EM und ihre Randerscheinungen
Samstag, 16. Juni 2012, 16:42 Uhr
Bei der zur Zeit stattfindenden Fußball-Europameisterschaft hört, liest und sieht man leider auch von weniger schönen Randerscheinungen in den beiden Austragungsländern Polen und Ukraine. Dazu Anmerkungen von nnz-Autor Hans-Ullrich Klemm...
Die Themenkomplexe sind ganz vorsichtig zu bewerten, weil zum Beispiel die schlimmen geschichtlichen Ereignisse nichts mit den Aktiven der verschiedensten Länder bei diesem friedlichen Wettstreit zu tun haben, die allerdings von einigen Randalierern der Gegenwart zum Vorwand genommen werden, für möglichst richtige Missstimmung zu sorgen!
Auch ein anders Thema sorgte bereits im Vorfeld dieser internationalen Meisterschaft für unterschiedliche Meinungen, die, so denkt zumindest der Autor dieser Zeilen, eigentlich allein die Angelegenheit der jeweils dort wohnenden Menschen sein sollte, die ihre wohl unzufriedenen Arbeits- und Lebensbedingungen mit entsprechenden Wahlentscheidungen selbst steuern können.
Dabei geht es besonders um den Begriff des Oligarchen, den man eigentlich nur aus der Geschichte kennt, doch gegenwärtig in Verbindung mit diesen Treffen der besten Mannschaften unseres Kontinentes sehr häufig genannt wird. Umso überraschender ist es, dass dieses Wort immer wieder im Zusammenhang mit der Ukraine zu hören ist. Bekanntlich drückt man als neutraler Zuschauer solch einem Land auch besonders die Daumen, weil es für die weitere Stimmung fördernd ist.
So war es auch bei mir und freute mich natürlich über den ersten umjubelten Sieg der Einheimischen aus der Ukraine, dem allerdings gestern eine Niederlage folgte. Noch kurz danach, am späten öffentlich rechtlichen Fernsehabend wurden zwei völlig gegensätzlicher Betrachtungsweisen in diesem Land ausgestrahlt, über eben diese Oligarchen, die Herrscher über Volk, Wirtschaft und Besitzer der Arenen und Flughäfen sind und über jene, die mit vorrangig mit schwerer Arbeit z.B. in Erzgruben für diese das Geld erarbeiten. Man sollte wirklich etwas nachdenklicher sein, um die krassen Unterschiede dieser Randerscheinungen des Fußballs aus der Ferne auch richtig bewerten zu können!
Der eine Beitrag zeigte die erdrückende Macht einer Mehrzahl richtiger Oligarchen der Gegenwart, die aus normal arbeitenden Leuten durch die Auflösung der Sowjetunion in den 90-iger Jahren plötzlich mit nicht nachzuvollziehenden und wohl teilweise auch durch unrechtmäßigen Handlungen zu übermäßig einflussreichen Geschäftsleuten wurden und somit zusätzlich eine hohe politische Macht erhielten. Im Fall der Ukraine sind einige ab dem Zeitraum von 2004, nach dem Beispiel des Russen Abramowitsch mit dem Kauf von Chelsea London vorher oder der bekannten steinreichen Italiener, ebenfalls zu Besitzern von riesigen Firmen. Arenen, Flughäfen und kompletten Vereinen geworden, in denen vorwiegend nur hochbezahlte Ausländer spielen. Diese Machtleute, allen voran der einflussreiche ukrainische Verbandspräsident Surkis, der diese EM in sein Land holte, haben natürlich auch beste Beziehungen zu dem UEFA-Chef Platini….
Die besonders jetzt immer wieder genannte inhaftierte J. Timoschenko war als Gasprinzessin vor ihrer Zeit als Landesmutter mit ihrer umgestalteten Zopfhaarpracht, die sie um fast 20 Jahre äußerlich jünger machte, auch eine millionenschwere Oligarchin! Undurchsichtige Geschäfte und schwerer Amtsmissbrauch zum Nachteil ihres Landes brachten sie nach ihrer politischen Abwahl für sieben Jahre in das Gefängnis. Dazu muss sie fast 150 Millionen Schadenersatz zurückzahlen! Nun strebt sie ein erneutes Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof an. Das sollte man wissen, ehe die Geschichte um sie von außen bewertet wird, aber ihr trotzdem ein faires Verfahren wünschen, da dort die Justiz eher etwas einseitig zu handeln scheint.
Zurück zum Sport: Kritisch betrachtet, waren die Siege der Deutschen eher die Ursache der relativ schwachen Gegner (bei Portugal trifft das allerdings nicht ganz zu) bzw. an den erfolgreichen Einzelleistungen des ballkontaktarmen, sich, laut Feststellung eines bekannten Experten, wund gestandenen Gomez bei seinen drei Torschüssen. Wie fast immer kam das Glück dazu, weil er das erste spielentscheidende Tor zu dem Zeitpunkt erzielte, als sein Nachfolger Klose sich an der Seitenlinie in Vorbereitung seines Einsatzes auch schon längst wund gelaufen hatte, doch vom Seitenschiedsrichter noch keine Starterlaubnis erhielt. So ist aus einem (Fast-) Versager noch ein Held geworden, der das zweite Spiel mit bisher unbekannter Technik eigentlich allein entschied!
Fast schon nervlich sind allerdings die immer wieder gezeigten Fernsehaufnahmen, die die Ruhe und Abgeklärtheit unseres Nationaltrainers zeigen sollen, als er einem Balljungen vor der Begegnung von hinten das Spielgerät aus den Händen schnippte, diese Szene aber später eingearbeitet wurde!
