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Besuch ohne Aufreger

Donnerstag, 26. Juli 2012, 00:20 Uhr
Um einiges länger als erwartet nahm sich Thüringens Innenminister Jörg Geibert (CDU) um die Polizeiinspektion Kyffhäuser zu besuchen. In der Leitstelle der PI traf man sich dann zum Pressegespräch...

Begleitet wurde der Innenminister von Landtagsmitglied Manfred Scherer (CDU) und Thomas Unger, dem Leiter der Landespolizeiinspektion Nordhausen. Geibert betonte, dass es sich um einen Routinebesuch handelt. Nach dem er schon früher die alte Polizeistation in Artern besucht habe, sei jetzt eben die Polizeiinspektion in Sondershausen dran gewesen. Zur alten Polizeistation in Artern sagte er, die wird von einer Vermarktungsgesellschaft auf dem Immobilienmarkt gebracht, da sie nicht mehr gebraucht würde.

Besuch ohne Aufreger (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Besuch ohne Aufreger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Von Polizeikommissar Kevin Helbing ließen sich Geibert (re.) und Scherer (li.) die neue Anlage erläutern. Polizeioberrat Hartmut Wachtel als Leiter der Polizeiinspektion Kyffhäuser schaut interessiert zu.

Beim Rundgang durch das Haus kam es auch zu Gesprächen mit den Beamten. Dort wünscht man sich eine schnelle Besetzung offener Stellen. Geibert betonte, dass es notwendig sei junge Anwärter einzusetzen, weil das Durchschnittsalter der PI bereits bei 51,4 Jahre liege. Auch wurden Probleme des Dienstes angesprochen, weil der Kreis als Flächendienstkreis eingestuft sei, bedingt durch die weiten Wege und der Ausdehnung des Landkreises.

Besuch ohne Aufreger (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Besuch ohne Aufreger (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hier informiert sich Manfred Scherer, selbst mal Thüringer Innenminister, wie der ursprüngliche Sitzarbeitsplatz zu einem Steharbeitsplatz umgewandelt werden kann.

Hinsichtlich der Gespräche mit den Beamten, sagte der Minister, es kamen natürlich auch Beschwerden zu technischen Details, wie kaputte Drucker und ähnliche Dinge, aber sonst sei er mit der Dienststelle sehr zufrieden, da sie auch in einem guten baulichen Zustand sei. Zur Arbeit der Dienststelle sagte er, die Gespräche drehten sich um die Unfallschwerpunkte in Richtung zum Nachbarland Sachsen-Anhalt, so die Straßen B85 und Richtung Kelbra.

Im Bereich der Kriminalität sei der Kyffhäuserkreis kein Schwerpunkt und mit knapp 60 Prozent sei die Aufklärungsrate sehr hoch. Andere Bundesländer würden sich über eine so gute Quote freuen.

Zum Thema Strukturreform könne man jetzt noch nicht mit Umsetzungsergebnissen aufwarten. Schließlich seien erst 25 Tage vergangen und die Reform ist auf 1,5 Jahre angelegt. Von besonderem Interesse sei jedoch ein zusätzlicher Funkstreifenwagen für den Kreis. Artern bleibt integrierter Bestanteil der Polizeiinspektion Kyffhäuser, betonte Geibert.

Ziel sei die Aufstockung der PI auf 117 Dienstposten angestrebt. Da man im Ist bei zurzeit 102 Dienstposten sei (davon 33 Artern) beträgt das rechnerische Minus 15 Dienstposten, mit Einbeziehung Erkrankung usw. sogar bei 21. Ziel sei es auch, ab 2013 den Digitalfunk einzuführen. Das müsse jedoch in Abstimmung mit anderen Organen, wie der Feuerwehr erfolgen.

Als der Minister abschließend sagte, es war ein Besuch ohne Aufreger, ging der Trubel erst richtig los. Nach einem schweren Unfall auf der B4 (kn berichtete bereits kurz) wurde es unruhig in der Leitstelle. Um nicht weiter zu stören, wurde der Ort des Pressegespräches, die Leitstelle, verlassen. Für die Rückfahrt musste sich der Minister eine andere Route suchen, denn die B4 war wegen des Unfalls noch einige Zeit voll gesperrt.
Autor: khh

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