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Wohnungsmarktbericht

Freitag, 22. Juni 2012, 17:42 Uhr
Demografischer Wandel verändert Wohnungsmarkt. Bauminister: Förderinstrumente Wohnungsmarkt-bericht neue Herausforderungen ausgerichtet. Was kommt auf den demografisch gebeutelten Kyffhäuserkreis zu?

„Mit dem 1. Thüringer Wohnungsmarktbericht haben wir eine belastbare Grundlage, um die Zukunft des Wohnungsbaus zu planen. Es wird keinen Stillstand geben. Der demografische Wandel wird einerseits zu steigendem Leerstand führen. Dies macht auch künftig den Rückbau von Gebäuden erforderlich. Andererseits führt die demografische Entwicklung auch zu einer wachsenden Nachfrage nach barrierearmen und altersgerechten Wohnungen. Diesen Bedarf von bis 3.000 Wohneinheiten pro Jahr wollen wir nicht nur durch Neubau, sondern auch den Umbau bestehender Gebäude decken. Auf diese Herausforderungen richten wir unsere Förderinstrumente neu aus“, sagte heute (Freitag) in Erfurt der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, bei der Beratung des 1. Thüringer Wohnungsmarktberichts in der Plenarsitzung des Thüringer Landtags.

„Alle Baumaßnahmen von der Sanierung über den Umbau bis zum Neubau bieten dabei die Chance, auch die Energiewende voranzubringen“, so Carius weiter. „Dabei benötigen wir keine Zwangssanierungsquoten, sondern eine am Bedarf orientierte Förderung. Ich setzte in meiner ‚Initiative energetischer Stadtumbau 2025’ deshalb auf freiwillige Selbstverpflichtungen mit den Verbänden der Wohnungswirtschaft. Die Hausbesitzer wissen selbst am besten, wo sich eine Investition rechnet und wirtschaftlich und sozial vertretbar ist. Steuererleichterungen würden die energetische Sanierung effektiv voranbringen – und sie sind durch zusätzliche Investitionen letztlich aufkommensneutral. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung liegt vor. Ich bin optimistisch, dass wir im Vermittlungsausschuss noch vor der Sommerpause eine Einigung erzielen werden.“


„Thüringen entwickelt seine Förderinstrumente bereits weiter. Damit wir auch künftig noch finanzielle Unterstützung leisten können, haben wir die Wohnungsbauförderung von Zuschüssen auf Darlehen umgestellt“, sagte der Bauminister. „Die Richtlinien der Wohnraumförderung wurden im Bereich der Energieeffizienz verstärkt. Auch Sonderwohnformen – Betreutes Wohnen, Service-Wohnen, Mehrgenerationenhäuser – sollen besonders gefördert werden. Das neue Wohnraumfördergesetz wird die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen.“
Autor: khh

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