Der scheinbar riesige Punktvorsprung unserer Mannschaft könnte eine Täuschung sein, wenn die Selbstsicherheit gegen die Dänen doch zu groß ist und gleichzeitig die bisher völlig erfolglosen Holländer das zeigen, was von ihnen auch erwartet wurde…
Hans-Ullrich Klemm
Autor: nnzDie Themenkomplexe sind ganz vorsichtig zu bewerten, weil zum Beispiel die schlimmen geschichtlichen Ereignisse nichts mit den Aktiven der verschiedensten Länder bei diesem friedlichen Wettstreit zu tun haben, die allerdings von einigen Randalierern der Gegenwart zum Vorwand genommen werden, für möglichst richtige Missstimmung zu sorgen!
Auch ein anders Thema sorgte bereits im Vorfeld dieser internationalen Meisterschaft für unterschiedliche Meinungen, die, so denkt zumindest der Autor dieser Zeilen, eigentlich allein die Angelegenheit der jeweils dort wohnenden Menschen sein sollte, die ihre wohl unzufriedenen Arbeits- und Lebensbedingungen mit entsprechenden Wahlentscheidungen selbst steuern können.
Dabei geht es besonders um den Begriff des Oligarchen, den man eigentlich nur aus der Geschichte kennt, doch gegenwärtig in Verbindung mit diesen Treffen der besten Mannschaften unseres Kontinentes sehr häufig genannt wird. Umso überraschender ist es, dass dieses Wort immer wieder im Zusammenhang mit der Ukraine zu hören ist. Bekanntlich drückt man als neutraler Zuschauer solch einem Land auch besonders die Daumen, weil es für die weitere Stimmung fördernd ist.
So war es auch bei mir und freute mich natürlich über den ersten umjubelten Sieg der Einheimischen aus der Ukraine, dem allerdings gestern eine Niederlage folgte. Noch kurz danach, am späten öffentlich rechtlichen Fernsehabend wurden zwei völlig gegensätzlicher Betrachtungsweisen in diesem Land ausgestrahlt, über eben diese Oligarchen, die Herrscher über Volk, Wirtschaft und Besitzer der Arenen und Flughäfen sind und über jene, die mit vorrangig mit schwerer Arbeit z.B. in Erzgruben für diese das Geld erarbeiten. Man sollte wirklich etwas nachdenklicher sein, um die krassen Unterschiede dieser Randerscheinungen des Fußballs aus der Ferne auch richtig bewerten zu können!
Der eine Beitrag zeigte die erdrückende Macht einer Mehrzahl richtiger Oligarchen der Gegenwart, die aus normal arbeitenden Leuten durch die Auflösung der Sowjetunion in den 90-iger Jahren plötzlich mit nicht nachzuvollziehenden und wohl teilweise auch durch unrechtmäßigen Handlungen zu übermäßig einflussreichen Geschäftsleuten wurden und somit zusätzlich eine hohe politische Macht erhielten. Im Fall der Ukraine sind einige ab dem Zeitraum von 2004, nach dem Beispiel des Russen Abramowitsch mit dem Kauf von Chelsea London vorher oder der bekannten steinreichen Italiener, ebenfalls zu Besitzern von riesigen Firmen. Arenen, Flughäfen und kompletten Vereinen geworden, in denen vorwiegend nur hochbezahlte Ausländer spielen. Diese Machtleute, allen voran der einflussreiche ukrainische Verbandspräsident Surkis, der diese EM in sein Land holte, haben natürlich auch beste Beziehungen zu dem UEFA-Chef Platini….
Die besonders jetzt immer wieder genannte inhaftierte J. Timoschenko war als Gasprinzessin vor ihrer Zeit als Landesmutter mit ihrer umgestalteten Zopfhaarpracht, die sie um fast 20 Jahre äußerlich jünger machte, auch eine millionenschwere Oligarchin! Undurchsichtige Geschäfte und schwerer Amtsmissbrauch zum Nachteil ihres Landes brachten sie nach ihrer politischen Abwahl für sieben Jahre in das Gefängnis. Dazu muss sie fast 150 Millionen Schadenersatz zurückzahlen! Nun strebt sie ein erneutes Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof an. Das sollte man wissen, ehe die Geschichte um sie von außen bewertet wird, aber ihr trotzdem ein faires Verfahren wünschen, da dort die Justiz eher etwas einseitig zu handeln scheint.
Zurück zum Sport: Kritisch betrachtet, waren die Siege der Deutschen eher die Ursache der relativ schwachen Gegner (bei Portugal trifft das allerdings nicht ganz zu) bzw. an den erfolgreichen Einzelleistungen des ballkontaktarmen, sich, laut Feststellung eines bekannten Experten, wund gestandenen Gomez bei seinen drei Torschüssen. Wie fast immer kam das Glück dazu, weil er das erste spielentscheidende Tor zu dem Zeitpunkt erzielte, als sein Nachfolger Klose sich an der Seitenlinie in Vorbereitung seines Einsatzes auch schon längst wund gelaufen hatte, doch vom Seitenschiedsrichter noch keine Starterlaubnis erhielt. So ist aus einem (Fast-) Versager noch ein Held geworden, der das zweite Spiel mit bisher unbekannter Technik eigentlich allein entschied!
Fast schon nervlich sind allerdings die immer wieder gezeigten Fernsehaufnahmen, die die Ruhe und Abgeklärtheit unseres Nationaltrainers zeigen sollen, als er einem Balljungen vor der Begegnung von hinten das Spielgerät aus den Händen schnippte, diese Szene aber später eingearbeitet wurde!
Der scheinbar riesige Punktvorsprung unserer Mannschaft könnte eine Täuschung sein, wenn die Selbstsicherheit gegen die Dänen doch zu groß ist und gleichzeitig die bisher völlig erfolglosen Holländer das zeigen, was von ihnen auch erwartet wurde…
Hans-Ullrich Klemm
