Leicht angestiegen
Dienstag, 31. Juli 2012, 10:03 Uhr
Erwartungsgemäß stieg die Zahl der Arbeitslosen im Juli in Nordthüringen leicht an. 12.598 Männer und Frauen waren bei der Nordhäuser Agentur für Arbeit für die Landkreise Eichsfeld und Nordhausen sowie für den Kyffhäuserkreis arbeitslos gemeldet. Wir haben die Einzelheiten für Sie aufbereitet...
Das waren rund 150 Personen mehr auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung als im Monat zuvor. Für den Ferienbeginn nichts Ungewöhnliches für Geschäftsführerin Gabriela Helbing von der Arbeitsagentur: Wir haben eine saisonübliche Entwicklung. In den letzten Wochen meldeten sich verstärkt Jugendliche nach Schul- oder Ausbildungsende arbeitslos, weil sie nicht nahtlos eine Beschäftigung aufnehmen konnten. Auch würde nach ihrer Aussage das Quartalsende, zu dem häufig befristete Beschäftigungen auslaufen, eine Rolle spielen. Rund 1.000 Personen (-7,6%) waren Ende Juli gegenüber dem Vorjahr weniger arbeitslos gemeldet.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im Juli 8,9 Prozent und lag damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Juni, aber 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Jahr zuvor. Während die Quote im Landkreis Nordhausen mit 9,7 Prozent unverändert blieb, gab es im Landkreis Eichsfeld einen Anstieg um 0,1 auf 5,9 Prozent. Der Kyffhäuserkreis musste ein Plus von 0,3 auf 12,1 Prozent hinnehmen.
1.029 Jungendliche waren Ende Juli arbeitslos gemeldet, rund 16 Prozent (+145) mehr als vor vier Wochen. Gegenüber Juli 2011 ist die Zahl der unter 25-Jährigen Jobsuchenden um knapp 23 Prozent gesunken. Insbesondere die Arbeitslosmeldungen nach einer Ausbildung reduzierten sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 7,3 Prozent, vor einem Jahr betrug sie noch 8,4 Prozent.
Auf dem Stellenmarkt gab es einen leichten Rückgang gemeldeter Arbeitsangebote. 568 Stellen kamen von den Unternehmen und Verwaltungen Nordthüringens, knapp fünf Prozent weniger als im Juni. Über 90 Prozent der Stellen waren sozialversicherungspflichtig. Erfreulich ist, dass im letzten Jahr der Anteil unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse um fast 13 Prozent nach oben ging, so Gabriela Helbing. Die Arbeitgeber reagieren flexibel auf die Fachkräftesituation und wollen ihren langfristigen Personalbedarf decken. Über 40 Prozent aller Stellen ist in den Verarbeitungsbereichen angesiedelt. Der Bedarf an Kraftfahrern stieg zum Vormonat um rund 30 Prozent.
Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber – dieser Trend setzt sich auch Ende Juli in Nordthüringen fort. In vielen Unternehmen hat die betriebliche Berufsausbildung bei der Fachkräftegewinnung an Bedeutung gewonnen, kommentiert Gabriela Helbing die Entwicklung.
Aktuell liegt die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz mit 1.532 um drei Prozent (-47) unter der des Vorjahres. Dem gegenüber standen 1.632 Ausbildungsstellen, 8,9 Prozent (+133) mehr als im Juli 2011. Anders als vor Jahren sind fast alle Stellen betriebliche Ausbildungsangebote. Auf 100 Ausbildungsstellen kommen rechnerisch derzeit 94 Bewerber.
Es gibt durchaus Branchen, in denen noch immer mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber vorhanden sind. Vor allem für Bewerber, die bislang noch nicht in der Berufsberatung waren, lohne sich der Gang zur Arbeitsagentur. Zahlreiche Angebote gibt es noch in der Metall- und Elektrobranche, im Handel und Gastgewerbe. Die Perspektive, in der Region eine Ausbildung mit Zukunft zu absolvieren, sei so gut wir noch nie.
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Juni auf Juli geringfügig um 12 auf 4.322 Personen verringert. Das waren 198 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 9,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,0%. Dabei meldeten sich 832 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 74 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 842 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-79).
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 7.020 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 818 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.984 Abmeldungen von Arbeitslosen (-789).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 23 Stellen auf 424 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 158 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 208 neue Arbeitsstellen, 23 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.626 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 335.
Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 44 auf 3.317 Personen gestiegen. Das waren 509 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 5,9%; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,7%. Dabei meldeten sich 823 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 68 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 782 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-22). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.225 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 542 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.464 Abmeldungen von Arbeitslosen (-797).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 32 Stellen auf 590 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 86 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 229 neue Arbeitsstellen, 41 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.667 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 96.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 119 auf 4.959 Personen gestiegen. Das waren 331 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 12,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,7%. Dabei meldeten sich 977 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 23 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 862 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-59).
