kyffhaeuser-nachrichten.de

kn-Forum: Unverständnis

Montag, 23. Juli 2012, 17:50 Uhr
Ebenso wie mir, so ergeht es mit Unverständnis vielen Bürgern in Thalebra. Am 07.07.2012 wurde bei KN mit einem Artikel \"Erst berunter, dann bergauf!\" versucht eine Frage zu beantworten, warum das Abwasser quer durch Thalebra gepumpt werden muss.

Vor kurzem war in Schernberg eine Einwohnerversammlung, wo zwar nicht viele Thalebraer vor Ort waren aber die Fragen trotzdem nicht richtig beantworten wurden sind. Ferner möchte ich erwähnen, dass aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht jeder Einwohner an solchen Veranstaltungen teilnehmen kann - noch dazu, wenn sie gar nicht im Ort stattfinden. Die Informationspolitik ist sehr rar. Kann nicht einmal im Sondershäuser Heimatecho eine ausführliche Lage beschrieben werden? Vielleicht müsste man einmal auf eine seitenweise Berichterstattung von Schlossfestspielen oder Residenzfesten verzichten und lieber einmal von den Dingen berichten, welche die Bürger wirklich interessieren.

Im Artikel vom 07.07.12 wird folgendes geschrieben: \"Werkleiter des TAZ, Wilhelm Schreier, in kurzen Worten wie folgt. Die zu bauende Kläranlage nimmt nicht nur die Abwässer von Thalebra (Schon beim Bericht von der Verbandsversammlung im Dezember 2010 hatte kn berichtet, dass das neue Klärwerk auch die Abwässer von Himmelsberg, Schernberg und Gundersleben aufnehmen wird). Es werden auch die Abwässer von Schernberg aufgenommen werden müssen, so Schreier. Dabei ist zu berücksichtigen, das von Richtung Schernberg wesentlich mehr Abwässer kommen werden, als sie in Thalebra anfallen. Deshalb wurde der Standort der neuen Kläranlage eben dort vorgesehen, weil dann am wenigsten gepumpt werden muss, auch wenn es nur für Thalebra wie ein Schildbürgerstreich klingt.\"

Zwischen 1996 und 1997 wurde in Thalebra ein großer Teil der Humboldtstraße erneuert. D.h. neuer Untergrund, Straßendecken, Leitungen, Bürgersteige usw.
Und... - es wurde ein großer Abwasserkanal - ebenso die Anschlüsse an den Grundstücken verlegt!
Die Planung war damals bereits, dass hinter dem Friedhof ein Klärwerk entstehen soll. Und - Abwasser von Schernberg und Himmelsberg mit dazu kommen - ebenso Gundersleben.
Also war dieses nicht erst seit 2010 bekannt.

In Thalebra liegt also ein neuer Kanal und trotzdem wird das Abwasser des Ortes dann wieder quer durch den Ort \"bergauf\" gepumpt - so wie die Planungen jetzt sind.
Damals stand dies alles fest und die Bürger fragen sich - warum es nun geändert wird? Warum man in den Ort in Zukunft fährt - und gleich von einem Klärwerk begrüßt wird? Wer wollte es so und wessen Entscheidungen sind es, dass das Werk nicht hinter dem Friedhof erbaut wird?

Ferner wird ja auch immer von Hochwasserschutz gesprochen. Das neue Klärwerk wird sich nun an einer Stelle befinden, wo im Falles eines Hochwassers nun Flächen zugebaut werden und so das Wasser (Abwasser, Regenwasser) keine Auslaufmöglichkeiten und Stauflächen mehr hat. Ebenso fällt bei einem Klärwerk auch Abwasser an - welches dann wieder durch den ganzen Ort runter fließen wird.
Jahrelang sprechen dort auch schon Anwohner der Humboldtstraße, durch deren Gärten ein Bach fließt (von Schernberg kommend) - die Verantwortlichen (Bürgermeister) an, dass man doch bitte einmal den Bach reinigen sollte. Wenigstens den Bachlauf richtig von Unkraut- und Wildwuchs befreit.
Wenn also in Zukunft das gereinigte Abwasser von Schernberg, Himmelsberg, Thalebra und Gundersleben noch durch diesen Bach fließen wird - dann ruft man \"Hochwasser\" richtig herbei.


Im Zuge der Dorferneuerung wird nun eine Brücke erneuert. Auch angeblich aus \"Hochwasserschutzgründen\". Hätte oder würde man den Bachlauf lange vor der Brücke oder nach der Brück richtig reinigen - so könnte man sich diese Kosten der neuen Brücke sparen. Im Gegenzug hätte man die kaputte Dorfeingangsstraße erneuern können (KN Artikel vom 26.06.2012).

Ich persönlich stelle mir hier die Frage, was einige Leute in Thalebra unter Hochwasser verstehen und wann diese in Thalebra ein richtiges Hochwasser erlebt haben? Von daher braucht man keine Brücken erneuern. Man muss einfach keine Stauflächen mehr bebauen und die Bachläufe sauber halten. Dies würde kaum Kosten verursachen und Gelder könnten sinnvoller eingesetzt werden.

Michael Kirchner
Sondershausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de