"amarcord" im Achteckhaus
Freitag, 21. September 2012, 12:16 Uhr
Unverwechselbarer Klang, atemberaubende Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine gehörige Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen des Ensembles amarcord, das, im Jahr 1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründet, heute zu den führenden Vokalensembles weltweit zählt. Zu Gast ist man im Achteckhaus von Schloss Sondershausen.
Das äußerst facettenreiches Repertoire reicht von Gesängen des Mittelalters über Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik, A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder bis hin zu zeitgenössischer Musik sowohl des ernsten als auch des unterhaltenden Fachs. Meisterkurse bei den Kings Singers und dem Hilliard Ensemble gaben der Gruppe wertvolle Impulse.
Das 1997 von amarcord ins Leben gerufene Internationale Festival für Vokalmusik a cappella in Leipzig entwickelte sich zu einem der wichtigsten Festivals seiner Art. Wenngleich der reine A-cappella-Gesang im Mittelpunkt des Wirkens von amarcord steht, kooperiert die Gruppe regelmäßig mit namhaften Ensembles und Künstlern. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger mittlerweile in über vierzig Länder und auf alle Kontinente der Erde. Mehrere ihrer CD-Produktionen wurden mit den wichtigsten Preisen der Branche ausgezeichnet. Für ihre im letzten Jahr mit dem Leipziger Streichquartett eingespielte CD Das Lieben bringt groß Freud! erhält amarcord am 14. Oktober den Deutschen Musikpreis ECHO Klassik 2012 als Ensemble des Jahres im Bereich Vokalmusik.
Mit seinem Programm präsentiert amarcord ausgesuchte Werke aus dem überaus reichen Fundus weltlicher Vokalmusik der Spätrenaissance und des Frühbarock. Die bedeutendste Gattung jener Zeit und das Experimentierfeld für musikalische Neuerungen wie für die Erschließung neuer textlicher Themenfelder war das Madrigal. Zu einer der Orientierungsfiguren für die Komponisten nördlich der Alpen wurde der Organist an San Marco in Venedig, G. Gabrieli (15571612), der u.a. H. Schütz (15851672) zu seinem Schülerkreis zählte. Il primo Libro de Madrigali a cinque voci nennt Schütz sein 1611 veröffentlichtes Gesellenstück. Oft als Meister der Motettenkunst charakterisiert, steht im Schaffen O. di Lassos (um 15321594) das weltliche Werk als gleichwertig.
Mit harmonischen Neuerungen, bildbezogener Affektdarstellung und Wortausdeutung in seinen Madrigalen, Villanellen, Chansons und deutschen Liedern schlägt er einen Bogen in das folgende Jahrhundert, in dem C. Monteverdi (15671643) den weit ausstrahlenden Höhepunkt der Madrigaltradition markiert. Zunächst auch in Deutschland auf italienischem Kurs, werden die Gattungsgrenzen des, nun auch im Hinblick auf die Sprache der Texte, deutschen Madrigals undeutlich. Komponisten wie H.L. Hassler (15641612) oder E. Widmann (15721634) denken liedhafter und in den Normen einer geselligen Kunst. So ist auch in den fünf Madrigalen der Sammlung Studentenschmaus (1626) des Leipziger Thomaskantors und Dichterkomponisten J.H. Schein (15861630) der einst gattungspezifische Ausdruck subtiler Larmoyanz, wie er in seinem Venuskränzlein (1609) noch anklingt, Themen rund um Freundschaft, Tugend, fröhliche Geselligkeit und Derbheit des Studentenlebens gewichen.
Beginn ist Samstag, der 22. September um 18.00 Uhr Sondershausen, Achteckhaus
VON STUDENTEN, LANDSKNECHTEN UND WAHREN LIEBHABERN - amarcord
PK 1: 18,-/12,- EUR, PK 2: 15,-/10,- EUR Vorverkauf: Ticket Shop Thüringen
Autor: khhDas äußerst facettenreiches Repertoire reicht von Gesängen des Mittelalters über Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik, A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder bis hin zu zeitgenössischer Musik sowohl des ernsten als auch des unterhaltenden Fachs. Meisterkurse bei den Kings Singers und dem Hilliard Ensemble gaben der Gruppe wertvolle Impulse.
Das 1997 von amarcord ins Leben gerufene Internationale Festival für Vokalmusik a cappella in Leipzig entwickelte sich zu einem der wichtigsten Festivals seiner Art. Wenngleich der reine A-cappella-Gesang im Mittelpunkt des Wirkens von amarcord steht, kooperiert die Gruppe regelmäßig mit namhaften Ensembles und Künstlern. Zahlreiche Konzerttourneen führten die Sänger mittlerweile in über vierzig Länder und auf alle Kontinente der Erde. Mehrere ihrer CD-Produktionen wurden mit den wichtigsten Preisen der Branche ausgezeichnet. Für ihre im letzten Jahr mit dem Leipziger Streichquartett eingespielte CD Das Lieben bringt groß Freud! erhält amarcord am 14. Oktober den Deutschen Musikpreis ECHO Klassik 2012 als Ensemble des Jahres im Bereich Vokalmusik.
Mit seinem Programm präsentiert amarcord ausgesuchte Werke aus dem überaus reichen Fundus weltlicher Vokalmusik der Spätrenaissance und des Frühbarock. Die bedeutendste Gattung jener Zeit und das Experimentierfeld für musikalische Neuerungen wie für die Erschließung neuer textlicher Themenfelder war das Madrigal. Zu einer der Orientierungsfiguren für die Komponisten nördlich der Alpen wurde der Organist an San Marco in Venedig, G. Gabrieli (15571612), der u.a. H. Schütz (15851672) zu seinem Schülerkreis zählte. Il primo Libro de Madrigali a cinque voci nennt Schütz sein 1611 veröffentlichtes Gesellenstück. Oft als Meister der Motettenkunst charakterisiert, steht im Schaffen O. di Lassos (um 15321594) das weltliche Werk als gleichwertig.
Mit harmonischen Neuerungen, bildbezogener Affektdarstellung und Wortausdeutung in seinen Madrigalen, Villanellen, Chansons und deutschen Liedern schlägt er einen Bogen in das folgende Jahrhundert, in dem C. Monteverdi (15671643) den weit ausstrahlenden Höhepunkt der Madrigaltradition markiert. Zunächst auch in Deutschland auf italienischem Kurs, werden die Gattungsgrenzen des, nun auch im Hinblick auf die Sprache der Texte, deutschen Madrigals undeutlich. Komponisten wie H.L. Hassler (15641612) oder E. Widmann (15721634) denken liedhafter und in den Normen einer geselligen Kunst. So ist auch in den fünf Madrigalen der Sammlung Studentenschmaus (1626) des Leipziger Thomaskantors und Dichterkomponisten J.H. Schein (15861630) der einst gattungspezifische Ausdruck subtiler Larmoyanz, wie er in seinem Venuskränzlein (1609) noch anklingt, Themen rund um Freundschaft, Tugend, fröhliche Geselligkeit und Derbheit des Studentenlebens gewichen.
Beginn ist Samstag, der 22. September um 18.00 Uhr Sondershausen, Achteckhaus
VON STUDENTEN, LANDSKNECHTEN UND WAHREN LIEBHABERN - amarcord
PK 1: 18,-/12,- EUR, PK 2: 15,-/10,- EUR Vorverkauf: Ticket Shop Thüringen

