West-Ost-Harzquerung: 147 km im August
Freitag, 20. Juli 2012, 10:54 Uhr
Fast auf den Tag genau 10 Jahre nach der ersten Nonstopquerung des Harzes von West nach Ost führt der Nordhäuser Bodo Schwarzberg im August erneut Wanderer von Seesen in Niedersachsen über den Brocken nach Lutherstadt Eisleben...
An diesem Waldrand endet der Harz. Nach 137 Kilometern erreichen die Teilnehmer diesen Punkt. Danach geht es über Feldwege und Straßen allmählich hinab nach Lutherstadt Eisleben.
Zum fünften Mal geht es dann auf eine Gesamtstrecke von 147 Kilometern mit zwei Nächten ohne Schlaf. Im Jahre 2002 endete die Tour allerdings bereits in Wolferode kurz vor Eisleben. Bei allen anderen Veranstaltungen über den Harz von West nach Ost wählten wir den Bahnhof in Eisleben als Ziel, so Schwarzberg.
Die Wurzeln für diese bis 2002 noch nie nonstop begangene Strecke liegen in der üblichen, alljährlich veranstalteten Harzüberquerung von Wernigerode nach Nordhausen. In den 80er und 90er Jahren habe ich mehrfach teilgenommen. Als ich mir dann zunehmend sicher war, 100 km-Nonstopstrecken problemlos zu schaffen, sah ich in der Überquerung des Harzes auf seiner größten Ausdehnung eine neue Herausforderung, sagt er. Auch wollte ich wissen, ob ich für eine derartige Aktion Mitstreiter finde Und nicht zu vergessen: Ich persönlich musste auf einer solch langen Strecke absolut sattelfest sein. Es macht einfach keinen guten Eindruck, wenn der Wanderleiter seine eigene Veranstaltung vorfristig beenden muss.
Dass es nicht einfach ist, Sportwanderer für die 147 km zu begeistern, zeigen die Teilnehmerzahlen: 2002 waren die Enthusiasten zu zweit, 2005, bei der zweiten Ausgabe starteten immerhin 13, von denen sieben Teilnehmer das Ziel erreichten. 2011 hingegen musste Schwarzberg die letzten 29 Kilometer allein bewältigen. Nur drei Wanderer gingen damals an den Start. Das Hauptproblem für diese Tour, so der Wanderleiter, sind die zwei zu durchwandernden Nächte. In der zweiten Nacht könne es schon einmal vorkommen, dass einem die Beine einfach so wegknicken.
Die kurzen Pausen zwischendurch werden dann meist für ein fünfminütiges Wegdämmern genutzt. Vom Nächtigen in einer Pension hält der Nordhäuser gar nichts: Das ist verpönt. Hunderter heißen Hunderter, weil 100 oder mehr Kilometer am Stück zurückgelegt werden, sagt er.
Für den Nordhäuser selbst ist es jedes Mal ein schöner Augenblick, wenn sich rund 10 km vor dem Ziel, zwischen der B 86 und Hergisdorf endlich der Wald lichtet und im Hintergrund die Leipziger Tieflandsbucht erscheint. An dieser Stelle nämlich, ist der Harz zu Ende, dessen östlichster Punkt ist erreicht. Das ist wie ein Gipfelsieg für mich.
Am 10. August starten die Wanderer statt wie sonst 23 Uhr bereits um 22 Uhr am Bahnhof Seesen. Auf dem Brocken (km 46) kann um 10:30 (Bahnhofsgaststätte) zugestiegen werden. Von dort bis Eisleben sind es noch 101 km. Starter in Schierke (Apotheke, 11.8. 12 Uhr), die bis Eisleben wollen, haben noch 94 km vor sich. Im Prinzip, so Schwarzberg, kann jeder Teilnehmer die ihm am besten liegende Streckenlänge frei wählen.
Nur auf Strecken von mehr als 50 km erbittet er sich ein wenig Erfahrung: Wer nicht schon einmal bei einer offiziellen Veranstaltung wenigstens 50 km am Stück absolviert hat, der darf bei mir nicht starten, sagt er. Denn immer wieder würden die Anforderungen an Körper und Geist unterschätzt. Vor allem der Geist müsse überlistet werden, denn der sage dem Körper ständig, es reicht!. - Allzu lange auf jemanden warten könne er aber nicht, weil die Einkehrzeiten in die Gaststätten eingehalten werden müssen bzw. sollten, trotz eventueller Verlaufer, die nach Möglichkeit wieder aufzuholen sind. Einkehren gibt es übrigens nach 11,5, 46, 89 und 120 km.
Die Jubiläumsveranstaltung, deren Träger der Deutsche Alpenverein Halle (Saale) ist, findet bei jedem Wetter statt. Bei der zweiten Veranstaltung hatten wir zwischen km 56 und 120 z.T. starken Regen. Da muss man eben durch, so Schwarzberg. Jedem Teilnehmer verspricht er eine Urkunde und einen Eintrag in sein eventuell vorhandenes Startbuch.
