Unternehmergespräch in Ebeleben
Donnerstag, 20. September 2012, 10:18 Uhr
Gemeinsam hatten Bürgermeister Uwe Vogt und der Leiter des Kreisverbandes der Mittelständischen Wirtschaft Volker Beiersdorf gestern zu einem Unternehmergespräch in die Kantine der Raiffeisen Warenzentrale geladen. Dazu erreichte kn folgender Bericht...
Über 20 Personen waren der Einladung gefolgt. Unter den Gästen war mit Antje Hochwind die Landrätin des Kyffhäuserkreises, die damit ihre Wertschätzung für die Region zum Ausdruck brachte.
Zunächst informierte Uwe Vogt darüber, dass das Ebelebener Gewerbegebiet "Am alten Bahnhof", welches nicht auf der grünen Wiese entstand, sondern auf einem früheren Industriestandort, einen Auslastungsgrad von 47 % erreicht hat. Der Standort Ebeleben kann mit zwei Bundesstraßen punkten, an der Autobahnabfahrt 11 (Nordhausen) ist Ebeleben ausgewiesen. Positiv ist das Vorhandensein des Bahngleises für den Güterumschlag. Hier hatte die Stadt Ebeleben im Rahmen der Kommunalen Infrastrukturgesellschaft "Ebelebener Netz" über Jahre dafür gesorgt, dass der Ort nicht vom Bahnnetz abgeschnitten wurde. Intensiv habe man sich darum bemüht, dass der ehemalige Geschäftsbesorger Regiobahn Thüringen das Streckennetz von der Deutschen Bahn käuflich erworben hat. Nun gehen gemeinsame Bemühungen im Verbund mit den Landratsämtern in Sondershausen und Mühlhausen in Richtung des Thüringer Wirtschaftsministeriums dahin, dass unbedingt ein grundhafter Ausbau der genutzten Bahntrasse unterstützt werden müsse.
In der Veranstaltung warb der Bürgermeister bei den Unternehmen, das Bemühen der Gründung eines Schwimmbadvereins zu unterstützen.
Landrätin Antje Hochwind kritisierte die vom Finanzministerium genannten Zahlen weiterer Minderzuweisungen für den Kreis und die Kommunen des Kreises. Unverständlich ist aus ihrer Sicht, dass die Regionen in Thüringen, die gut dastehen, zusätzliche Gelder erhalten sollen, während die schwachen Regionen weiter abgehängt werden. Durch diese verfehlte Politik würde es zu weiteren Einschnitten bei den freiwilligen Aufgaben auf allen Ebenen kommen, der finanzielle Druck wird noch größer. Für den Kreis bedeute dieses, dass dringend notwendige Schulsanierungen nicht machbar seien.
Weder der Landkreis noch eine Vielzahl von Kommunen hätten die notwendige Kreditfähigkeit, um zu investieren und so auch an die Wirtschaft vor Ort die Aufträge verteilen zu können. Deshalb setzt sie auf gemeinsame Initiativen mit dem Unstrut- Hainich- Kreis und den Landkreis Nordhausen, um diesen Trend entgegen zu wirken. Frau Hochwind kündigte ein gemeinsames Vorgehen über den Thüringer Landkreistag bzw. den Städte- und Gemeindebund an. "Wir müssen ein positives Image für unseren Kreis herausarbeiten und wollen deshalb eng im Rahmen eines Pilotprojekts mit dem Wirtschaftsministerium zusammenarbeiten." Die Landrätin sieht in der weiteren Unternehmensansiedlung zur Stärkung der Wirtschafts- und Finanzkraft eine wichtige Voraussetzung, um den kreisweiten negativen Bevölkerungstrend zumindest aufzuhalten.
Im Anschluss sprach Kathrin Stracke- Wagner über aktuelle Fördermöglichkeiten der Thüringer Aufbaubank. Danach informierte Ronald Barth von der Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises über die Teilnahme des Kreises an der Expo Real, der Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, in München sowie über die kommenden Berufsinfotage im November in Sondershausen, an dem sich 54 Unternehmen beteiligen werden.
Anschließend stellte Volker Beiersdorf den Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft vor.
In der Diskussion gab es vielfältige Unterstützung bei den Bemühungen von Stadt und Landkreis. So bekräftigte Bernd Schlepper von der Agrargenossenschaft Schernberg die Notwendigkeit der Bahntrassenverbesserung. Aber auch Fragen des Winterdienstes oder einer möglichen Kreisgebietsreform wurden diskutiert. Anja Daniel von TR- Plast regte an, in dieser Form der Zusammenkünfte auch in den kommenden Jahren fortzufahren.
