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Schnee im Sommer?

Donnerstag, 21. Juni 2012, 11:05 Uhr
Natürlich nicht! Das Bild zeigt einen klassischen Fehlstart des Kabelanbieters Kabel Deutschland in Sondershausen. Hier die Einzelheiten...

Ergänzung von 11:04
Ein Verteiler hatte sich "verabschiedet", wie die Wohnungsgesellschaft Glückauf informierte. Gerade kam von dort auch die Information, dass der Schaden behoben ist. Das EM-Spiel heute Abend kann starten und man muss nicht über www.zdf.de sich den Livestream im Internet anschauen.
Ende Ergänzung.

Als es gestern am Vormittag immer wieder zu kurzzeitigen Ausfällen (bis 20 Sekunden) aller Fernsehkanäle im funkelnagelneuen Kabelnetz von Sondershausen kam, wurde seitens des Unternehmens noch von Umschaltarbeiten gesprochen, die an diesem Tage durch geführt wurden. Aber schon gestern am Abend zeigte sich, dass der Fernsehempfang über alle Kanäle stark gestört war. "Leichter Schnee" trübte den Empfang, aber man konnte noch etwas erkennen.

Schnee im Sommer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Schnee im Sommer? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Seit heute morgen ist das allerdings Geschichte. Auf allen Kanälen ist zurzeit kaum noch etwas zu erkennen. Das soll das Programm der ARD sein! Sind die Glaserfasern etwa in der Kälte des Sommers spröde geworden und lassen das Bild nicht mehr richtig durch? Dauerhafte Abhilfe täte gut. Betroffen sind rund 3.000 Haushalte der Wohnungsgesellschaften Glückauf und Wippertal.

Allerdings zeigt dieser Fall jetzt schon Probleme auf. Wenn dieser Zustand lange andauert, müsste man ja eigentlich die Leistungszahlung an den Kabelanbieter kürzen. Für die Mieter der Glückauf könnte das problematisch werden. Die Kosten für den Kabelempfang sind Bestandteil der Miete geworden. Eine einfache Kürzung ist nicht mehr so ohne weiteres möglich, weil man dann als Mietschuldner da steht. Und Mietschulden, dass weiß man aus den Erfahrungen führen mal schnell zu Mietkündigungen. Hier sollte man sich bei der Glückauf doch wohl noch etwas einfallen lassen, um hier nicht weiteren Streit zu provozieren.

Zumal die vorgesehene Praxis unlogisch ist. Die Grundversorgung mit analogem Fernsehprogramm wird über die Miete verrechnet, aber jede Erweiterung auf digitales Fernsehen, Telefon und Internet muss mit eigenständigem Vertrag mit Kabel Deutschland verrechnet werden. Eine Sache, aber zwei Verträge?

Wenn dann später mal Fernsehempfang und Internetempfang gestört sind, muss dann gleich mit zwei "Gegnern" ums Geld feilschen? Haben sich das alle Beteiligten wirklich gut überlegt?

Siehe auch Lösong für alle!, eine gemeinsame Stellungnahme von "Glückauf, "Wippertal" und Kabel Deutschland.
Autor: khh

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