Interessenten melden sich bitte unter bodo_schwarzberg@yahoo.de und erhalten dann nähere Informationen. Teilnahme nur nach Anmeldung möglich.
Autor: nnzAn diesem Waldrand endet der Harz. Nach 137 Kilometern erreichen die Teilnehmer diesen Punkt. Danach geht es über Feldwege und Straßen allmählich hinab nach Lutherstadt Eisleben.
Zum fünften Mal geht es dann auf eine Gesamtstrecke von 147 Kilometern mit zwei Nächten ohne Schlaf. Im Jahre 2002 endete die Tour allerdings bereits in Wolferode kurz vor Eisleben. Bei allen anderen Veranstaltungen über den Harz von West nach Ost wählten wir den Bahnhof in Eisleben als Ziel, so Schwarzberg.
Die Wurzeln für diese bis 2002 noch nie nonstop begangene Strecke liegen in der üblichen, alljährlich veranstalteten Harzüberquerung von Wernigerode nach Nordhausen. In den 80er und 90er Jahren habe ich mehrfach teilgenommen. Als ich mir dann zunehmend sicher war, 100 km-Nonstopstrecken problemlos zu schaffen, sah ich in der Überquerung des Harzes auf seiner größten Ausdehnung eine neue Herausforderung, sagt er. Auch wollte ich wissen, ob ich für eine derartige Aktion Mitstreiter finde Und nicht zu vergessen: Ich persönlich musste auf einer solch langen Strecke absolut sattelfest sein. Es macht einfach keinen guten Eindruck, wenn der Wanderleiter seine eigene Veranstaltung vorfristig beenden muss.
Dass es nicht einfach ist, Sportwanderer für die 147 km zu begeistern, zeigen die Teilnehmerzahlen: 2002 waren die Enthusiasten zu zweit, 2005, bei der zweiten Ausgabe starteten immerhin 13, von denen sieben Teilnehmer das Ziel erreichten. 2011 hingegen musste Schwarzberg die letzten 29 Kilometer allein bewältigen. Nur drei Wanderer gingen damals an den Start. Das Hauptproblem für diese Tour, so der Wanderleiter, sind die zwei zu durchwandernden Nächte. In der zweiten Nacht könne es schon einmal vorkommen, dass einem die Beine einfach so wegknicken.
Die kurzen Pausen zwischendurch werden dann meist für ein fünfminütiges Wegdämmern genutzt. Vom Nächtigen in einer Pension hält der Nordhäuser gar nichts: Das ist verpönt. Hunderter heißen Hunderter, weil 100 oder mehr Kilometer am Stück zurückgelegt werden, sagt er.
Für den Nordhäuser selbst ist es jedes Mal ein schöner Augenblick, wenn sich rund 10 km vor dem Ziel, zwischen der B 86 und Hergisdorf endlich der Wald lichtet und im Hintergrund die Leipziger Tieflandsbucht erscheint. An dieser Stelle nämlich, ist der Harz zu Ende, dessen östlichster Punkt ist erreicht. Das ist wie ein Gipfelsieg für mich.
Am 10. August starten die Wanderer statt wie sonst 23 Uhr bereits um 22 Uhr am Bahnhof Seesen. Auf dem Brocken (km 46) kann um 10:30 (Bahnhofsgaststätte) zugestiegen werden. Von dort bis Eisleben sind es noch 101 km. Starter in Schierke (Apotheke, 11.8. 12 Uhr), die bis Eisleben wollen, haben noch 94 km vor sich. Im Prinzip, so Schwarzberg, kann jeder Teilnehmer die ihm am besten liegende Streckenlänge frei wählen.
Nur auf Strecken von mehr als 50 km erbittet er sich ein wenig Erfahrung: Wer nicht schon einmal bei einer offiziellen Veranstaltung wenigstens 50 km am Stück absolviert hat, der darf bei mir nicht starten, sagt er. Denn immer wieder würden die Anforderungen an Körper und Geist unterschätzt. Vor allem der Geist müsse überlistet werden, denn der sage dem Körper ständig, es reicht!. - Allzu lange auf jemanden warten könne er aber nicht, weil die Einkehrzeiten in die Gaststätten eingehalten werden müssen bzw. sollten, trotz eventueller Verlaufer, die nach Möglichkeit wieder aufzuholen sind. Einkehren gibt es übrigens nach 11,5, 46, 89 und 120 km.
Die Jubiläumsveranstaltung, deren Träger der Deutsche Alpenverein Halle (Saale) ist, findet bei jedem Wetter statt. Bei der zweiten Veranstaltung hatten wir zwischen km 56 und 120 z.T. starken Regen. Da muss man eben durch, so Schwarzberg. Jedem Teilnehmer verspricht er eine Urkunde und einen Eintrag in sein eventuell vorhandenes Startbuch.
Interessenten melden sich bitte unter bodo_schwarzberg@yahoo.de und erhalten dann nähere Informationen. Teilnahme nur nach Anmeldung möglich.

