kyffhaeuser-nachrichten.de

Tolles Konzert in Ebeleben

Montag, 25. Juni 2012, 13:28 Uhr
Etwa 100 Besucher kamen zum Konzert des Loh- Orchesters in die evangelische Stadtkirche St. Bartholomäus am 23. Juni nach Ebeleben. Von dem begeisterndem Konzert erhielt kn folgenden Bericht...

Im Repertoire hatten die Musiker unter Leitung des Generalmusikdirektors Markus L. Frank bekannte Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Christian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart, die Bestandteil der diesjährigen Sondershäuser Schlosskonzerte waren.

Mit großer Freude begrüßte Pfarrer Ziethe die Gäste vom Loh- Orchester und lobte die gute Kooperation mit Bürgermeister Uwe Vogt und der Sparkassen Kulturstiftung, die dieses Konzert ermöglicht hatten. Mit viel Eifer war die Kirche im Vorfeld durch Mitglieder des Gemeindekirchenrates für dieses Highlight herausgeputzt worden. Nicht nur aus Ebeleben sondern auch aus den umliegenden Orten waren Musikliebhaber gekommen, um sich diesen musikalischen Genuss nicht entgehen zu lassen. Der Generalmusikdirektor vermittelte dem Publikum durch interessante Episoden rund um die gespielten Werke zusätzliche Informationen.

So unterrichtete er die Anwesenden über die Entstehung der Wassermusik. König Georg I. von Großbritannien stammte aus Hannover und hatte als König der Insel einen schweren Stand, da er kaum Englisch sprach und sich auf Deutsch oder Französisch verständigen musste. Mit einer Lustfahrt am 17. Juli 1717 auf der Themse wollte er mit Hilfe der Musik die Herzen der Briten erobern. Dazu hatte Händel den Auftrag bekommen eine Musik zu komponieren. Das Orchester fuhr damals auf eigenen Booten hinter dem königlichen Schiff her. Der König zeigte sich von der Musik derart angetan, dass er die Wassermusik mehrfach wiederholen ließ.

Das Loh- Orchester spielte mehrere Stücke aus der Wassermusik, Suite Nr. 1 und 2, eingerahmt von Johann Christians Bachs Sinfonie g- Moll op. 6 Nr. 6 T 264/1. Dieser jüngste Sohn des berühmten Komponisten und Musikers Johann Sebastian Bach gilt als der englische Bach, da er nach einigen Jahren Dienst in Mailand fast 20 Jahre in England lebte und wirkte.

Der zweite Teil des Konzerts stand ganz im Zeichen von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach der Kassation B- Dur KV 99, die Mozart im Alter von 13 Jahren komponierte, stand mit der Serenade G- Dur KV 525, bekannt als die kleine Nachtmusik, ein absoluter klassischer Ohrwurm auf dem Programm.

Mit viel Beifall wurden die Musiker bedacht, die es sich nicht nehmen ließen, eine Zugabe zu spielen. In seinen Dankesworten lobte Bürgermeister Vogt die gute Zusammenarbeit mit dem Orchester und seinem Intendanten Lars Tietje sowie der Sparkassen Kulturstiftung. Die Idee eines Konzertes in Ebeleben war im September vergangenen Jahres bei einem Besuch des Intendanten in der Helbestadt vereinbart worden. Gleichzeitig sprach er die Hoffnung aus, dass diese Konzerte in Zukunft jährlich stattfinden sollten. Mit Blumensträußen für den Dirigenten und den ersten Geiger bedankte sich die Kirchgemeinde für dieses begeisternde Konzert.

Uwe Vogt
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de