Zunahme der Unfälle
Samstag, 07. Juli 2012, 00:51 Uhr
10 Prozent Verkehrstote mehr sind ein alarmierendes Signal - Mehr Anstrengungen sind nötig, so die Deutsche Verkehrswacht...
Die Deutsche Verkehrswacht ist besorgt über die Zunahme der Unfälle mit Personenschaden im Straßenverkehr und sieht den Anstieg bei den Getöteten um 9,9 Prozent als Aufforderung an Politik, Verbände und Gesellschaft, ihre Bemühungen zur Senkung der Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr zu verstärken. Es bedarf einer koordinierten Anstrengung von Bund und Ländern, diesem Mehr an Verkehrsopfern entgegen zu wirken. Jeder Teilnehmer am Straßenverkehr kann durch mehr Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit seinen persönlichen Teil für weniger Unfallopfer leisten.
"Der Anstieg der Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2011 ist ein alarmierendes Signal, das Gesellschaft und Politik wachrütteln muss", so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. "Dass der seit 20 Jahren andauernde Trend sinkender Verkehrstotenzahlen unterbrochen wurde, macht deutlich, dass dieser Trend nach unten keine Selbstverständlichkeit ist."
Die Deutsche Verkehrswacht sieht Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung als tragende Säulen für die präventive Verkehrssicherheitsarbeit. Bereits bei Kindern im Vorschulalter kann der Grundstein für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelegt werden.
"Aus unserer Sicht ist das Verkehrsverhalten in den letzten Jahren aggressiver geworden. Wir müssen zurück zu einem Klima des gegenseitigen Respekts aller Mobilitätsteilnehmer" so Bodewig. "Mehr Aufklärungsarbeit bedarf auch mehr finanzieller Mittel, um alle Personengruppen erreichen zu können. Nur mit einer gesicherten Finanzierung kann die hohe Qualität in der Verkehrsaufklärung aufrecht erhalten werden."
4.009 Menschen sind im Jahr 2011 im Straßenverkehr gestorben, 68.985 Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletzt. Die meisten Verkehrstoten kamen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 2.441 Getöteten außerorts (nicht Autobahnen) ums Leben. Das zeigt, dass für die Sicherheit auf Landstraßen mehr getan werden muss. Nicht hinnehmbar ist die um 17 Prozent stark gestiegene Zahl der Todesopfer bei Alkoholunfällen. Mit 400 Todesfällen geht jeder zehnte Verkehrstote auf Alkoholunfälle zurück.
Besonders gefährdet ist die Gruppe der jungen PKW-Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren. 522 Getötete hat es in dieser Altersgruppe gegeben. Stark angestiegen ist die Zahl der getöteten Motorradfahrer. 778 Fahrer und Mitfahrer von Motorzweirädern kamen 2011 ums Leben. Auch Radfahrer und Fußgänger über 65 Jahren gehören zu den Risikogruppen. Von 614 getöteten Fußgängern war jeder zweite älter als 65 Jahre. Von 399 getöteten Fahrradfahrern waren fast 53 Prozent über 65 Jahre.
Autor: khhDie Deutsche Verkehrswacht ist besorgt über die Zunahme der Unfälle mit Personenschaden im Straßenverkehr und sieht den Anstieg bei den Getöteten um 9,9 Prozent als Aufforderung an Politik, Verbände und Gesellschaft, ihre Bemühungen zur Senkung der Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr zu verstärken. Es bedarf einer koordinierten Anstrengung von Bund und Ländern, diesem Mehr an Verkehrsopfern entgegen zu wirken. Jeder Teilnehmer am Straßenverkehr kann durch mehr Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit seinen persönlichen Teil für weniger Unfallopfer leisten.
"Der Anstieg der Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2011 ist ein alarmierendes Signal, das Gesellschaft und Politik wachrütteln muss", so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. "Dass der seit 20 Jahren andauernde Trend sinkender Verkehrstotenzahlen unterbrochen wurde, macht deutlich, dass dieser Trend nach unten keine Selbstverständlichkeit ist."
Die Deutsche Verkehrswacht sieht Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung als tragende Säulen für die präventive Verkehrssicherheitsarbeit. Bereits bei Kindern im Vorschulalter kann der Grundstein für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelegt werden.
"Aus unserer Sicht ist das Verkehrsverhalten in den letzten Jahren aggressiver geworden. Wir müssen zurück zu einem Klima des gegenseitigen Respekts aller Mobilitätsteilnehmer" so Bodewig. "Mehr Aufklärungsarbeit bedarf auch mehr finanzieller Mittel, um alle Personengruppen erreichen zu können. Nur mit einer gesicherten Finanzierung kann die hohe Qualität in der Verkehrsaufklärung aufrecht erhalten werden."
4.009 Menschen sind im Jahr 2011 im Straßenverkehr gestorben, 68.985 Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletzt. Die meisten Verkehrstoten kamen laut Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 2.441 Getöteten außerorts (nicht Autobahnen) ums Leben. Das zeigt, dass für die Sicherheit auf Landstraßen mehr getan werden muss. Nicht hinnehmbar ist die um 17 Prozent stark gestiegene Zahl der Todesopfer bei Alkoholunfällen. Mit 400 Todesfällen geht jeder zehnte Verkehrstote auf Alkoholunfälle zurück.
Besonders gefährdet ist die Gruppe der jungen PKW-Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren. 522 Getötete hat es in dieser Altersgruppe gegeben. Stark angestiegen ist die Zahl der getöteten Motorradfahrer. 778 Fahrer und Mitfahrer von Motorzweirädern kamen 2011 ums Leben. Auch Radfahrer und Fußgänger über 65 Jahren gehören zu den Risikogruppen. Von 614 getöteten Fußgängern war jeder zweite älter als 65 Jahre. Von 399 getöteten Fahrradfahrern waren fast 53 Prozent über 65 Jahre.