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.972 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 7.330 Abmeldungen von Arbeitslosen (-790). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 28 Stellen auf 339 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 18 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 131 neue Arbeitsstellen, 12 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 921 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 205.
Autor: redDas waren rund 150 Personen mehr auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung als im Monat zuvor. Für den Ferienbeginn nichts Ungewöhnliches für Geschäftsführerin Gabriela Helbing von der Arbeitsagentur: Wir haben eine saisonübliche Entwicklung. In den letzten Wochen meldeten sich verstärkt Jugendliche nach Schul- oder Ausbildungsende arbeitslos, weil sie nicht nahtlos eine Beschäftigung aufnehmen konnten. Auch würde nach ihrer Aussage das Quartalsende, zu dem häufig befristete Beschäftigungen auslaufen, eine Rolle spielen. Rund 1.000 Personen (-7,6%) waren Ende Juli gegenüber dem Vorjahr weniger arbeitslos gemeldet.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug im Juli 8,9 Prozent und lag damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Juni, aber 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Jahr zuvor. Während die Quote im Landkreis Nordhausen mit 9,7 Prozent unverändert blieb, gab es im Landkreis Eichsfeld einen Anstieg um 0,1 auf 5,9 Prozent. Der Kyffhäuserkreis musste ein Plus von 0,3 auf 12,1 Prozent hinnehmen.
1.029 Jungendliche waren Ende Juli arbeitslos gemeldet, rund 16 Prozent (+145) mehr als vor vier Wochen. Gegenüber Juli 2011 ist die Zahl der unter 25-Jährigen Jobsuchenden um knapp 23 Prozent gesunken. Insbesondere die Arbeitslosmeldungen nach einer Ausbildung reduzierten sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 7,3 Prozent, vor einem Jahr betrug sie noch 8,4 Prozent.
Auf dem Stellenmarkt gab es einen leichten Rückgang gemeldeter Arbeitsangebote. 568 Stellen kamen von den Unternehmen und Verwaltungen Nordthüringens, knapp fünf Prozent weniger als im Juni. Über 90 Prozent der Stellen waren sozialversicherungspflichtig. Erfreulich ist, dass im letzten Jahr der Anteil unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse um fast 13 Prozent nach oben ging, so Gabriela Helbing. Die Arbeitgeber reagieren flexibel auf die Fachkräftesituation und wollen ihren langfristigen Personalbedarf decken. Über 40 Prozent aller Stellen ist in den Verarbeitungsbereichen angesiedelt. Der Bedarf an Kraftfahrern stieg zum Vormonat um rund 30 Prozent.
Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber – dieser Trend setzt sich auch Ende Juli in Nordthüringen fort. In vielen Unternehmen hat die betriebliche Berufsausbildung bei der Fachkräftegewinnung an Bedeutung gewonnen, kommentiert Gabriela Helbing die Entwicklung.
Aktuell liegt die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz mit 1.532 um drei Prozent (-47) unter der des Vorjahres. Dem gegenüber standen 1.632 Ausbildungsstellen, 8,9 Prozent (+133) mehr als im Juli 2011. Anders als vor Jahren sind fast alle Stellen betriebliche Ausbildungsangebote. Auf 100 Ausbildungsstellen kommen rechnerisch derzeit 94 Bewerber.
Es gibt durchaus Branchen, in denen noch immer mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber vorhanden sind. Vor allem für Bewerber, die bislang noch nicht in der Berufsberatung waren, lohne sich der Gang zur Arbeitsagentur. Zahlreiche Angebote gibt es noch in der Metall- und Elektrobranche, im Handel und Gastgewerbe. Die Perspektive, in der Region eine Ausbildung mit Zukunft zu absolvieren, sei so gut wir noch nie.
Der Blick in die drei Landkreise
NordhausenDie Arbeitslosigkeit hat sich von Juni auf Juli geringfügig um 12 auf 4.322 Personen verringert. Das waren 198 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 9,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,0%. Dabei meldeten sich 832 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 74 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 842 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-79).
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 7.020 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 818 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.984 Abmeldungen von Arbeitslosen (-789).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 23 Stellen auf 424 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 158 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 208 neue Arbeitsstellen, 23 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.626 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 335.
Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 44 auf 3.317 Personen gestiegen. Das waren 509 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 5,9%; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,7%. Dabei meldeten sich 823 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 68 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 782 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-22). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.225 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 542 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 6.464 Abmeldungen von Arbeitslosen (-797).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 32 Stellen auf 590 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 86 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 229 neue Arbeitsstellen, 41 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.667 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 96.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 119 auf 4.959 Personen gestiegen. Das waren 331 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 12,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,7%. Dabei meldeten sich 977 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 23 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 862 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-59).
Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.972 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 7.330 Abmeldungen von Arbeitslosen (-790). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 28 Stellen auf 339 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 18 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 131 neue Arbeitsstellen, 12 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 921 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 205.


