mitgliedern und auch den Bürgern Ideen aufzeigen und erklären, wo und wie die CDU Kyffhäuserkreis diese realisieren will.“
Annika Böttcher
JU Kreisv. Kyffhäuserkreis
Eckehard Heiduschka
SU Kreisv. Kyffhäuserkreis
Autor: khh

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