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Alles auf Hawaii ausgerichtet

Samstag, 25. August 2012, 10:05 Uhr
Kurz vor dem morgigen 10. Scheunenhof-Triathlon hatte die nnz Gelegenheit mit einem der Mitfavoriten zu sprechen. Sebastian Küfner ist einer der Spitzenathleten, die schon für den Ironman auf Hawaii qualifiziert sind...

scheunenhof (Foto: scheunenhof) scheunenhof (Foto: scheunenhof)

Sebastian Küfner beendete im vergangenen Jahr sein Physik Studium in Jena und ist seitdem Doktorant am selben Institut. “Nebenbei” ist er aktiver Triathlet und qualifizierte sich als Agegrouper für den Ironman auf Hawaii, den er nach 2010 zum zweiten Mal bestreiten wird. Als Vorbereitung startet der gebürtige Geraer am kommenden Sonntag beim 10. Scheunenhof-Triathlon im Rennen um den Sparkassen Cup am Sundhäuser See.

nnz: In Frankfurt qualifizierten Sie sich für den Ironman Hawaii in diesem Jahr. Ist das Rennen mit dem 18. Platz und dem Altersklassen-Sieg in der Klasse M25-29 optimal gelaufen?

Sebastian Hüfner: Abgesehen davon, dass ich beim Schwimmen in einer falschen Gruppe nicht die Ideallinie geschwommen bin, lief Frankfurt perfekt. Im Wasser war ich so knapp vier Minuten langsamer als eigentlich gedacht. So musste ich auf dem Rad alleine fahren und ohne Orientierung, aber das hat mich nicht weiter gestört. Das Radfahren war sehr gut und auch der Marathon danach war noch einmal solide, sodass das Gesamtergebnis gepasst hat.

scheunenhof (Foto: scheunenhof) scheunenhof (Foto: scheunenhof)


nnz: Wie sah ansonsten Ihre bisherige Saison aus?

Sebastian Hüfner: Ich habe bewusst ziemlich wenig Triathlonwettkämpfe in diesem Jahr absolviert, weil diese immer mit einem ziemlich großen Aufwand verbunden sind und ab der Mitteldistanz mit einer längeren Regenerationsphase. Das heißt ich hatte längere Trainingszeiten in diesem Jahr. Viel Wert haben wir vor allem auf Radrennen, insbesondere mit dem Mountainbike, gelegt. Da ich fahrtechnisch nicht so versiert wie die Spezialisten bin, zählen weniger die Platzierung. Trotzdem bringen sie einen guten Trainingseffekt. Neben Frankfurt habe ich noch den Schlosstriathlon in Moritzburg als Vorbereitung hierfür siegreich bestritten, sodass beide Rennen zufriedenstellend waren.

nnz: Welchen Stellenwert hat nun der Scheunenhof-Triathlon wenige Wochen vor Hawaii?

Sebastian Hüfner:Der Scheunenhof ist noch einmal meine Vorbereitung darauf, wie auch das ganze Training in den kommenden Woche, welches voll darauf ausgerichtet ist. Ich bin in der vergangenen Woche mit dem Mountainbike ein Rad-Etappenrennen im Schwarzwald gefahren. Das war noch einmal ein intensiver Block.

Ansonsten wird der Scheunenhof im Hinblick auf Hawaii mein einziger Wettkampf sein. Ich werde vor allem noch Wert auf das Training legen, eventuell noch ein Radrennen absolvieren.

nnz: Was ist Ihr Ziel für die Halbdistanz um den Sparkassen Cup in Nordhausen?

Sebastian Hüfner: Da ich momentan meine Form und die meiner Konkurrenten nicht richtig einschätzen kann, ist das schwer zu sagen. Ich habe nach Frankfurt zwei Wochen lang weniger trainiert und bin erst seit drei Wochen wieder im Training. Die Radform passt nach dem Etappenrennen zwar, ich weiß aber nicht wirklich wie es im Schwimmen und Laufen aussieht. Wenn alles gut läuft kann ich unter die Top 3 kommen, mir einer Zielstellung möchte ich aber nicht ins Rennen gehen. Ich sehe es eher als eine Art hartes Training.

nnz: Wie sieht ihre Vorbereitung auf den Scheunenhof-Triathlon am Sonntag aus?

Sebastian Hüfner: Nach dem Radrennen trainierte ich ein bis zwei Tage etwas ruhiger, danach geht es aber schon weiter mit der gezielten Hawaii-Vorbereitung. Da kann ich auch nicht große Rücksicht auf eine gute Leistung beim Scheunenhof nehmen, da wirklich alles auf Hawaii ausgelegt ist. Soviel Zeit ist bis zum 13. Oktober auch nicht mehr, sodass ich noch zwei Belastungsblöcke mit je drei Wochen Dauer durchführen kann.

nnz: Auf Hawaii starten Sie nun zum zweiten Mal. Mit welcher Zielstellung treten Sie die Reise an?

Sebastian Hüfner: Ich weiß was mich im Rennen erwartet und kenne die Bedingungen. Ich denke dass ich mit dem Selbstvertrauen von 2010, dass ich bei jeden Bedingungen ein halbwegs guten Rennen bestreiten kann, einen deutlich geringeren Unsicherheitsfaktor haben werde. Eine Platzierung als Ziel kann ich nur schwer ausgeben, da ich die Altersklasse gewechselt habe. Mein Ziel ist es besser zu sein als vor zwei Jahren und wenn alles optimal läuft unter neun Stunden zu bleiben.
Autor: nnz/kn

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