Fünf Angebote durchgefallen
Donnerstag, 12. Juli 2012, 06:31 Uhr
Ausgerechnet die Niederlande – das Land der Radfahrer – machte in einer aktuellen ADAC Studie von Fahrradverleihsystemen in 18 europäischen Ländern eine denkbar schlechte Figur. Jeweils sehr mangelhaft kassierte das niederländische Angebot OV-fiets in Utrecht, Amsterdam und Den Haag. Das Problem: Nur Einheimische können das Angebot wahrnehmen...
Deshalb bleibt etwa Touristen, die spontan für ihre Sightseeing-Tour aufs Rad steigen wollen, der Zugang verwehrt. Wenig überzeugend waren auch BARIinBici in Bari (Italien) und BUGA in Aveiro (Portugal), die jeweils das Urteil mangelhaft erhielten.
Die Erhebung, die im Rahmen von EuroTest Fahrradverleihsysteme in 40 Städten per Internetrecherche und Anbieterbefragung im Frühjahr 2012 verglichen hat, zeigte auch, dass die Systeme in Deutschland überzeugen. Die Note gut erhielten Call a Bike in Berlin, Stuttgart, München und Köln, das StadtRAD in Hamburg, Norisbike in Nürnberg und nextbike in Leipzig. Bewertet wurden die Zugänglichkeit zum System, das Informationsangebot, die Handhabung an Ort und Stelle sowie die Ausstattung der Räder. Der Verleih über Fahrradgeschäfte, Hotelangebote oder private Kleinanbieter wurde nicht berücksichtigt
Das einzige sehr gut erhielt vélo’v in Lyon. Einfach, schnell und attraktiv – so ist das System in der französischen Metropole zu charakterisieren. Nach der kostenlosen Registrierung per Internet, App oder direkt an den Terminals stehen 4 000 Leihräder rund um die Uhr an 343 Stationen zur Verfügung. Mehrsprachige Bedienhinweise finden sich an allen Stationen und Rädern. Die Internetseite ist serviceorientiert, die Hotline kostenlos. So macht es Einheimischen wie Touristen gleichermaßen Spaß, auf den Sattel zu steigen.
Fahrradverleihsysteme sind den Kinderschuhen entwachsen und liegen voll im Trend, so das Fazit des ADAC. Allerdings bleibt noch viel zu tun. Der Club fordert Betreiber und Politik auf, ein möglichst flächendeckendes Angebot mit guter Anbindung zum ÖPNV, abgestimmten Tarifen und Zugänglichkeit für Jedermann zu schaffen.
Autor: nnzDeshalb bleibt etwa Touristen, die spontan für ihre Sightseeing-Tour aufs Rad steigen wollen, der Zugang verwehrt. Wenig überzeugend waren auch BARIinBici in Bari (Italien) und BUGA in Aveiro (Portugal), die jeweils das Urteil mangelhaft erhielten.
Die Erhebung, die im Rahmen von EuroTest Fahrradverleihsysteme in 40 Städten per Internetrecherche und Anbieterbefragung im Frühjahr 2012 verglichen hat, zeigte auch, dass die Systeme in Deutschland überzeugen. Die Note gut erhielten Call a Bike in Berlin, Stuttgart, München und Köln, das StadtRAD in Hamburg, Norisbike in Nürnberg und nextbike in Leipzig. Bewertet wurden die Zugänglichkeit zum System, das Informationsangebot, die Handhabung an Ort und Stelle sowie die Ausstattung der Räder. Der Verleih über Fahrradgeschäfte, Hotelangebote oder private Kleinanbieter wurde nicht berücksichtigt
Das einzige sehr gut erhielt vélo’v in Lyon. Einfach, schnell und attraktiv – so ist das System in der französischen Metropole zu charakterisieren. Nach der kostenlosen Registrierung per Internet, App oder direkt an den Terminals stehen 4 000 Leihräder rund um die Uhr an 343 Stationen zur Verfügung. Mehrsprachige Bedienhinweise finden sich an allen Stationen und Rädern. Die Internetseite ist serviceorientiert, die Hotline kostenlos. So macht es Einheimischen wie Touristen gleichermaßen Spaß, auf den Sattel zu steigen.
Fahrradverleihsysteme sind den Kinderschuhen entwachsen und liegen voll im Trend, so das Fazit des ADAC. Allerdings bleibt noch viel zu tun. Der Club fordert Betreiber und Politik auf, ein möglichst flächendeckendes Angebot mit guter Anbindung zum ÖPNV, abgestimmten Tarifen und Zugänglichkeit für Jedermann zu schaffen.