Uwe Vogt
Bürgermeister
Autor: khhÜber 20 Personen waren der Einladung gefolgt. Unter den Gästen war mit Antje Hochwind die Landrätin des Kyffhäuserkreises, die damit ihre Wertschätzung für die Region zum Ausdruck brachte.
Zunächst informierte Uwe Vogt darüber, dass das Ebelebener Gewerbegebiet "Am alten Bahnhof", welches nicht auf der grünen Wiese entstand, sondern auf einem früheren Industriestandort, einen Auslastungsgrad von 47 % erreicht hat. Der Standort Ebeleben kann mit zwei Bundesstraßen punkten, an der Autobahnabfahrt 11 (Nordhausen) ist Ebeleben ausgewiesen. Positiv ist das Vorhandensein des Bahngleises für den Güterumschlag. Hier hatte die Stadt Ebeleben im Rahmen der Kommunalen Infrastrukturgesellschaft "Ebelebener Netz" über Jahre dafür gesorgt, dass der Ort nicht vom Bahnnetz abgeschnitten wurde. Intensiv habe man sich darum bemüht, dass der ehemalige Geschäftsbesorger Regiobahn Thüringen das Streckennetz von der Deutschen Bahn käuflich erworben hat. Nun gehen gemeinsame Bemühungen im Verbund mit den Landratsämtern in Sondershausen und Mühlhausen in Richtung des Thüringer Wirtschaftsministeriums dahin, dass unbedingt ein grundhafter Ausbau der genutzten Bahntrasse unterstützt werden müsse.
In der Veranstaltung warb der Bürgermeister bei den Unternehmen, das Bemühen der Gründung eines Schwimmbadvereins zu unterstützen.
Landrätin Antje Hochwind kritisierte die vom Finanzministerium genannten Zahlen weiterer Minderzuweisungen für den Kreis und die Kommunen des Kreises. Unverständlich ist aus ihrer Sicht, dass die Regionen in Thüringen, die gut dastehen, zusätzliche Gelder erhalten sollen, während die schwachen Regionen weiter abgehängt werden. Durch diese verfehlte Politik würde es zu weiteren Einschnitten bei den freiwilligen Aufgaben auf allen Ebenen kommen, der finanzielle Druck wird noch größer. Für den Kreis bedeute dieses, dass dringend notwendige Schulsanierungen nicht machbar seien.
Weder der Landkreis noch eine Vielzahl von Kommunen hätten die notwendige Kreditfähigkeit, um zu investieren und so auch an die Wirtschaft vor Ort die Aufträge verteilen zu können. Deshalb setzt sie auf gemeinsame Initiativen mit dem Unstrut- Hainich- Kreis und den Landkreis Nordhausen, um diesen Trend entgegen zu wirken. Frau Hochwind kündigte ein gemeinsames Vorgehen über den Thüringer Landkreistag bzw. den Städte- und Gemeindebund an. "Wir müssen ein positives Image für unseren Kreis herausarbeiten und wollen deshalb eng im Rahmen eines Pilotprojekts mit dem Wirtschaftsministerium zusammenarbeiten." Die Landrätin sieht in der weiteren Unternehmensansiedlung zur Stärkung der Wirtschafts- und Finanzkraft eine wichtige Voraussetzung, um den kreisweiten negativen Bevölkerungstrend zumindest aufzuhalten.
Im Anschluss sprach Kathrin Stracke- Wagner über aktuelle Fördermöglichkeiten der Thüringer Aufbaubank. Danach informierte Ronald Barth von der Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises über die Teilnahme des Kreises an der Expo Real, der Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, in München sowie über die kommenden Berufsinfotage im November in Sondershausen, an dem sich 54 Unternehmen beteiligen werden.
Anschließend stellte Volker Beiersdorf den Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft vor.
In der Diskussion gab es vielfältige Unterstützung bei den Bemühungen von Stadt und Landkreis. So bekräftigte Bernd Schlepper von der Agrargenossenschaft Schernberg die Notwendigkeit der Bahntrassenverbesserung. Aber auch Fragen des Winterdienstes oder einer möglichen Kreisgebietsreform wurden diskutiert. Anja Daniel von TR- Plast regte an, in dieser Form der Zusammenkünfte auch in den kommenden Jahren fortzufahren.
Uwe Vogt
Bürgermeister
